Immobilien als Kapitalanlage: Worauf kommt es dabei wirklich an?

Wer sein Geld gewinnbringend anlegen will, findet auf dem aktuellen Markt nicht gerade die besten Bedingungen vor. So ist die Rentabilität bei klassischen Kapitalanlagen aufgrund der niedrigen Zinsen derzeit alles andere als attraktiv. Dies ist auch ein Grund dafür, warum immer mehr Anleger ihr Kapital in Immobilien anlegen. Doch wie gut eignet sich das Betongold eigentlich als Kapitalanlage?

Warum ist das Anlegen von Kapital heute schwierig?

Die Niedrigzinspolitik ist für Anleger heute mit Abstand die größte Hürde in Bezug auf eine sichere Kapitalanlage. So werfen sichere Anlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Sparbücher aktuell kaum Zinsen ab. Selbst bei führenden Anbietern liegen die Zinsen nur leicht über der 1-Prozent-Marke. Einige eingeführt, sodass Anleger hier für ihr angelegtes Geld draufzahlen. Zwar existieren auf dem Markt ebenfalls alternative Anlageformen, allerdings weisen diese häufig ein verhältnismäßig hohes Risiko auf. Im Ozean der dürftigen Anlageformen scheinen Immobilien als Kapitalanlage jedoch eine lukrative Insel zu sein. Laut einer Reihe von Experten befindet sich der deutsche Immobilienmarkt derzeit in einem regelrechten Aufholprozess. Dies hat zur Folge, dass in vielen Regionen die Preise massiv ansteigen, was wiederum hohe Renditen verspricht.

Welche Arten von Anlageimmobilien sind besonders empfehlenswert?

Der Markt der Anlageimmobilien lässt sich grob in vier Teilbereiche separieren. Wer will, kann sein Kapital entweder in Häuser, Wohnungen, Gewerbeimmobilien oder Fonds investieren. Welche Anlage dabei am besten geeignet ist, hängt sowohl vom Kapitaleinsatz, als auch von der Risikobereitschaft ab. So bieten zum Beispiel Einfamilien- und Doppelhäuser eine verhältnismäßig schmale Rendite, sind dafür aber durch ein geringes Risiko gekennzeichnet. Mehrfamilienhäuser sind da schon deutlich rentabler, allerdings erhöhen potenzielle Leerstände oder problematische Mieter hier das allgemeine Risiko. Auch Gewerbeimmobilien erweisen sich in der Praxis als äußerst rentabel. Jedoch fällt das Risiko hier noch höher aus als bei den Mehrfamilienhäusern, da die Marktschwankungen im gewerblichen Bereich sehr stark ausfallen können. Immobilienfonds sind hingegen nur etwas für Kenner und Profis der Materie.

Was sind die Vor- und Nachteile von Anlageimmobilien in Deutschland?

Während die Niedrigzinsen für viele Anleger ein echtes Problem sind, können Investoren im Immobilienbereich von der Situation profitieren. So kann ein Objekt durch eine lange Zinsbindung vor steigenden Zinsen wirksam abgesichert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass in Deutschland viele Ballungsgebiete wie Köln, Berlin oder München und dessen Umgebung einem echten Boom unterliegen. Das dieser Art stellt Anlegern langfristig attraktive Renditeaussichten zur Verfügung. Ein Nachteil von Immobilien ist die Tatsache, dass diese auf lange Sicht von einem Wertverlust betroffen sein können. Beispielsweise kann eine begehrte Lage durch unvorhergesehene Einflussfaktoren wie städtebauliche Maßnahmen plötzlich an Attraktivität verlieren. Auch der hohe Kaufpreis von Immobilien kann für Anleger ein Hindernis sein.

Welche Faktoren gibt es bei der Investition in Immobilien zu beachten?

Wer für eine Geldanlage , muss im Vorfeld gleich eine ganze Reihe an Punkten beachten. Im ersten Schritt sollten die persönlichen Anforderungen an eine Anlageimmobilien genauestens festgelegt und notiert werden. Diese Auflistung kann bei der Suche nach einer passenden Immobilie als Grundlage genutzt werden. Vor allem Faktoren wie die Ausstattung, Lage, Verkehrsanbindung und der Zustand spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle. Weiterhin muss abgeschätzt werden, wie die zukünftige Entwicklung des Standortes verlaufen wird. Auch bestehende Strukturen wie zum Beispiel die Mietverhältnisse und die Eigenschaften der Mieter sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Selbstverständlich muss ebenfalls der Preis für die Immobilie stimmen und im besten Fall die Marktsituation wiederspiegeln.

Das Fazit

Summa summarum zeigt sich, dass Immobilien Anlegern durchaus zu attraktiven Renditen verhelfen können. Allerdings sind Immobilien als Anlageform bei weitem kein Selbstläufer, sodass eine genaue Planung und ein strukturiertes Vorgehen hier von großer Bedeutung sind.

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