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Abbildung 1: In der letzten Zeit hatten es gerade Selbständige recht schwer, doch wie lässt sich eine solche Krise überstehen?

Selbstständige auf Sparkurs: Wie sich Existenzen durch harte Maßnahmen retten lassen

Insbesondere in Krisenzeiten stellen hohe Kosten für Selbstständige eine riesige Herausforderung dar. Wenn weiterhin Kosten anfallen, doch kaum oder kein Geld hereinkommt, um die Rechnungen zu begleichen, ist guter Rat schnell teuer. Aber gibt es Maßnahmen, die Kosten zu minimieren? Sicherlich gibt es diese, doch muss jedem Selbstständigen bewusst sein, dass diese Maßnahmen auch die eigene Person mit einbeziehen. 

Auf die Kernaufgaben konzentrieren

Einigen Selbstständigen fällt es schwer, andere haben ohnehin das Gefühl, vor lauter Arbeit gar nicht mehr zu den Anliegen zu kommen, die die Selbstständigkeit ausmachen. Im letzteren Fall ist die Krise eine Chance, denn es geht darum, sich endlich wieder um die Kernaufgaben zu kümmern:

-     Kundenakquise – hiermit sind Neukunden gemeint, doch sollten auch die Bestandskunden gezielt bei der Stange gehalten werden. Neukunden bringen frischen Schwung in das Geschäft, die Bestandskunden sind meist die, die bestellen, wenn es gerade mal nicht so gut läuft.

-     Hauptkonzentration – geht der Großteil der Konzentration in das Kerngeschäft, lässt sich automatisch mehr schaffen und somit mehr Geld verdienen. Dafür müssen ablenkende Tätigkeiten natürlich anderweitig geregelt werden.

Die Krise ist eine echte Möglichkeit, um zeitraubende, doch wichtige Aufgaben anderweitig abzuarbeiten oder aber, diese Tätigkeiten zeitsparender zu erledigen. Das ist oft schon mit wenigen Schritten möglich:

-     Buchhaltung – die Buchhaltung nimmt in vielen Betrieben einen enormen Zeitbedarf ein. Rechnungen müssen gestellt und gebucht werden, Zahlungen verglichen, zugeordnet und schließlich korrekt gebucht. Mit einer entsprechenden Buchhaltungs- und Rechnungssoftware funktioniert dies kinderleicht und sehr schnell. Die Rechnungssoftware erstellt die Rechnungen korrekt für das Finanzamt, sodass etwaige Nachbearbeitungen entfallen. In dieser Vergleichstabelle von Vergleich.org lassen sich entsprechende Programme finden.

-     Zeitfenster – Unternehmer sollten sich fortan den Tag fest planen. So können täglich dreißig Minuten für die Buchhaltung aufgewandt werden, ohne dass Zeit vom Tagesgeschäft abgeht. Auch fixe Zeitfenster für Kundengespräche, die Akquise, die Bearbeitung von E-Mails sind wichtig, denn so bleibt eine feste Zeitspanne für das eigentliche Geschäft.

In einer Krise ist es immens wichtig, nicht nur die Nachteile zu sehen, sondern Vorteile aus dem Schlechten für sich herauszuziehen. Umstrukturierungen können auf lange Sicht stets der bessere Weg sein – ein Selbstständiger, der überwiegend das Kerngeschäft betreut, sich aber nicht in Nebenschauplätzen verliert, der schafft in einem kürzeren Arbeitstag mehr und steigert die Einnahmen.

Unnötige Ausgaben reduzieren

Vor einer Krise und in einer Krise würden viele Unternehmer behaupten, dass sie längst unnötige Kosten einsparen. Pünktlich zur Mittagszeit kommt dann der Essenslieferdienst, auf dem Weg zum Kundentermin wird noch schnell ein Kaffee unterwegs mitgenommen. Und was lässt sich daraus lernen? Die Kostenfallen hängen mit der Person, nicht mit dem Betrieb zusammen:

-     Unnötige Kosten aufdecken – wer jemals ein Haushaltsbuch geführt hat, der weiß, dass monatlich viel Geld übrig bliebe, wenn nicht diese Kleinstausgaben wären. Sie fallen im Alltag nicht auf, summieren sich aber. Mitunter kann es auch für einen Selbstständigen wichtig sein, für sich selbst einmal das Projekt ›Unternehmens-Haushaltsbuch‹ zu starten. Kostenfallen lassen sich so sehr einfach aufdecken und oft sind es die kleinen Posten, die sich sprichwörtlich läppern: Das Brötchen beim Bäcker, der Döner zum Mittag, die Cola aus dem Supermarkt, der Parkschein, weil der kostenpflichtige Parkplatz einige Meter näher liegt.

-     Kosten einsparen – rund um die Verköstigung lassen sich schnell Lösungen finden. Es gilt, fortan wieder das ›Pausenbrot‹ von zu Hause mitzunehmen. Selbstständige, die alleine leben, können damit sogar noch etwas Gutes schaffen, denn kochen sie vor und nehmen eine Mahlzeit mit auf die Arbeit, wird weniger weggeschmissen. Zudem verderben Produkte seltener zu Hause, wodurch natürlich auch Geld gespart wird.

-     Dienstwagen – ist er wirklich notwendig? Oft wird Selbstständigen schon in den Anfangstagen suggeriert, dass ein Dienstwagen ein Must-have ist. Doch: Wie oft wird er wirklich genutzt? Viele Unternehmer haben durchaus ihren Privatwagen und nutzen das Dienstauto rein beruflich. Sie zahlen natürlich doppelt – und beide Fahrzeuge könnten die Aufgaben übernehmen.

-     Büroräume – auch die festen Büroräume gelten als Must-have. Oder galten, denn die Sichtweise hat sich durchaus gewandelt. Natürlich sind Büroräume für einige Selbstständigen wichtig und notwendig, was immer dann der Fall ist, wenn mehrere Arbeitnehmer verpflichtend zusammenkommen müssen. Doch klappt die Arbeit auch im Home-Office, können die Büroräume wenigstens verkleinert, wenn nicht abgeschafft werden. Für geschäftliche Termine oder Meetings stehen längst hervorragende Lösungen rund um Shared-Offices zur Verfügung. Sie sind längst nicht mehr die ›kleine-Leute-Lösung‹, sondern insbesondere im Ausland ein gängiges Bild.

Natürlich lassen sich nicht alle Kosten von jetzt auf gleich reduzieren. Während an den persönlichen Ausgaben gearbeitet werden kann, hängen Dienstwagen oder Büroräume von Verträgen ab, die nur mit einer entsprechenden Frist gekündigt werden können. Die Frist hilft aber auch, eine alternative Lösung zu finden und eventuelle Ungereimtheiten im Vorfeld zu klären.

Selbstverständlich funktionieren diese Optionen nicht für jeden Selbstständigen. Im Produktions- oder Forschungsgewerbe ist es nicht machbar, Räumlichkeiten aufzugeben, denn mit ihnen würde die Produktion oder das Labor wegbrechen. Doch auch in diesen Bereichen lassen sich Räumlichkeiten verkleinern. Ist es notwendig, dass wirklich alle kaufmännischen Angestellten im Büro arbeiten? Wer eigene Räumlichkeiten besitzt, der kann auch überlegen, ob es nicht möglich wäre, die Büroräume direkt, doch abgegrenzt, in die Produktionshallen zu legen. Bei Immobilienbesitz ließen sich so die einstigen Räumlichkeiten gar vermieten, was wiederum Geld in das Unternehmen bringt.

Abbildung 2: Es existieren viele Möglichkeiten, um die eigene finanzielle Situation zu verbessern.

Fazit – in jeder Krise stecken Möglichkeiten

Steht einem das Wasser bis zur Unterkante der Oberlippe, ist es schwer, noch etwas Positives aus der Situation mitzunehmen. Dennoch bedeutet eine Krise auch, dass die Chance für Erneuerungen und Änderungen gegeben ist. Aktuell würde niemand negativ über einen Selbstständigen denken, der die Räumlichkeiten verkleinert oder vollständig auf das Home-Office umstellt. Das Verständnis wäre groß und da es viele Betriebe so machen und nicht zu ändern gedenken, wird diese Arbeitswelt die neue Normalität. Auch ist der Dienstwagen mitunter nicht unbedingt notwendig, sondern ein reiner Kostenverursacher. Wichtig ist allerdings, alle Ablenkungen vom Tagesgeschäft zu verringern und diesbezüglich auf hilfreiche Programme und Software zu setzen.

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