Immobilien
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Immobilien – Preisanstieg geht konstant weiter

Trotz oder wegen der Corona-Krise zeigt sich der Immobilienmarkt scheinbar krisenfest. Die Preise für gewerbliche Immobilien sowie für den privaten Wohnungs- und Häusermarkt zeigen deutlich nach oben. 

Besonders in Großstädten wie Berlin oder Leipzig zeigt sich diese Entwicklung sehr gut. Der Quadratmeter in der beliebten Buchmessestadt Leipzig kostet inzwischen 2.170 Euro. Durch die günstigen Kosten für Fertighäuser ist die Zeit für das Eigenheim im Grünen reif. Im Vergleich zu Berlin mag das nur der halbe Preis sein, aber er belegt, dass der Lockdown mit all seinen finanziellen Konsequenzen in der Immobilienbranche nicht so gravierende Einschläge verzeichnen konnte. Ganz im Gegenteil, auch Düsseldorf, Stuttgart und Köln verzeichnen einen Anstieg.

Nachfrage im Osten und Westen steigt

Viele der bereits geplanten Käufe von privaten Immobilien wurden in der Coronakrise nicht gestrichen, sondern lediglich aufgeschoben. Auch die befürchtete Krise durch Zwangsversteigerungen infolge von Kurzarbeit oder Jobverlust dürfte nicht in dem angenommenen Ausmaß über Deutschland hereingebrochen sein. Sollte diese positive Aussicht bestehen bleiben, steigen die Preise für Immobilien erwartungsgemäß weiter.

Experten möchten nicht von einem Corona-Effekt sprechen, aber viele ostdeutsche und westdeutsche Städte profitieren von der steigenden Nachfrage. Jena und Chemnitz sowie Erfurt liegen im Osten an der Spitze, während in Westdeutschland auch kleinere Städte wie Reutlingen, Wiesbaden und Fürth gefragt sind. In eher kleineren Großstädten boomen vor allem renovierte Objekte.

Der Traum vom eigenen Haus boomt

Der Krise zum Trotz oder weil aus der Unsicherheit vergangener Tage der Wunsch nach einem eigenen Heim, in das man sich zurückziehen kann und sicherfühlt, zugenommen hat, sind vor allem Ein- bis Zweifamilienhäuser und Fertighäuser gefragt. Die steigenden Immobilienpreise zeigen das. Wer sein Traumhaus später baut oder kauft, zahlt mehr: Für das Grundstück, die Immobilie beim Kauf und bei allen Folgekosten wie Makler, Grundsteuer, Innenausstattung oder bei der Haustechnik u.ä. 

Natürlich lässt sich die Krise nicht schönreden und es steht außer Frage, dass in den ersten Monaten der Corona-Pandemie nicht jeder die Nerven hatte, sich um die Hausfrage zu kümmern. Interessant ist, dass die krisensicheren Objekte qualitativ hochwertiger sind, was ein weiterer Grund für die gestiegenen Kaufpreise sein könnte. Sobald jedoch das Angebot die örtliche Nachfrage übersteigt, wird der Kurs sinken.

Immobilien und Kurse

Schwieriger zu verkaufen sind sogenannte Schrottimmobilien. Diese unsanierten Häuser stammen aus den fünfziger Jahren und stehen meist an einer stark befahrenen Straße. Diese Objekte zu verkaufen ist aktuell etwas aufwändiger, da viele potenzielle Hauskäufer langfristiger denken und sehr genau auf die Umgebung ihrer zukünftigen Wohnsituation achten.

Ein weiterer Grund für die steigende Frage nach Wohnungen oder Doppelhaushälften ist zum Beispiel das Homeoffice oder die Geburt eines weiteren Kindes. Hier ist der Wohnbedarf dringender und somit ist man bereit, mehr für die Immobilie oder das Reihenhaus zu bezahlen. Trotz Krise geht der IVD von einer Steigerung der Kaufpreise zwischen vier bis fünf Prozent aus im Vergleich zum Jahr 2019. Zudem sind die Bauzinsen extrem niedrig. Für ein Darlehen mit einem Festzinssatz auf zehn Jahren gelten rund 0,85 Prozent, nur unmerklich mehr als unmittelbar vor dem Eintreten der Corona-Pandemie in Deutschland.

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