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Nicht nur das Handwerk ist vom Fachkräftemangel betroffen. Doch Chefs aller Branchen haben Möglichkeiten, dem Problem entgegenzuwirken.

Kritik der Fachkräfte

Fachkräftemangel: Das sollten Chefs verbessern, um mehr Bewerber anzulocken

Deutschlandweit bleiben viele Stellen in nicht-akademischen Berufen unbesetzt. Eine Studie zeigt nun, wie Chefs dem Fachkräftemangel entgegenwirken könnten.

  • Der Fachkräftemangel stellt in vielen Branchen ein scheinbar unlösbares Problem dar.
  • Eine Studie des Marktforschungsinstituts Respondi zeigt aber, dass Chefs diesem Zustand zumindest geringfügig entgegenwirken können.
  • Die Befragung thematisiert die Zufriedenheit der Fachkräfte mit ihren Vorgesetzten.

Zahlreiche unbesetzte Stellen in Bereichen wie Handwerk oder Pflege geben zu denken. Wie können neue Bewerber angelockt werden oder wie kann man für berufstätige Fachkräfte ein angenehmeres Arbeitsumfeld schaffen, um sie im Job zu halten? Dabei ist es nicht immer ein hohes Gehalt, auf das potentielle Bewerber, Azubis und ausgelernte Fachkräfte Wert legen. Eine Studie des Portals meinestadt.de hat festgestellt, dass die Beziehung zu den Vorgesetzten eine ebenso wichtige Rolle spielt.

Was sich Fachkräfte von ihren Chefs wünschen

Schlechte Chefs sind bekanntlich ein typischer Kündigungsgrund. Wer sich dagegen besser mit den Vorgesetzten versteht, ist nicht nur glücklicher, sondern spricht auch allgemein positiver über das Unternehmen. Ein guter Ruf wiederum lockt mehr Bewerber.

Auch interessant: An diesen Punkten erkennen Sie, wie schwach Ihr Chef wirklich ist.

Um herauszufinden, wie zufrieden Fachkräfte mit ihren Chefs sind, hat das Marktforschungsinstitut Respondi 2.085 Personen mit Berufsausbildung im Alter von 25 bis 65 Jahren nach ihren Erfahrungen befragt. Das Magazin WirtschaftsWoche stellte die Zahlen vorab zur Verfügung:

Abgefragte Informationen

Fachkräfte, die sich diese Eigenschaft oder dieses Verhalten von ihrem Chef wünschen

Fachkräfte, die ihrem Chef diese Eigenschaft oder dieses Verhalten zuschreiben würden

Vorgesetzte sollen fachlich kompetent sein

87,2%

65%

Vorgesetzte sollen die Arbeit der Fachkraft wertschätzen

86,1%

58%

Vorgesetzte sollen Vertrauen und Rückhalt bieten

84,4%

56,5%

Vorgesetzte sollen helfen

69%

circa 41%

Vorgesetzte sollen motivieren

circa 69%

circa 38%

Vorgesetzte sollen die allgemeine Arbeitsbelastung im Blick haben

64%

36%

Vorgesetzte sollen Erwartungen mitteilen und Fachkräften Ziele setzen

76,5%

circa 50%

Von Vorgesetzten soll man lernen können

75%

50%

Vorgesetzte sollen als Vorbilder fungieren

32%

26%

Fachkräfte wollen auch privat etwas mit den Vorgesetzten unternehmen

15%

18%

Lesen Sie auch: Vorsicht: Dieser Satz Ihrem Chef gegenüber kann Sie den Job kosten.

Welche Schlüsse können Vorgesetzte aus dem Ergebnis ziehen?

In fast allen Punkten weisen die Ergebnisse eine hohe Diskrepanz zwischen den Vorstellungen der Fachkräfte und der Realität im Betrieb auf. So wünschen sich viele Arbeitnehmer fachlich kompetente Vorgesetzte, die ihre Arbeit wertschätzen und gleichzeitig Vertrauen und Rückhalt bieten. In Wahrheit würden aber nur knapp über 50% der Befragten ihren Chefs diese Eigenschaften und Verhaltensweisen zuschreiben.

Wie die WirtschaftsWoche anmerkt, sei es also insbesondere im Anbetracht des akuten Fachkräftemangels ratsam, die Wünsche der Mitarbeiter zu beherzigen und weitestgehend umzusetzen.

Erfahren Sie mehr: An diesen sieben Anzeichen erkennen Sie einen bösen Chef sofort.

Video: Fachkräftemangel wird zum größten Problem der Wirtschaft

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Gehalt: Zehn Berufe, in denen Sie super verdienen - ohne Chef zu sein

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