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Investment in Kryptowährungen - So geht's

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB), die auch als Nullzinspolitik bezeichnet werden kann, hat dafür gesorgt, dass die klassischen Sparprodukte absolut unattraktiv geworden sind. Heutzutage können Sparbücher wie Tagesgeldkonten nicht mehr empfohlen werden, sofern es um eine gewinnbringende Veranlagung geht.

Denn die Guthabenzinsen liegen in der Regel bei weiter unter 1,0 Prozent - berücksichtigt man des Weiteren die Inflation, so verliert das Geld tatsächlich noch an Kaufkraft. Das heißt, mit dem klassischen Sparprodukt verliert man Ende sogar noch Geld.

Somit mag es keine große Überraschung sein, warum sich immer mehr Sparer mit Alternativen befassen. Hier gibt es einerseits den Aktienmarkt, andererseits aber auch Kryptowährungen. Denn digitale Währungen werden nicht nur als Zahlungsmittel wahrgenommen, sondern werden von immer mehr Menschen als Spekulationsobjekt gesehen.

Befasst man sich mit der Historie des Bitcoin, so mag das auch sehr wohl nachvollziehbar sein. Jedoch ist ein Investment in den Kryptomarkt ausgesprochen riskant. Hohe Verluste können einfach nie zur Gänze ausgeschlossen werden.

Der Kauf

Das Prinzip erinnert natürlich an den Aktienmarkt. Man erwirbt Coins einer bestimmten Kryptowährung und hofft, dass diese eine Kurssteigerung verbuchen - das heißt, man spekuliert damit, die erworbenen Coins zu einem höheren Preis verkaufen zu können. So ähnlich verhält es sich auch mit Aktien. Jedoch gibt es hier den Unterschied, dass man als Aktionär zugleich auch Anteile an einem Unternehmen hält. Man beteiligt sich sozusagen an der Aktiengesellschaft und hat sogar ein Stimmrecht bei Hauptversammlungen. Zudem gibt es noch Dividenden - das heißt, neben der Kurssteigerung darf man sich noch über eine Gewinnbeteiligung freuen. Wer Coins einer Kryptowährung besitzt, der kann nur auf die Preissteigerung hoffen.

Aktienentwicklungen sind zudem auch eine Spur einfacher einzuschätzen. Aufgrund technischer wie fundamentaler Analysen sowie auch Informationen zum Unternehmen ist es möglich, einen guten Überblick zu bekommen, ob es eher nach oben oder nach unten gehen wird.

Der Kryptomarkt ist hingegen ausgesprochen volatil. Hier geht es ständig nach oben wie nach unten. Zudem können immer wieder unvorhergesehene Ereignisse für richtig starke Beben sorgen - so etwa, wenn neue Kryptowährungen auf den Markt kommen sollen oder eine Börse Opfer eines Hackerangriffs wurde.

Wie entwickelt sich der Kurs?

Man muss jedoch keinen Bitcoin kaufen, sondern kann sein Geld auch auf die Kursentwicklung setzen. Das heißt, hier geht es rein darum, dass man mit seiner Einschätzung, wie sich der Markt entwickeln wird, richtig liegt. Somit kann man auch darauf Geld setzen, dass eine bestimmte Kryptowährung abstürzt.

Schlussendlich gibt es einige Prognosen, die durchaus eine Hilfe sein können, wenn es darum geht, die richtige Entwicklung vorherzusagen. An dieser Stelle ist jedoch zu erwähnen, dass eine Prognose aber nie eine Gewinngarantie darstellt. Denn ganz egal, auf welche Daten und Fakten man sich beruft - der Markt ist, wie bereits erwähnt, derart volatil, sodass es natürlich jederzeit in die andere Richtung gehen kann.

Aus diesem Grund sollte man auch nur Geld investieren, das frei zur Verfügung steht - also zumindest in der Theorie verloren werden darf.

Wichtig ist, dass im Zuge des sogenannten CFD Handels mit risikoreduzierenden Instrumenten gearbeitet wird. Nur so kann der Verlust schon im Vorfeld, zumindest zum Teil, begrenzt werden.

Warum der Bitcoin immer mehr Menschen anspricht

Zu Beginn des Jahres 2017 lag der Bitcoin bei gerade einmal 1.000 US Dollar. Zwölf Monate später, also kurz vor Weihnachten, stellte die digitale Währung den bis heute nicht mehr erreichten Allzeitrekord auf - der Bitcoin kratzte tatsächlich an der 20.000 US Dollar-Grenze. Wer hier zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen ist, durfte sich über einen ausgesprochen attraktiven Gewinn freuen.

Jedoch nur dann, wenn auch zum richtigen Zeitpunkt wieder verkauft wurde. Wenig später rutschte der Bitcoin unter 10.000 US Dollar - Ende 2018 bewegte sich die digitale Währung bei gerade einmal 3.000 US Dollar. Doch Anfang 2019 feierte die Mutter aller Kryptowährungen ein Comeback: Bis Juni kletterte der Kurs auf fast 14.000 US Dollar, wobei der Absturz nach dem Sommer folgte. Nun liegt der Bitcoin (Stand: Mitte Dezember 2019) bei rund 7.000 US Dollar.

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