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Ein cleveres Bewässerungssystem liefert Ihren Pflanzen im Sommer genügend Feuchtigkeit.

Cleveres Bewässerungssystem

So trocknen Ihre Pflanzen im Sommer niemals aus - und Sie brauchen dafür nicht viel tun

Falls Sie im Sommer nicht immer die Gelegenheit haben, Ihre Pflanzen richtig zu bewässern, können Sie sich ein geniales Bewässerungssystem bauen - so funktioniert's.

Gerade im Sommer brauchen die Pflanzen im Garten viel Zuwendung, um bei der Hitze nicht auszutrocknen. Aber gerade bei warmen Temperaturen gilt es beim Bewässern, viel zu beachten: So ist es zum Beispiel ratsam, nicht direkt in der Mittagshitze die Pflanzen zu gießen, weil das Wasser an der Oberfläche schnell verdunstet, oder die Blätter direkt zu bewässern - dadurch verbrennt die Pflanze geradezu.

Stattdessen gibt es eine perfekte Lösung die Pflanzen an ihren Wurzeln zu Bewässerung und dabei nicht viel tun zu müssen. Und dieses clevere Bewässerungssystem kann jeder Hobbygärtner ganz einfach selbst bauen: Dazu brauchen Sie Ollas.

Bewässerung der Pflanzen: Was sind Ollas?

Ollas sind Gefäße zur Wasserspeicherung, die aus porösem Ton bestehen. Dadurch ist die Gefäßwand durchlässig, sodass die Ollas sich hervorragend dafür eignen, Ihre Pflanzen im Garten zu bewässern. Denn das enthaltene Wasser tritt aus und versorgt die umliegenden Gewächse mit Feuchtigkeit.

So bewässern Sie Ihre Pflanzen mit Ollas

Es funktioniert ganz einfach: Sie graben die Tongefäße bis zum Rand hin in das Beet ein und füllen es mit Wasser. Sobald der Krug wieder leer ist, wird einfach nachgefüllt. Achten Sie allerdings unbedingt darauf, dass ein Deckel auf der Öffnung liegt, damit keine Stechmücken ins Wasser gelangen. Außerdem verhindern Sie damit, dass zu viel Wasser verdunstet.

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So basteln Sie sich selbst eine Olla

Ollas gibt es zwar fertig zu kaufen, allerdings sind sie im Kauf meist teurer als eine Alternative, die Sie sich ganz einfach selbst basteln können. Dazu brauchen Sie nur einen Blumentopf aus porösem Ton, der ein Abflussloch besitzt sowie Blu-Tack oder Zement. Wie genau Sie aus einem Blumentopf eine Olla zaubern, erklärt auch Hobbygärtnerin Tanya Anderson auf ihrem Blog Lovely Greens.

Bei der ersten Version des Tricks kleben Sie das Abflussloch des Blumentopfes einfach von oben und unten mit Blu-Tack zu. Blu-Tack ist ein wiederverwendbarer Klebstoff des Unternehmens Bostik. Die Klebemasse gibt es aber auch von anderen Herstellern unter anderen Namen. Eigentlich ist sie dafür bekannt, dass sich damit Poster und Ähnliches an die Wände kleben lassen. Der Vorteil an ihnen beim Basteln von Ollas ist jedoch, dass sie das Abflussloch im Topf abdecken und gut halten.

Bei der zweiten Version des Tricks kleben Sie die Unterseite des Blumentopfes zunächst mit einem Blu-Tack ab, während Sie das Innere ganz leicht mit Zement füllen. Nur so viel in etwa, dass der Boden abgedeckt ist und kein Wasser unkontrolliert durch das Abflussloch entrinnen kann. Ist der Zement fest - den Sie ganz leicht selbst mischen können -, können Sie das Blu-Tack unten wieder abziehen. Anschließend vergraben Sie den Topf wieder in der Erde und legen den dazugehörigen Untersetzer obendrauf, sodass die Öffnung verschlossen ist. Nun müssen Sie nur noch regelmäßig kontrollieren, ob noch Wasser vorhanden ist und wenn nötig nachfüllen.

Übrigens: Die Töpfe sind nicht winterhart. Deshalb sollten Sie sie spätestens im Herbst wieder ausgraben, auswaschen und fürs nächste Jahr lagern.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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