Wie legal sind Sportwetten?

Sportwetten sind mittlerweile ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Freizeitausgleichs. Immer mehr Wettbegeisterte finden ihren Weg in diese Branche und versuchen ihr Glück. Denn die Wetten bringen im besten Fall nicht nur Geld, sondern sorgen auch für eine menge Spaß und Spannung. Legal sind Sportwetten seit Anfang des Jahres 2011 und das ist eigentlich noch gar nicht so lange. Doch seit der Legalisierung ist das Wetten um einiges offener, offizieller und vor allem populärer geworden. In diesem Artikel soll über die allgemeine Rechtslage der Sportwetten informiert und darauf eingegangen werden, was sich mit der Legalisierung alles geändert hat.

Sportwetten oder viel mehr Wetten allgemein, gibt es schon seit den Anfängen unserer Gesellschaft. So wurden im alten Griechenland 1896 die ersten Sommerspiele der Neuzeit abgehalten, woraus dann letztendlich die Olympischen Spiele entstanden. Doch bereits in der Antike gab es solche sportlichen Events. Und schon damals gehörten sie zu den bedeutendsten Ereignissen im Sport. So wurde der Geschichte entnommen, dass diese Events schon etwa 880 v.Chr. bis etwa 393 n.Chr. alle vier Jahre im Sommer stattfanden. Die Sportereignisse fanden zu diesem Zeitpunkt immer im heiligen Hain von Olympia statt. Zu dieser Zeit wusste man aber noch nicht, was übermäßiges Wetten zur Folge haben kann und somit verspielten viele der damaligen Zuschauer Haus und Hof (im wahrsten Sinne des Wortes) bei nur einem Spiel und standen dann vor dem Nichts. Und das nur, weil die Vorstellung vom Reichtum einfach zu verlockend war.

Im 18. Jahrhundert wurde ein weiterer Meilenstein der Wettgeschichte erreicht, und zwar in England. Denn dort fanden zu dieser Zeit die ersten Pferderennen statt und somit auch die ersten richtigen Sportwetten. Schon damals boten die Wettanbieter mehrere Möglichkeiten zum Wetten. So konnte man, neben dem einfachen Sieg eines bestimmen Pferdes auch auf andere Ausgänge oder Einflüsse der Rennen Wetten. Der Gedanke dahinter war ganz simpel, denn es kostet natürlich auch eine Menge Geld, solche Veranstaltungen zu finanzieren. Also wurden verschiedenen Wettoptionen angeboten. So dauerte es nicht lange, bis das Wettfieber sich auf das gesamte Königreich ausbreitete. Ja sogar die royale Familie wettete und Königin Elisabeth die II, tut es bis heute.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann der Fußball interessant für die Sportwettenbranche. Und dadurch, dass die Wetten darauf immer populärer wurden, führte England 1921 die Fußballwetten ein. Und erst als der Zweite Weltkrieg vorbei war und der deutsche Fußball immer beliebter wurde, wurde hier die Wettoption Toto oder besser bekannt als Elfer-Wette ins Leben gerufen. Somit wurde auf 11 Fußballspiele getippt und die Wettoption war staatlich organisiert. Und auch hier war der Hintergedanke den deutschen Sport durch die Einnahmen zu unterstützen.

Der schlechte Ruf der Wetten

Trotzdem, dass Sportwetten bereits so lange bestehen, haben sie bis heute nicht den besten Ruf. Und auch, wenn sich das von Jahr zu Jahr zum positiven ändert, kann man immer noch deutliche Abneigungen vonseiten der Gesellschaft spüren. Denn in den meisten Fällen gibt keiner gerne zu, dass er spielt. Schließlich wird man schnell in eine Schublade gesteckt. Und das hat mehrere Gründe. Zum einen ist es einfach die Angst vor der Sucht dadurch, dass der ein oder andere familiär damit eventuell schon in Berührung gekommen oder gar selbst betroffen war und dann besteht bei jeder gesetzten Wette, die Gefahr, das ganze Geld zu verlieren. Was ja nicht schlimm ist, wenn man sich und seine Finanzen unter Kontrolle hat. Leider haben viele das aber nicht und bringen somit nicht nur sich selbst, sondern auch die Familie oder sogar die Freunde in finanzielle Schwierigkeiten. Des Weiteren ist der Bereich der Sportwetten natürlich auch ein idealer Platz für Kriminelle und sagen wir einmal die schwarzen Schafe der Gesellschaft. Denn es ist nicht unbedingt schwer ohne Identität im Internet eine Plattform zu gründen, um anderen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und all das, sind Beispiele oder Gründe, welche leider immer noch viel zu häufig passieren. Und bis das Thema Sportwetten 100 % ins rechte Licht rückt, werden wohl noch einige auf die Betrügereien von zwielichtigen Personen hereinfallen. Doch man kann sich davor schützen. Und zwar ganz einfach mit Fachwissen, Selbstkontrolle, Disziplin und vor allem Konsequenz.

Sportwetten heute

Um die größte aller Fragen gleich zu klären, ja, Sportwetten sind in Deutschland legal, solange die im Jahr 2012 erhobene Steuer von 5 % entweder vom Bookie oder dem Kunden selbst gezahlt wird. Und selbst, wenn viele von dieser Steuer wahrscheinlich unglaublich genervt sind, hat sie auch gute Seiten. Denn dadurch kann man die schwarzen Schafe in der Branche leichter ausfindig machen, als vorher. Denn wer es offiziell macht und keine schlechten Hintergedanken hat, geht offen und ehrlich mit der Steuer um, und gibt dem Kunden ganz klar zu verstehen, wie es auf seiner Plattform mit der Steuer gehandhabt wird. Des Weiteren gibt es mittlerweile Lizenzen, die vergeben werden, welche den Anbieter ebenfalls ins rechte Licht rücken. All das, sind Faktoren, welche die Sache vielleicht in Bezug auf den reinen Wettspaß nicht einfacher machen, allerdings sollte die Sicherheit, gerade dann, wenn es um hohe Summen an Geld geht, an erste Stelle stehen. Daher sollte immer darauf geachtet werden wir eine Seite aufgebaut ist. Ist sie gut durchschaubar, achtet der Anbieter darauf, dass der Kunde sich leicht tut alles zu finden und vor allem, gibt es einen guten Kundensupport, der bei Fragen bereit ist, schnell und unkompliziert zu antworten. Das Angebot der verschiedenen Anbieter, deren Quoten und die Erfahrungsberichte sollten bei der Wahl des richtigen Bookies immer berücksichtig werden. Und es ist davon abzuraten, sich blind irgendwo anzumelden, ohne sich vorher schlaugemacht zu haben, welchen Ruf dieser Anbieter hat. Ein anderes Zeichen dafür, dass der Anbieter seriös ist, ist zum Beispiel auch, dass er einen Willkommensbonus anbietet, um dem Nutzer die Chance zu geben, sich in das Wettangebot einzuarbeiten ohne gleich das komplette, eigene Budget auf Spiel setzen zu müssen.

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