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Die letzte Reise begleiten

Wenn ein Angehöriger stirbt, warten auf die Hinterbliebenen neben dem Kummer auch viele Entscheidungen, die es zu treffen gilt. Gut, wenn jemand Vorsorge getroffen hat und sich zu Lebzeiten schon äußerte, wie er seine letzte Reise antreten möchte.

Ist das allerdings nicht der Fall, etwa, weil mit dem Tod noch nicht zu rechnen war, müssen die Angehörigen im Sinne des Verstorbenen entscheiden. Was sie dann am nötigsten brauchen, ist ein erfahrener, einfühlsamer und kompetenter Bestatter, der berät und entsprechend tätig wird.

Heute werden die meisten Dinge online geregelt, warum sollte das bei der Wahl des Bestatters anders sein? Der Dienstleister vor Ort bietet eventuell nicht die passende Bestattungsart. Mancher Verstorbene hat vielleicht den Wunsch geäußert, in seiner Heimatstadt die letzte Ruhe zu finden, oder möchte gern in der Nord- oder Ostsee bestattet werden. Online bei präsentieren sich erfahrene Bestatter, die sich mit ihrem Service einen guten Namen machen. Die ersten Entscheidungen bezüglich der Beerdigung können also in Ruhe daheim am Rechner gefällt werden. Dabei gibt man in der übersichtlichen Suchmaske zunächst ein, wo die Bestattung stattfinden soll und welche Art der Beerdigung gewünscht ist.

Vorteilhaft: Auf einen Blick kann man die Angebote verschiedener Bestatter hinsichtlich der Preise und enthaltenen Serviceleistungen vergleichen. Das erspart Angehörigen so manchen Weg zu verschiedenen Anbietern. So sind etwa bei Baumbestattungen bei manchen Dienstleistern sowohl der Hausbesuch als auch ein Trauerredner inklusive, während andere Bestatter sich lediglich um Krematorium, Urne und Überführung kümmern. Die persönlichen Präferenzen werden bei der Onlinesuche berücksichtigt und können nach Belieben an- und abgewählt werden. Das macht die Suche transparent und einfach.

Auch wenn man über Geld nicht gern spricht, eine Beerdigung ist oft mit hohen Kosten für die Hinterbliebenen verbunden. , die wenigstens einen Teil der Kosten abdeckt. Der Onlinevergleich der Bestattungsdienstleister zeichnet sich auch dadurch aus, dass die anfallenden Kosten sofort ersichtlich sind.

Neue Trends beim Thema Bestattungen – der Sarg ist schon lange nicht mehr Standard

Es gibt neue Arten der Beerdigung in der Natur, die allen Interessierten zur Verfügung stehen. Besonders bei naturverbundenen Menschen sind diese sehr beliebt, denn eine Baum- oder Seebestattung gibt einem das Gefühl, sich zur letzten Ruhe in die Arme von Mutter Natur zu begeben. Doch wie laufen diese Bestattungen ab, und welche Möglichkeiten gibt es?

Die Baumbestattung – in immer mehr Orten verfügbar

Für viele Menschen ist es ein schöner Gedanke, nach dem Tod am Fuß eines Baumes bestattet zu werden und so zur Erde zurückzukehren. Voraussetzung für diese Art der Beerdigung ist die Einäscherung des Verstorbenen. Dieser wird dann in einer biologisch abbaubaren Urne unter einem Baum beigesetzt. Die Bestattung erfolgt entweder in einem entsprechenden Baumgrab des kommunalen Friedhofes oder bei einem spezialisierten Anbieter wie etwa dem Fried Wald. Bei diesem ist es möglich, Familien- bzw. Freundesbäume im Voraus auszusuchen und dann für eine Laufzeit von 99 Jahren zu erwerben. So kann man sich gemeinsam am selben Baum bestatten lassen. Auch der Kauf von Einzelplätzen ist möglich. Diese sind dann ebenfalls für 99 Jahre reserviert und bleiben unberührt.

Die Vorteile einer Baumbestattung: Das Grab muss nicht gepflegt werden. Es gibt keinen Grabstein, sondern auf Wunsch nur ein kleines Schild am Baum. Die Angehörigen können ihren geliebten Menschen bei einem Spaziergang durch den Wald besuchen.

Die Seebestattung in Nord- oder Ostsee

Die Seebestattung ist eine Form der Naturbestattung, die besonders gern von Menschen gewählt wird, die sich zeit ihres Lebens schon zum Meer hingezogen fühlten. Auch in diesem Fall erfolgt zunächst eine Einäscherung. Die Asche wird in einer wasserlöslichen Urne ins Meer gebracht. Auch Dattelner können auf Wunsch in der Nord- oder Ostsee beigesetzt werden, diese Möglichkeit steht nicht nur Bewohnern der entsprechenden Küstenregionen zur Verfügung. Angehörige können wählen, ob sie eine begleitete Seebestattung mit Trauerfeier auf dem Schiff oder lieber eine stille Beisetzung wünschen. Das Schiff fährt extra für die Beerdigung aufs Meer hinaus. Natürlich gibt es auch hier keine feste Grabstelle, doch so mancher Kapitän fährt auf Wunsch am Jahrestag der Beisetzung an die entsprechende Stelle und ermöglicht so einen Moment der Erinnerung.

Die Feuerbestattung – in den letzten Jahren besonders beliebt

Die meisten Menschen wählen heutzutage eine Feuerbestattung. Das bedeutet, sie werden zunächst in einem Krematorium eingeäschert und danach wird die Asche in eine Urne gefüllt. Die Angehörigen verabschieden sich entweder vor der Einäscherung am Sarg oder hinterher am Urnengrab. Ein solches Grab ist vergleichsweise klein, wodurch sich die Pflege in Grenzen hält. Wer sich anonym bestatten lässt, dessen Angehörige haben gar keine Arbeit mit der Grabpflege. Diese Variante ist auch für Menschen gut geeignet, die keine Angehörigen mehr haben, die sich um die Pflege ihres Grabs kümmern könnten.

Die Erdbestattung – ein fester Ort zum Verabschieden und Trauern

Besonders traditionell ist die Erdbestattung, die lange Zeit zum Standard zählte. Dabei wird der Verstorbene in einem Sarg beigesetzt, was in Deutschland nur auf einem Friedhof möglich ist. Der Vorteil ist, dass durch das Grab und den Grabstein ein fester Ort für den Abschied und regelmäßige Besuche der Hinterbliebenen vorhanden ist. Dieser Ort muss jedoch gepflegt werden, zudem fallen regelmäßige Gebühren an.

Weitere Arten der Naturbestattung

Es gibt weitere Varianten einer Bestattung in der Natur, die in Deutschland jedoch nicht erlaubt sind, wie die Luftbestattung. Dabei wird die Asche des Verstorbenen in großer Höhe im Wind verstreut. Eine Möglichkeit ist die Himmelsbestattung in einem Heliumballon. Dabei wird die Asche zusammen mit Helium in einen Ballon gegeben und an einem vorgegebenen oder selbst gewählten Ort in den Himmel entlassen. In rund 20 bis 35 Kilometern Höhe platzt der Ballon und die Asche verteilt sich. Möglich ist das zum Beispiel in den Niederlanden.

In der Schweiz, wo es keine Friedhofspflicht gibt, steht naturverbundenen Menschen die Möglichkeit einer Almwiesenbestattung zur Verfügung. Hierfür muss die Asche aus Deutschland in die Schweiz überführt werden und wird dann auf einer Almwiese ausgestreut. Die namentliche Kenntlichmachung oder die Pflanzung von Blumen ist dabei nicht gestattet. Die Pflege des „Grabs“ übernimmt die Natur selbst. Eine Almwiesenbestattung ist also immer eine anonyme Beisetzung, dennoch ist eine Trauerfeier zur Verabschiedung der Angehörigen in der idyllischen Natur natürlich möglich.

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