Logistik ist Voraussetzung für Wachstum, Lebensqualität und Urbanisierung

Die Logistik der Zukunft spielt eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der Lebensqualität der Menschen und der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Wachstum und Versorgung mit Waren ist nur dann lesbar, wenn sich die Logistikketten den Wünschen der Menschen anpassen. Und mit einem zukünftigen Plus an Qualität auch Kaufkraft freisetzen bzw. zum Wirtschaftswachstum beitragen werden.

Urbanisierung und zunehmende Erwerbstätigkeit schaffen anspruchsvolle Kaufkraft

Steigende Paketzahlen sowie Umsatzsprünge bei großen und kleinen Online-Händlern zeigen eine dramatische Veränderung der Einkaufsgewohnheiten. Auch Waren hochwertigen Charakters werden inzwischen online gekauft, nicht mehr nur die Klassiker wie Bücher und CDs.

Für diese dramatische Veränderung, die die "Logistikwelt" zu stemmen hat, sind verschiedene Megatrends verantwortlich. Die sich in den nächsten Jahren noch verstetigen dürften:

1.) Urbanisierung: Die Studien über die Zunahme der Bevölkerungsanteile in den Städten sind sich leider nicht ganz einig, was die genaue Prozentzahl der Menschen angeht, die in Zukunft in den Städten wohnen werden. Allerdings sprechen sie in weitestgehender Übereinstimmung von einem erheblichen Bevölkerungszuwachs. Auf der anderen Seite der - gleichen - Medaille stehen in vielen Ländern ländliche Regionen, die unter Bevölkerungsschwund leiden.

Die Logistik der Zukunft muss deshalb eine steigende Anzahl Menschen auf räumlich beschränktem Raum (bis hin zur vertikalen Stadt) ebenso bedienen wie weiterhin als Brückenbauer bis in die Regionen wirken.

2.) Zunehmende (Frauen-) Erwerbstätigkeit und Angebot an Ganztagsschulen:

Die Zunahme der Erwerbstätigkeit - gemessen beispielsweise in der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Deutschland - ist bei einer stagnierenden Bevölkerungszahl im Wesentlichen auf eine Erhöhung der zurückzuführen.

3.) Veränderung des Freizeitverhaltens:

Eine 100%ige Qualitätsorientierung setzt Mehrwerte frei

Einzel- und Großhandel stehen vor einer enormen Herausforderung: Durch die bereits beschriebenen Megatrends verändern sich auch Einkommen und Einkaufsverhalten. Der Markt teilt sich in vielen Branchen in erfolgreiche Discounter mit einem sehr schmalen Sortiment - aber riesigen transportierten Mengen pro einzelnem Artikel.

Facheinzelhandel, Großhandel und weitere Teilnehmer an Lieferketten für hochwertige Waren müssen aber dazu bereit sein ein immer breiteres und tieferes Sortiment zu verwalten und zeitnah sowie verlässlich bereitzustellen. Durch Softwareeinsatz - wie - lassen sich die Warenbestände und Lieferketten optimieren. So dass beispielsweise die "Schnelldreher" nahe an den einzelnen Verkaufsniederlassungen gelagert werden.

Wichtige Verbrauchs- oder Ersatzteile dennoch aber im Nachtsprung zur Verfügung gestellt werden. Eine gute Lagerlogistik bzw. Software stellt Bestands- und Absatzprognosen zur Verfügung, um Kennzahlen zur Verfügung zu stellen, die für den gesamten betrieblichen Leistungserstellungsprozess unabdingbar sind.

Problematisch sind im Einzel- und Großhandel insbesondere die Wettbewerber aus dem EU-Binnenmarkt, die mit einer günstigeren Kostenstruktur als "zu Hause" arbeiten. Lieferverlässlichkeit, Geschwindigkeit und Erreichbarkeit des Kundenservices sind Trümpfe, die aber weiterhin stechen sollten.

Wettbewerbsvorsprung: Kosten der "letzten Meile" zum Kunden bzw. Verwender[/h2]

Logistik befindet sich nicht nur im Hinblick auf die großen Verteilzentren und die dort gelagerten Sortimente im Umbruch: Insbesondere im Geschäft mit Privatkunden oder kleineren Einzelhändlern sind die Kosten der sog. "letzten Meile" für den Erfolg des Unternehmens und die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend. Also die Kosten der Zustellung bzw. bis zur Übergabe an den Kunden.

An dieser Kostenfront wird auf verschiedene Art und Weise gearbeitet: Größere Logistikunternehmen wie oder arbeiten mit per Bestellcode oder Kundenkarte ansteuerbaren elektronischen Schließfächern, erste Zustellroboter würden in Japan getestet.

Neben der Anwesenheit der Kunden zum Zustellzeitpunkt (besser steuerbar durch Wunsch-Zeitfenster) ist auch die Art der transportierte Ware eine Herausforderung: Kühlkette oder spezielle Lagerbedingungen müssen auf dem gesamten Transportweg eingehalten werden.

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