Shopping Online Rechnung
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Online-Shopping und Rechnungskauf passen eigentlich gut zusammen - doch zu viele Bonitätsabfragen durch Händler können zu einem Problem werden.

Kauf auf Rechnung kann die Bonität beeinflussen

Der Kauf auf Rechnung ist wunderbar simpel. Gerade beim Onlineshoppen, wenn sich Verbraucher nicht absolut sicher sind, ob ein Händler seriös ist oder nicht, wird der Rechnungskauf sogar empfohlen. Andere Händler bieten teilweise den Rechnungskauf als alleinige Möglichkeit an, wenn sie Möbel erst in einigen Wochen liefern können. Aber beeinflusst diese Zahlungsmethode die Bonität? Wirkt sich der Kauf auf Rechnung nun positiv auf die Bonität aus, weil der Händler dem Kunden schließlich seine Ware vorab ohne die erbrachte Gegenleistung anvertraut, oder ist der Rechnungskauf doch negativ?

Kauf auf Rechnung: Einfaches Prinzip

Der Kauf auf Rechnung gehört mit zu den ältesten Zahlungsarten. Schon die Versandhäuser mit ihren dicken Katalogen in den 70ern und 80ern arbeiteten nach diesem Prinzip. Der Kunde kaufte ein, schickte den Bestellschein ab, die Ware kam mitsamt der Rechnung. Und auch heute bieten viele Händler den Rechnungskauf an. Aus guten Gründen:

- Vertrauen – der Rechnungskauf schafft Vertrauen beim Kunden. Gerade unbekanntere Händler können davon profitieren, denn der Kunde erhält die Ware erst und zahlt später.

- Simpel – der Rechnungskauf bedeutet nur einen Klick des Kunden. Er muss schlichtweg den Button anklicken oder ein Häkchen am gewünschten Ort machen. Bankdaten brauchen nicht eingegeben zu werden, Kontodaten nicht übermittelt.

Allerdings bietet nicht jeder Händler den Rechnungskauf an – oder aber, er führt ihn nicht selbst durch. Viele Anbieter gehen hin und nutzen für die Abwicklung einen Zahlungsdienstleister. Das ist oft der, der auch für Sofortüberweisungen oder Ratenkäufe zuständig ist.

Warum ist ein Kauf auf Rechnung nicht immer möglich?

Manchmal funktioniert der Kauf auf Rechnung nicht. Wahlweise, erhält der Kunde die Möglichkeit gar nicht zur Auswahl, alternativ wird der Kauf abgelehnt. Aber wieso?

- SCHUFA-Abfrageetliche Händler fragen schon die Bonität des Kunden ab, während er durch den Bestellprozess geleitet wird. Ist die Bonitätsabfrage negativ, wird oft gar nicht mehr der Rechnungskauf als Option eingeblendet. Alternativ wird dem Kunden gesagt, dass er eine andere Zahlungsoption wählen muss.

- Zustandekommen – der Rechnungskauf ist ein Vertrauensgeschäft. Der Kunde erhält die Ware, bevor der Händler das Geld hat. Gerade bei höheren Beträgen ist die Rückversicherung über die SCHUFA somit verständlich. Nur: Etliche Kunden haben eine gute Bonität und werden plötzlich beim Rechnungskauf abgelehnt. Dies kann an zu vielen Bonitätsabfragen durch Händler liegen.

Die Problematik liegt somit oft an den Händlern. Da diese oft schon im Vorfeld eine SCHUFA-Anfrage stellen und nicht erst, wenn der Bestellvorgang tatsächlich abgeschlossen wurde, summieren sich schnell die verschiedenen Anfragen. Die Anfragen stellen nun zwar keine negativen Einträge dar, stehen aber dennoch in der Kartei und beeinflussen den Score für eine gewisse Zeit.

Welche Alternativen gibt es zum Rechnungskauf?

Welche Alternativen zur Verfügung stehen, hängen von den eigenen Beweggründen ab. Sollte die Ware auf Rechnung gekauft werden, weil der Händler unbekannt ist, so können andere Zahlungsalternativen genutzt werden. Wichtig ist, dass diese einen Käuferschutz bieten, sodass der Kunde notfalls das Geld zurückerhält, wenn der Händler die Ware nicht liefert.

Anders sieht es aus, wenn der Rechnungskauf genutzt wird, um die Zahlung ein wenig hinauszuzögern. In diesem Fall kommt es auf die eigene Bonität an, welche Optionen noch zur Verfügung stehen:

- Kredit – die Kreditaufnahme funktioniert nur bei einer soliden Bonität auf dem üblichen Weg. Es gibt allerdings Kreditlösungen, die auch ohne SCHUFA funktionieren, allerdings sind die Konditionen meist ein wenig schlechter. Ein Kredit trotz Schufa bei creditsun.de bietet jedoch durchaus Möglichkeiten.

- Minikredite – sie belaufen sich auf sehr geringe Summen, meist nie über 1.500,00 Euro. Diese Kredite sind aber auch schon bei Summen, die weit unter dem Betrag liegen, erhältlich. Durch die geringe Höhe werden sie einfacher vergeben, teils auch ohne SCHUFA. Jedoch sind die Laufzeiten sehr kurz, sodass Nutzer die Summen in dreißig, allenfalls hundert Tagen zurückzahlen müssen.

Mitunter kann es sehr einfach sein, einen Kredit aufzunehmen. Selbst wenn der Rechnungskauf abgelehnt wird, kann der SCHUFA-Score bei einer Kreditanfrage positiv ausfallen. Da Händler und Banken unterschiedliche Scores erhalten, könnte davon ausgegangen werden, dass der Kunde mit einem Kredit besser umgeht, als mit verschiedenen Rechnungskäufen.

Die beste Option ist allerdings, zuerst nur per Lastschrift oder Überweisung zu bezahlen. Sinkt der SCHUFA-Score aufgrund diverser Anfragen, müssen diese Einträge irrelevant werden, sodass sie nicht mehr allzu stark ins Gewicht fallen. Nach einem Jahr werden sie ohnehin gelöscht.

Probleme durch Rechnungskäufe vermeiden

Grundsätzlich sollten Nutzer genau hinschauen, was sie im Internet anklicken und wie häufig sie ihre Einwilligung zu SCHUFA-Abfragen geben. Korrekt ist es, wenn die Anfrage erst nach dem Abschicken der Bestellung durchgeführt wird. Sämtliche vorherige Abfragen sind aus Sicht des Verbraucherschutzes heikel.

Auch bei Kreditanfragen müssen Verbraucher darauf achten, dass die Bank einzig eine Konditionenanfrage bei der SCHUFA stellt und keine Kreditabfrage. Letztere wird nämlich wieder gespeichert und kann bei inflationärer Nutzung den Score negativ beeinflussen. Dies ist bei einer Konditionenabfrage hingegen nicht der Fall.

Verbraucher sollten beim Rechnungskauf immer genau hinschauen. Wer trotz guter Bonität abgelehnt wird, ist eventuell ein Opfer zu vieler Bonitätsabfragen in zu kurzer Zeit geworden.

Fazit – nicht den Bestellvorgang beginnen

Es ist ein ganz gewöhnlichen Vorgehen: Beim Onlineshopping werden die Produkte in den Warenkorb gelegt und daraus schließlich mit den Produkten der Konkurrenz verglichen. Sobald jedoch ein Nutzerkonto angelegt oder nur der Name ins Bestellformular eingegeben wird, kann schon eine Abfrage der SCHUFA erfolgen. Vergleicht der Kunde nun die Waren bei drei Händlern und führen sie alle die Abfrage durch, kann sich das folgend negativ auswirken.

Der Rechnungskauf ist allerdings allein kein Makel aus Sicht der SCHUFA. Es kommt rein auf die Häufigkeit der gestellten Anfragen an – und natürlich darauf, ob der Kunde schließlich seinen Verpflichtungen nachkommt.

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