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Mit vereinten Kräften soll eine neue Identität für die Stadt Dorsten ausgearbeitet werden.

Die Marke „Dorsten“: Entwicklung des Stadtmarketings mithilfe der Bürger

Dorsten - Die Stadt Dorsten will sich als Marke aufstellen. Dafür soll ein Prozess für das neue Stadtmarketing entwickelt werden, bei dem die Bürger beteiligt werden. In mehreren Veranstaltungen sollen die Bürger ihre Ideen vorstellen und Dorsten interessanter machen.

Was ist Stadtmarketing?

Die zielgerichtete Umsetzung und Vermarktung einer Stadt wird als Stadtmarketing bezeichnet. Dabei wird auf die Kundenorientierung wert gelegt. Ein funktionierendes Stadtmarketing dient der Sicherung und sinnvollerweise auch der Steigerung der Lebensqualität der Bürger. Gleichzeitig wird die Attraktivität der Stadt erhöht, um sich gegen andere Standorte durchzusetzen. Zu einer Stadtplanung gehört daher eine strukturierte Planung und die Nutzung von Marketing-Instrumenten. Es soll sozusagen die Stadt beworben werden. Einkaufsläden gehören ebenso zum Stadtmarketing. Mittlerweile gibt es viel Konkurrenz seitens der Online Shops. Bei lassen sich beispielsweise schnell und bequem Autoersatzteile bestellen. Eine Stadt ist somit immer die Summe der Einstellungen und des Handelns der dort ansässigen Bewohner und muss daher auch von diesen unterstützt werden. hat daher zu einigen Veranstaltungen aufgerufen, um diesen Prozess in Zusammenarbeit mit den Bürgern umzusetzen. Die unterschiedlichen Interessen der Bürger und aus der Politik werden zusammengeführt und schlussendlich zu einem einheitlichen Stadtbild kombiniert. Daraus können beispielsweise folgende Marketingstrategien entstehen:

  1. Verwaltungsmarketing
  2. Standortmarketing
  3. Tourismusmarketing

Wie das in Dorsten am Ende des Tages aussehen wird, liegt auch an der Bürgerbeteiligung. Die 76.000-Einwohner-Stadt hat viel zu bieten. Sie ist nicht nur eine kleine Hansestadt an der Lippe, sondern gilt auch als Brücke zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland. Allerdings kann man Dorsten nicht auf diese wenigen Worte reduzieren. Für ein umfassenderes Konzept soll nun die Marke Dorsten verstärkt werden. Die Vorbereitungsphase dafür wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Laut Stadtagentur-Chefin Sabine Fischer gehe „das in Richtung einer Bürgerkommune“. Auch der Bürgermeister Tobias Stockhoff war Anfang des Jahres von der Initiative der Bürger überzeugt: „Vielfältiges Bürgerengagement – das vereint alle elf Stadtteile, alle Quartiere und alle Aktiven in unserer Stadt. Dieses Engagement macht unsere Stadt im besten Sinne als Kommune aus.“

Vereinigung verschiedenster Lebensstile und Interesse

Dass eine gemeinsame und einheitliche „lokale Identität“ nicht einfach aus dem Nichts heraus entstehen kann, liegt auf der Hand. Dorsten ist in seinen Ausprägungen sehr unterschiedlich. Während in der Stadtmitte vor allem die Industrie die Oberhand hat, lebt der Norden von der Landwirtschaft. Im Süden hingegen herrscht ein urbanes Bewusstsein. Nun gilt es, diese und Interessen zu vereinen. Stadtsprecher Ludger Böhne weiß von diesen Unterschieden, kennt aber auch die Vorteile: „Diese Vielfalt führt in den Stadtteilen zu Unterschieden in Gewohnheiten, Verbundenheit und Miteinander. Jeder Stadtteil hat seine eigene Geschichte und unterschiedliche Themen, die für die Bewohnerinnen und Bewohner von Bedeutung sind.“

Mitwirken aller Bürger von Dorsten möglich

Jeder Bürger von Dorsten ist daher dazu eingeladen, am neuen Prozess für das Stadtmarketing teilzunehmen. Die Verantwortlichen versprechen sich dadurch auch eine Beteiligung von Bürgern, die bislang noch nicht an der Stadtentwicklung teil- oder eine ehrenamtliche Tätigkeit übernommen haben. Ludger Böhne sagte daher: „Alle Menschen, die in Dorsten leben, wohnen, arbeiten und an der Gestaltung der Zukunft Dorstens mitwirken wollen, sind deshalb eingeladen, sich aktiv in den Foren, Arbeitskreisen und Projektgruppen des Stadtmarketingprozesses einzubringen.“ Zu Beginn stehen drei Veranstaltungen zum Thema Stadtmarketing auf dem Plan. Begonnen wird am 19. März im soziokulturellen Zentrum LEO im Stadtteil Hervest. Daraufhin gibt es eine Veranstaltung am 29. April im Gemeindezentrum St. Agatha in der Innenstadt und am 16. Mai im Dorfcafé in Lembeck. Damit werden alle drei Stadtgebiete des Nordens, des Südens und des Zentrums abgedeckt. Innerhalb dieses Jahres sollen dann eine ganzheitliche Marke für Dorsten geschaffen werden.

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