+

Kfz-Versicherung ist Pflicht!

Wer ein Auto erwirbt und dieses auf der Straße bewegen möchte, benötigt hierfür eine entsprechende Zulassung. Diese erhalten Sie in der Kfz-Zulassungsstelle in der Gemeindeverwaltung.

Sie müssen hierfür verschiedene Dokumente vorweisen. Dazu gehören der Fahrzeugschein für die Zulassungsbescheinigung Teil I und der Fahrzeugbrief für die Zulassungsbescheinigung Teil II. Zur Identifizierung des Fahrzeughalters benötigen die Beamten dessen Personalausweis oder Reisepass. Außerdem kostet die Anmeldung Geld. Deshalb sollten Sie Bargeld oder aber Ihre Kredit- beziehungsweise EC-Karte mitnehmen. Ein weiteres Dokument ist zwingend notwendig, denn ohne dieses bekommen Sie keine Zulassung. Hierbei handelt es sich um die elektronische Versicherungsbestätigung, die eVB-Nummer. Diese setzt sich aus sieben Buchstaben und Zahlen zusammen. Das Versicherungsunternehmen übermittelt die eVB-Nummern ihrer Kunden an eine zentrale Datenbank. Die eVB-Nummer ist die Bestätigung, dass Ihr Auto versichert ist. Die Zulassungsbehörde kann auf die zentrale Datenbank zurückgreifen und die entsprechende eVB-Nummer abrufen. Sie brauchen nur Ihre persönliche Nummer zu nennen und der Beamte nimmt im Anschluss daran einen Datenabgleich vor. Die elektronische Versicherungsbestätigung gibt es seit dem Jahr 2008. Zuvor gab es die so genannten Deckungs- oder Doppelkarten. Damals musste man bei der An- und Ummeldung seines Fahrzeugs eine Deckungskarte vorlegen. Die Behörde behielt einen Teil davon und schickte den anderen Teil an die jeweilige Versicherung zurück. Mit der elektronischen Datenübermittlung ist nun alles viel einfacher.

Beeinflusst die Automarke die Beitragshöhe?

Nicht direkt. Aber alle Fahrzeuge sind in so genannte Typklassen eingeteilt. In welche Klasse Ihr Auto fällt, hängt von der statistischen Häufigkeit ab, mit der die Fahrzeuge eines bestimmten Modells in Unfälle verwickelt sind. Auch die durchschnittliche Schadenshöhe beeinflusst letztendlich die Einordnung in eine bestimmte Kategorie. Generell fallen die Kosten für eine Voll- oder Teilkaskoversicherung bei Autotypen, die besonders gerne gestohlen werden, höher aus. Dabei handelt es sich zumeist um hochpreisige und PS-starke Extraklassewagen. Doch die Qualität des Autos kann unter Umständen die Beitragshöhe auch senken. Hochmoderne Fahrzeugtypen sind häufig mit einer Technik ausgestattet, die das Unfallrisiko minimiert. Deshalb gibt es sowohl teure als auch günstigere Automodelle mit hoher beziehungsweise niedriger Typklasseneinstufung.

Die alte Kfz-Versicherung fristgerecht kündigen

Es gibt viele gute Gründe, sich als Fahrzeughalter nach einem anderen Versicherungstarif umzusehen. Häufig stellt man nach einem Tarifvergleich im Internet fest, dass der bisherige Versicherer deutlich teurer ist als die Konkurrenz. Trifft einen diese Erkenntnis am Anfang oder in der Mitte eines Jahres, dann heißt es erst einmal abwarten. Die allermeisten Verträge enden mit dem 31. Dezember und verlängern sich stillschweigend, wenn Sie dem Versicherer nichts anderes mitteilen. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt in der Regel ein Monat. Das heißt, dass Sie bis spätestens 30. November bei Ihrem alten Versicherer schriftlich kündigen müssen, ehe Sie sich für einen neuen Vertrag entscheiden. Besonders sparsame Menschen führen jedes Jahr einen Versicherungsvergleich durch und achten darauf, die betreffenden Kündigungsfristen genau einzuhalten. Es gibt aber darüber hinaus noch ein Sonderkündigungsrecht für die Kfz-Versicherung.

Wann tritt das Sonderkündigungsrecht in Kraft?

Es gibt einige Ausnahmen, die Ihnen gestatten, die Kfz-Versicherung zu einem früheren Zeitpunkt zu kündigen. In diesem Zusammenhang spricht man von einem Sonderkündigungsrecht. Auch die Sonderkündigung erfolgt in schriftlicher Form mit Einhaltung einer vierwöchigen Frist. Die außerordentliche Kündigung Ihres Kfz-Vertrags steht Ihnen zum Beispiel dann zu, wenn sich der Versicherungsbeitrag erhöht, ein Schadensfall eintritt oder Sie Ihr Fahrzeug wechseln. Sind die Leistungen und Bedingungen gleichbleibend, steigt jedoch die Prämie für die Versicherung, dann ist das ein guter Grund, über einen raschen Wechsel nachzudenken. Ebenfalls kann sich die Typklasse und somit die Beitragshöhe ändern, insofern Sie ein anderes Fahrzeug kaufen oder aber falls die jährliche Unfallstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft das alte Auto höher stuft. Auch bei einem infolge eines Unfalls beschädigtem Fahrzeug ergeben sich mitunter Differenzen, denn ein Auto, das an Wert verliert, wird häufig nicht mehr Vollkasko versichert. Entsteht nach einem Unfall ein Schaden an Ihrem Auto, dann haben sowohl Sie als auch Ihre Versicherung das Recht, den Vertrag zu kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall vier Wochen und nach der Bearbeitung des Schadens. Die Kündigung ist aber nur dann möglich, wenn Sie einen finalen Bescheid Ihres Versicherers erhielten und somit die Schadensregulierung abgeschlossen ist. Darüber hinaus gibt es die Situation, dass die Kfz-Versicherung automatisch erlischt. Für ein verschrottetes und amtlich abgemeldetes Fahrzeug erlischt die Versicherung nach einer entsprechenden Information durch die Kfz-Zulassungsstelle. Zu viel gezahlte Beträge erstattet das Versicherungsunternehmen zurück.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Fotostrecke: 700 Feierwütige bei Hertens größtem Oktoberfest
Fotostrecke: 700 Feierwütige bei Hertens größtem Oktoberfest
Schalke holt zweiten Saisonsieg: Nach 5:1 in Paderborn auf Platz 6
Schalke holt zweiten Saisonsieg: Nach 5:1 in Paderborn auf Platz 6
FC Marl feiert sechsten Sieg im sechsten Spiel - mit einem Neuzugang
FC Marl feiert sechsten Sieg im sechsten Spiel - mit einem Neuzugang
Ermittlungen gegen Hochzeitskorso - Hinweise auf neue Straftaten
Ermittlungen gegen Hochzeitskorso - Hinweise auf neue Straftaten
Teutonen können aufatmen, und der VfB Waltrop ist jetzt alleiniger Spitzenreiter
Teutonen können aufatmen, und der VfB Waltrop ist jetzt alleiniger Spitzenreiter

Kommentare