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Internet-Cafés in Recklinghausen: Gibt es sie noch?

Recklinghausen - Meist waren sie ein wenig dunkel, ein wenig verraucht und ein wenig zu stark geheizt: Die Internetcafés aus der Mitte der 1990er Jahre. Sie waren beliebt, konnte man doch dort gegen ein relativ geringes Entgelt im World Wide Web surfen, chatten oder auch sich einfach mit der Materie Internet vertraut machen.

In Zeiten der vereinfachten Zugangsmöglichkeiten ins Internet oder heute überall verwendeten internetfähigen Mobilgeräte müssten diese Art von Cafés doch eigentlich ausgestorben sein, oder? Weit gefehlt: Denn es gibt sie immer noch, die Internet-Cafés in und um Recklinghausen.

Was hat sich an den Internet-Cafés verändert?

Auch heute noch bilden Computer mit Internetzugang natürlich den Mittelpunkt eines solchen Internet-Cafés. Ebenso wie früher gibt es auch heute immer noch Snacks und Getränke für die Besucher dort. “Auch Drucker und andere Zubehörteile gibt, mit denen man sich wichtige Unterlagen oder auch Bus- und Bahntickets ausdrucken kann, gehören zum Standard.”, so Johann Krüger, IT-Experte von technikhiwi.de. Natürlich haben sich generell das Zubehör und die Technik weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklung spürt man natürlich auch in den Cafés von heute.

Doch längst sind die Zeiten vorbei, in denen ein Besucher dem nächsten Platz machen musste oder gar die Zugangszeiten generell auf eine oder zwei Stunden begrenzt werden mussten, weil es so viele Nutzer gab, die Schlange standen. Auch gibt es längst rauchfreie Zonen im Internetcafé von heute und meist auch eine bessere Beleuchtung, als kurz vor der Jahrtausendwende.

Doch noch etwas hat sich geändert, wenn man die wenigen noch verbliebenen Internet-Cafés von heute betrachtet: Das Kerngeschäft der Betreiber ist längst nicht mehr nur die bezahlte Internetnutzung. Vielmehr könnten einige der Café-Betreiber gar nicht mehr ohne Zusatzeinnahmen existieren. Der Verkauf von Handy- und Telefonkarten ist oder die Reparatur von Mobilgeräten zum Beispiel ist längst das zweite oder gar dritte Standbein von Ladenbesitzern mit Internetcafé in und um Recklinghausen geworden.

Wo gibt es in und um Recklinghausen noch Internet-Cafés?

Neben dem Chat-Palast Kerter und dem AWO-Internet-Café für Senioren direkt in Recklinghausen gibt es zahlreiche kleine Läden, in denen man auch heute noch surfen, chatten, googeln oder Emails schreiben kann. Häufig sind sie mit einem Call-Shop gekoppelt oder werben mit Spielekonsolen, die man vor Ort testen und nutzen kann.

Dementsprechend hat sich wohl auch die Klientel geändert. Waren es einst reinste Internet-User, stehen heute wohl auch oft die Gamer und Rentner parat, um den Rechner hochzufahren und ins Internet zu gehen oder das Café zu frequentieren. Oder eben Leute, die beim Surfen ein gewisses Maß an Anonymität suchen.

Einige Adressen für diese in die Jahre gekommenen Cafés finden sich zudem in unmittelbarer Nähe von Recklinghausen:

  1. in der Marktstraße in Oer-Erkenschwick
  2. in der Ahsener Straße in Datteln
  3. in der Hauptstraße in Herne

Auch wenn diese kleinen Läden weniger werden, sind sie wohl doch noch längst nicht unnütz geworden. Denn nicht jeder hat zu Hause schnelles Internet, die nötige Ausstattung oder eine Flat für den Internetzugang. Außerdem bieten die heutigen Internet-Cafés auch heute noch das, was man soziales Miteinander nennen kann.

Sie sind eine Anlaufstelle für alles rund um das World Wide Web, bei dem man nicht nur virtuelle Kontakte knüpfen und pflegen kann, sondern auch auf diesem Wege Hilfe für viele Lebensfragen findet.

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