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Kfz-Zulassung wird künftig komplett im Internet erledigt

Die Digitalisierung hält in zunehmendem Maße auch in den Behörden Einzug. Der nächste Schritt wird bereits dieses Jahr gegangen, wenn sämtliche Vorgänge, die mit der Zulassung eines Kraftfahrzeuges verbunden sind, im Internet ohne lästige Behördengänge erledigt werden können.

Die dafür notwendige Verordnung hat im Bundesrat nun die erforderliche Zustimmung erhalten. Fahrzeugbesitzer profitieren dann ab etwa August von einem deutlich beschleunigten Verfahren.

Bundesrat billigt Verordnung der Bundesregierung für Kfz-Zulassungen

Die Welt des Autos wird immer digitaler – dies äußert sich nicht nur in immer mehr digitalen Instrumenten und automatisierten Prozessen innerhalb des Fahrzeuges, die mittlerweile bis zum autonomen Fahren reichen, sondern auch darin, dass Kunden vom Kauf eines Autos, über die Anmeldung, bis hin zur Bestellung von Ersatzteilen alles digital erledigen können. Neu ist die nun geplante Umstellung hin zu einer kompletten Digitalisierung der Kfz-Zulassung. Bislang war es für Privatpersonen lediglich möglich, die zwei folgenden Vorgänge online zu erledigen, für die früher normalerweise der Gang zur Zulassungsstelle notwendig gewesen ist:

1.

Abmeldung eines Fahrzeuges

2.

Wiederzulassungen eines Autos

Bei den Wiederzulassungen gab es zudem die Einschränkung, dass diese nur digital erledigt werden konnten, sofern es sich um den gleichen Halter und Zahlungsbezirk gehandelt hat und die Kennzeichen unverändert geblieben sind.

Umsetzung der Verordnung soll in sechs Monaten abgeschlossen sein

Die zur umfassenden digitalen Erledigung sämtlicher Kfz-Zulassungsvorgänge notwendige Verordnung war an den Bundesrat weitergereicht worden, der diese am 15. Februar dieses Jahres billigte. Die Verordnung ist Teil des sogenannten Projekts der „internetbasierten Fahrzeugzulassung“, kurz i-Kfz. Die Bundesregierung hatte sich damals mit, im Koalitionsvertrag getroffenen, Verabredungen dazu verpflichtet, entsprechende Regelungen einzuführen.

Damit werden schon bald Vorgänge wie die nachstehenden ebenfalls auf digitalem Wege möglich gemacht:

Neuzulassungen von Autos

Umschreibungen

Änderungen der Adressdaten

Mitnahme von Kennzeichen in andere Zulassungsbezirke

In Kraft treten soll die neue Verordnung bereits in knapp drei Monaten im August 2019. Befragt zu den Intentionen sagte der Verkehrsminister Andreas Scheuer, der der CSU angehört:

„Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung.“

Diese Vorkehrungen müssen Verbraucher für digitale Zulassungen ergreifen

Damit Verbraucher künftig Zeit bei der Zulassung sparen können, müssen sie einige Vorkehrungen treffen respektive Voraussetzungen mitbringen:

1.

Der Verbraucher muss bereits einen der neuen Personalausweise besitzen, bei dem die Online-Funktion aktiviert worden ist

2.

Es wird ein Lesegerät für den Ausweis benötigt oder aber ein Smartphone mit Ausweis-App und NFC-Unterstützung

Mit der Digitalisierung der Kfz-Zulassung ist auch eine digitalisierte Bezahlungsoption verbunden. Verbraucher sollen hierzu entweder per Kreditkarte oder Giropay den offenen Rechnungsbetrag begleichen können. Nicht digitalisiert wird hingegen die Ausgabe der Kennzeichen. Verbraucher haben die Wahl, ob sie diese selbst abholen oder sich per Post schicken lassen möchten.

Während das genaue Umsetzungsdatum für die Verordnung noch unklar ist, ist die Kreierung dieser auch als Reaktion auf eine steigende Zahl von Kraftfahrzeugen auf deutschen Straßen zu werten. Lag der Kraftfahrzeug-Bestand in Deutschland bei den Pkw im Jahr 2018 noch bei 45,47 Millionen, so ist diese Zahl nämlich schon jetzt im laufenden Jahr auf 47,1 Millionen angestiegen.

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