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Kleines Lexikon der schlüpfrigen Begriffe und Abkürzung

Durch das Internet haben sich im Bereich Liebe & Leidenschaft einige Begriffe herauskristallisiert, die man so damals im Sexualkundeunterricht nicht erlernte. Wir machen den Auffrischungskurs.

Keiner redet darüber, aber enorm viele müssen es tun: Sich im Internet erotische Dinge ansehen. Nachweislich. Denn beispielsweise listet eines der weltgrößten Portale für Internet-Pornos – und zeigt in seinen Statistiken auch, welche Dinge wir uns besonders gerne anschauen. Machen wir uns also nichts vor, dem einstigen Schmuddelthema widmen sich unsere Nachbarn ebenso wie Chefs, Versicherungsmakler und Autohändlerinnen. Und wenn es eh schon jeder tut, können wir auch die etwas speziellen, meist englischen Begriffe und Abkürzungen erklären, die sich erst mit der digitalisierten Liebe eingeschlichen haben.

ATM/A2M

Zuhause würden es wahrscheinlich die wenigsten Menschen ohne Zwischenschritt in der Dusche tun, aber im Pornobereich ist Ass-to-mouth, also „vom Hintern in den Mund“ oft gezeigte Praxis. Sprich: Analsex, bei dem der Mann seinen Penis unmittelbar danach der Partnerin zum Oralsex anbietet.

BBW

BBWs sind etwas für alle, die von sich behaupten, auf Frauen „mit was zum Anfassen“ zu stehen – also leichtes bis mittleres Übergewicht. BBW steht dabei für Big beautiful Women, also große, schöne Frauen. Die Steigerung ist übrigens SSBBW, Super-sized Big beautiful Women, also Damen, die sehr starkes Übergewicht haben.

Bukkake

Ist eigentlich die japanische Bezeichnung für „Wasser verspritzen“. Im Pornobereich bedeutet es jedoch, dass mehrere Männer auf den Körper einer Frau oder eines anderen Mannes ejakulieren. Kann auch ein Teil des Facial (siehe dort) sein. Allerdings wird meist erst ab drei oder mehr Männern von Bukkake gesprochen.

CFNM/CMNF

Hinter diesen beiden Abkürzungen verbergen sich die Begriffe

  1. Clothed Female, nude Male, also angezogene Frau(en), nackter Mann
  2. Clothed Male, nude Female, das Gegenteil

Beides sind , bei denen es meist so aussieht, dass die eine bekleidete Geschlechtergruppe sich an einem einzelnen nackten Mitglied des anderen Geschlechts ergötzt. Einfaches Beispiel: Frauen, die sich Stripper anschauen. Cum Sammelbegriff sowohl für Sperma wie den gesamten Orgasmus (auch der Frau).

DP

Wenn von DP, also Double Penetration die Rede ist, ist damit gemeint, dass sich eine Frau mit zwei Männern gleichzeitig vergnügt. Nicht irgendwie, sondern beide penetrieren sie dabei. In „normalen“ Pornos meist einer vaginal, der andere anal. In extremeren Filmen können jedoch auch beide Penisse in einer Körperöffnung stecken.

Facial

Der Facial ist die harmlosere Variante des Bukkake und kommt in beinahe allen Pornoszenen vor. Am Ende des Aktes ejakuliert der Mann dabei ins Gesicht der Partnerin – was von nicht wenigen als angesehen wird.

Fap

Kein echter Pornobegriff, aber ein schönes Beispiel für die humoristische Kreativität des Internets: Fap ist die lautmalerische Definition eines masturbierenden Mannes – fappen oder fapping demnach dieser Akt an sich.

Femdom

Ein zusammengesetztes Wort aus Feminine und Domination, also weibliches Dominieren. Abermals ein Fetisch-Begriff. Immer ist hierbei eine Frau die dominierende Person. Wie sie dominiert, hängt von Clip zu Clip ab und auch das/die „Opfer“ kann/können sowohl männlichen wie weiblichen Geschlechts sein.

Gonzo

Nennt sich die moderne Ausprägung der Pornografie. Bis Ende der 1990er waren Pornos beinahe immer in eine Rahmenhandlung eingebettet – egal wie schlecht diese schauspielerisch auch war. Gonzo-Pornos gehen weit darüber hinaus. Bei ihnen beginnt der Sex praktisch ohne Handlung und oft mit unbekannten Darstellern. Es geht einfach „zur Sache“, danach läuft die nächste Szene.

Hairy/Hirsute

Seit den frühen 2000ern war es im Pornobereich üblich, dass sich vor allem die weiblichen Darstellerinnen jedes Körperhärchen unterhalb der Wimpern rigoros entfernten. „Hairy“ ist der Suchbegriff für alle, die es natürlicher mögen – wobei damit meist nur der Intimbereich gemeint ist. Hirsute indes bezeichnet meist das „volle Programm“, bei der der gesamte weibliche Körper keine Rasierklinge gesehen hat.

MILF

MILF ist ein Begriff, der sich der 1999 veröffentlichten Teenager-Klamauk-Komödie „American Pie“ zurückverfolgen lässt. Er steht für „Mom I (would) like (to) fuck“, also sinngemäß übersetzt einen weiblichen, reifen, heißen Feger. Die im Film so bezeichnete MILF war offensichtlich über 40 und in den ersten Jahren hielt sich die die Porno-Industrie, die den Begriff schamlos übernahm, an die Definition. Wirft man jedoch einen Blick darauf, , fallen darunter jedoch meist generell alle weiblichen Darstellerinnen, die sichtlich den 20ern entwachsen sind – auch wenn sie keine Mom sind.

Money Shot

Der Money Shot ist ein enger Verwandter des Facial – bloß, dass hier der männliche Darsteller nicht auf eine bestimmte Körperregion „zielt“. Die Hauptsache ist nur, dass der Zuschauer sehen kann, dass er kommt.

NSFW

Ist die dankenswerte Warnung vieler Webseitenbetreiber, dass man hier Material finden wird, das Not safe for Work ist – also man sich nicht unbedingt am Arbeitsplatz anschauen sollte. Wegen der strengeren amerikanischen Moralvorstellungen können darunter jedoch auch Dinge fallen, die hierzulande keine Augenbraue zucken lassen würden und vielleicht sogar gar nichts mit Erotik zu tun haben.

Pig Roast/Spit Roast

Diese beiden Begriffe sind absolut deckungsgleich und machen eine Frau oder wahlweise auch einen Mann zum „Spießbraten“. Als „Spieße“ fungieren bei dieser Porno-Spielart zwei männliche Partner, von denen der eine oral, der andere vaginal/anal penetriert.

Premature

Bedeutet auf Deutsch so viel wie vorzeitig. Und ja, es gibt im Internet zahlreiche Clips, hauptsächlich von Amateur-Pärchen erstellt, die deshalb geklickt werden, weil darin der Mann es nicht „über die volle Distanz“ schafft.

POV

Dank immer kleinerer und leistungsfähigerer Kameras ist es heute möglich, ganze Filme aus Sicht des Darstellers (Point of View) zu drehen – natürlich gilt das auch für Pornografie. Vor allem hierin versprechen sich viele Produzenten die Zukunft des erotischen Films. Zusammen mit Virtual-Reality-Brillen soll so ein absolut realistisches Erlebnis geschaffen werden.

Upskirt

Es muss eine Menge Menschen geben, die Szenen mögen, in denen die weibliche Darstellerin Röcke oder Kleider trägt – nur Röcke und Kleider wohlgemerkt, denn Unterwäsche wird beim Porno-Upskirt, also „Hoch den Rock“ per Definition grundsätzlich nicht getragen. Solche Szenen erstrecken sich über voyeuristische Elemente, können aber auch einfach als Einstieg in die Handlung einer „Gonzo“-Szene dienen. Neuerdings kam jedoch auch hinzu: Das (meist vom Opfer ungewollte) Fotografieren unter ihren Rock

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