In einer Feuerschale auf einem Rasen brennen Holzscheite. Im Hintergrund sitzen Personen an einem Tisch.
+
Eine Feuerschale im Garten übt Faszination aus.

Experten-Kolumne Garten von Margareta Kulmann-Rohkemper

Faszination Feuer

  • Tobias Mühlenschulte
    vonTobias Mühlenschulte
    schließen

Uralt und doch gerade besonders modern: Viele Gartenbesitzer entdecken aktuell das Feuer für sich. Warum? Da gibt es viele gute Gründe – und die haben zum Glück nur am Rande mit Corona zu tun.

Zurück zur Natur – diese Ambition gibt es seit Langem, was nicht heißt, dass man auf die Annehmlichkeiten – und wohl auch Überflüssigkeiten – der Zivilisation verzichtet. Aber es bedeutet, dass viele Menschen wieder mehr Natur in ihr Leben integrieren wollen. Und da kommt im Garten dann ganz schnell auch das Feuer ins Spiel, denn neben Erde, Wasser und Luft, Holz und Metall gehört es zu den klassischen Elementen. Doch anders als Holz, aus dem etwa eine Terrasse entsteht, kreiert Feuer im Garten vor allem Atmosphäre und die wiederum prägt einen Ort.

Es bringt eine ganz besondere Stimmung in den Garten, wenn in einem Feuerkorb Flammen in den sich verdunkelnden Himmel züngeln. Dann rückt man eng zusammen und genießt Wärme und Gemütlichkeit in der kühler werdenden Nacht. Oder aber man verliert sich ganz beim Blick in die Flammen, lässt den Alltag hinter sich und kommt zur Ruhe. Natürlich gibt es neben diesen viele weitere Arten, Feuer im Garten zu genießen und in das Gartenleben zu integrieren. Ihnen allen gemeinsam ist: Feuer zieht an und hüllt ein, schafft einen Anlaufpunkt – und es sorgt dafür, dass man den Garten auch dann noch nutzen kann, wenn man sich ohne seine Wärme längst ins Haus zurückgezogen hätte.

Eine Feuerstelle im Garten ist also ein „Nutzungsdauerverlängerer“ – und damit wären wir dann doch bei Corona, denn aktuell sucht jedermann nach Möglichkeiten, das Sozialleben, das sich in den letzten Monaten so überwiegend draußen abgespielt hat, aufrechtzuerhalten. Gärten wurden – wenn vorhanden – die neuen Wohnzimmer, und mit einer Feuerstelle können sie das auch bis tief in den Herbst und sogar in den Winter hinein auch bleiben.

Aber bitte nicht einfach einen Feuerkorb irgendwo hinstellen. Auch ein solcher sollte sorgsam in den Garten integriert werden – aus Sicherheitsgründen ebenso wie unter ästhetischen Gesichtspunkten. Schließlich ist es nicht immer dunkel, und damit die Feuerstelle ebenso wie Terrasse, Beete und Möbel gut zu sehen. Deshalb sollte sie optisch überzeugen.

Steine oder Kies als Untergrund wählen

Der klassische Platz für eine Feuerstelle ist etwas abseits von Haus und Hauptterrasse. Damit rückt sie meist ganz automatisch näher an die Natur heran. Für ihre Gestaltung gibt es keine festen Regeln, die hängt, wie das meiste im Garten, von den Wünschen und Vorlieben der Besitzer ab. Was eine Feuerstelle definitiv braucht, ist ein sicherer Untergrund, am besten aus Stein oder Kies. Je nachdem, wie lange und intensiv man sich ums Feuer scharen will, sind natürlich auch Sitzgelegenheiten rundherum gefragt. Um das Archaische, das mit dem Feuer Einzug in den Garten hält, zu unterstreichen, bieten sich hier zum Beispiel Sitzquader aus nur grob behauenem Naturstein an, vielleicht mit einer Auflage aus wärmendem Wollfilz – zurück zur Natur eben.

Und dann braucht das Feuer natürlich noch ein Gefäß, in dem es brennen kann. Denkbar ist, wie am Strand oder im Zeltlager, einfach eine Stelle mit Steinen einzufassen und dort das Holz aufzuschichten. Etwas mehr Gestaltung bringen Feuerschalen oder Feuerkörbe in den Garten. Sie bestehen aus Eisen oder Stahl und sind in den unterschiedlichsten Größen und stilistischen Ausprägungen zu haben. Von schlicht und funktional über leicht verschnörkelt bis hin zu designig-edel, manche sehen gar wie Kunstwerke aus und bereichern allein mit ihrer Anwesenheit das Gartenbild.

Ihre Margareta Kulmann-Rohkemper

Margareta Kulmann-Rohkemper ist als Garten- und Landschaftsarchitektin in Marl tätig. Sie gehört den „Gärtnern von Eden“ an, einem Zusammenschluss von rund 50 Gartenbaubetrieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Immobilie verkaufen in Zeiten von Corona – worauf Hausbesitzer achten sollten
Immobilie verkaufen in Zeiten von Corona – worauf Hausbesitzer achten sollten
Immobilie verkaufen in Zeiten von Corona – worauf Hausbesitzer achten sollten
Vor dem Winter: Soll ich jetzt noch einmal den Rasen düngen?
Vor dem Winter: Soll ich jetzt noch einmal den Rasen düngen?
Vor dem Winter: Soll ich jetzt noch einmal den Rasen düngen?
Geniales Hausmittel: So haben Sie Aspirin garantiert noch nie verwendet
Geniales Hausmittel: So haben Sie Aspirin garantiert noch nie verwendet
Geniales Hausmittel: So haben Sie Aspirin garantiert noch nie verwendet

Kommentare