Herstellung von Kautabak
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Nur wenige Firmen beherrschen in Europa die Kunst der Herstellung von Kautabak!

Das rauchfreie Nikotinvergnügen

Kautabak, ein Genuss mit Tradition

Heute wird Kautabak ähnlich dem Schnupftabak nur noch von einer Minderheit genossen. Die Zigarette ist das Medium unserer Zeit, mit welchem dem Körper die stimulierenden Eigenschaften des Nikotins zugeführt werden. 

Doch es gibt immer noch genügend Menschen, welche einen guten Pfriem zu schätzen wissen. Sie sind davon überzeugt, dass der rauchfreie Konsum von Kautabak dem der Zigarette überlegen und vor allem der Geschmack um Einiges intensiver sei. Zwar kann auch Kautabak kanzerogene Konsequenzen mit sich führen, davon aber bedeutend weniger als durch den Glimmstängel. Die eigene Gesundheit wird weitaus geringer mit Giftstoffen belastet. Zudem wird das Umfeld nicht belästigt und die Thematik des Passivrauchens bleibt außen vor.

Ähnlich wie bei Zigarren steht hinter dem Kautabak ein Kult um hochwertige Materialien und traditionelle Handarbeit! So gibt es in Europa nur noch wenige Manufakturen, welche die zeitaufwendige Produktion von hochwertigen Tabakmischungen beherrschen. Diese wird nämlich mit einem enormen Aufwand betrieben, der dem der Weinproduktion wenig nachsteht.

Geschichte des Kautabaks

Ihren Ursprung hat die Tabakpflanze in Amerika. Die Ureinwohner des Kontinents kannten die Wirkung der Pflanze schon seit Urzeiten. Kein geringerer als Christoph Columbus ist dafür verantwortlich, dass der Tabak den Weg über den Atlantik fand. Er erhielt einige Gewächse als Geschenk und brachte diese nach Europa. Die Eroberer lernten den Gebrauch, indem sie sahen, dass die Einheimischen die Blätter mit zerstoßenen Muscheln mischten und kauten. In Europa dann begann die Pflanze sofort ihren Siegeszug und verbreitete sich rasend schnell.

Die Ausprägung der Pflanze als Kautabak ist den Seeleuten zu verdanken. Auf ihren vielen Reisen verbrachten sie lange und einsame Stunden auf den Weltmeeren. Die Schiffe der Zeit bestanden in ihrer Gänze aus Holz und so war es aufgrund der großen Brandgefahr verboten, Tabak in Form von Zigarren oder in der Pfeife zu rauchen. So imitierten die Seefahrer die Ureinwohner und kauten den Tabak, um in den Genuss des Nikotins zu kommen, welchem die Unterdrückung des Hungergefühls zugeschrieben wurde. An Land setzte sich der Gebrauch besonders dort durch, wo aus diversen Gründen Rauchverbot herrschte. Heute wird Kautabak in kleinen Zirkeln von Kennern konsumiert. Anekdotenhaft klingt die Tatsache, dass die Spieler der amerikanischen Baseballligen während ihrer langen Spielpausen Kautabak zur Überbrückung derselben benutzen!

Anbau und Produktion von Kautabak

Für Kautabak werden nur hochwertige, sehr nikotinhaltige Tabake in Virginia- Qualität gepflanzt. Nach der Ernte werden aus Gründen der Sortenvielfalt verschiedene Trocknungsmechanismen angewandt. Die leichteren Tabake werden einfach luftgetrocknet. Premiumqualität wird nach der Trocknung über Hartholzfeuer aufgehängt, wo einige Wochen das exquisite Aroma aufgenommen wird.

Nach der Trocknung durchlaufen die Blätter eine Phase der Fermentation. Danach werden manche Sorten mit ca. 10 % Feuchtigkeitsgehalt in luftdichte Holzfässer gepresst. Hier verweilen die Blätter bei kühler und trockener Lagerung mehrere Monate und sind dann erst bereit, zu Kautabak verarbeitet zu werden. In der Regel erfolgt dies über die Soßierung. Früher wurden einfach Früchte beigelegt, heute verwendet man hochwertige Essenzen, um dem Tabak die verschiedenen Geschmacksrichtungen zu vermitteln. Zitrusfrüchte und Pflaumen sind dabei ebenso beliebt wie Rosinen, Feigen und Honig. In einem letzten Arbeitsgang wird der Tabak entweder lose oder in kleinen praktischen Portionsbeutelchen aus Zellulose verpackt. Nach traditioneller Art presst man den Pfriem zu einem Riegel, der dann Stück für Stück konsumiert werden kann.

Kautabak für Kenner

Kautabak hat inzwischen seine Verbreitung als Massenprodukt weitestgehend eingebüßt. Trotzdem gibt es noch viele Anhänger, die sich einen Pfriem in die Backe oder unter die Oberlippe schieben. Dort werden durch wiederholtes leichtes Anbeißen die Wirk- und Geschmacksstoffe freigesetzt, bis sie aufgebraucht sind. Je nach Größe und Intensität dauert ein solcher Vorgang bis zu einer Stunde.

Natürlich sind Tabakprodukte schädlich, haben jedoch auch eine hohe Genusskomponente. In Zeiten des weitverbreiteten Rauchverbotes und in Anbetracht der im Vergleich zum Rauchen minimierten Gesundheitsschädlichkeit ist das Kauen von Tabak ebenso wie das Schnupfen eine durchaus vernünftige Alternative zur puritanischen Entsagung!

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