Mensch und Maschine – Hoffnung oder Hiobsbotschaft?

Alexa, Siri und andere intelligente Sprachassistenten gehören inzwischen zum Alltag in der modernen Welt. Jede Woche hört man von Neuerungen aus der Welt der Computer - und Robotertechnologie, - sowie der künstlichen Intelligenz (AI, artificial intelligence). Was in James Cameron’s Film „Terminator“ noch ferne, dystopische Zukunftsmusik schien, kommt, zumindest was die Allgegenwärtigkeit von Maschinen anbelangt, immer näher. Die Frage ist allerdings, welche Auswirkungen das auf die Arbeitswelt haben wird.

Ein neuer Report des McKinsey-Instituts geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 etwa 800 Millionen Menschen . Berufsbilder und Anforderungen ändern sich, und die Automatisierung schreitet unaufhaltbar voran. Etwa ein Drittel der Arbeiter in den USA und in Deutschland könnte von den Umwälzungen betroffen sein. In Japan gehen die McKinseyaner gar von der Hälfte der Werktätigen aus.

Allerdings sagen die Experten voraus, dass es von den Berufsgruppen selbst und ihren Aufgabenfeldern abhängt, ob die menschlichen Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt werden oder nicht. Je besser die Ausbildung und Qualifizierung von Leuten ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie auch künftig einen Arbeitsplatz haben. Weiterbildung und Umschulung spielen dabei eine wichtige Rolle. Schulen sollten deshalb verstärkt Fähigkeiten und nicht nur Inhalte vermitteln, sagen Experten.

Am wahrscheinlichsten ist es laut dem McKinsey-Bericht, dass einfache Routinetätigkeiten wie Tellerwäsche, Vorbereitung von Fast Food, simple Mechanikarbeiten, Jobs in der Spieleindustrie und die Bedienung von Reinigungsgeräten in absehbarer Zukunft

Bereits 2015 hat die Firma Paradise Entertainment einen künstlichen Croupier als Prototyp in Macau vorgestellt. Min heißt die dauerlächelnde Schöpfung, die die Karten 30 Pozent schneller als ihre menschlichen Gegenstücke austeilen soll. Für die Zukunft soll daran gearbeitet werden, dass Min und Co. ihre Kunden wiedererkennen können und sie mit ein bisschen Konversation Außer einer persönlichen Begrüßung hofft die Industrie, dass sich neue Spieler unbefangener fühlen, wenn sie es mit AI statt mit einem Croupier aus Fleisch und Blut zu tun haben.

Sobald es um sich wiederholende Routineaufgaben handelt, könnten Roboter sogar helfen, Personallücken zu schließen.

Zum Beispiel in der Metallbranche, wo außer um Lohnerhöhungen auch um die Arbeitszeit geht. Die IG Metall fordert unter anderem das Recht, für maximal zwei Jahre, die Arbeitszeit von 35 auf 28 Wochenstunden zu reduzieren, um so Arbeit und Privatleben besser in Einklang zu bringen. Die Arbeitgeber hingegen, weisen auf Rekordbeschäftigungszahlen hin, die dennoch nicht genügen, um mit den Rekordauftragszahlen fertig zu werden. Sie fordern eine freiwillige Erhöhung der Wochenstunden auf maximal 40.

Die potenziellen Einsatzgebiete für Roboter ist beschränkt. Tätigkeiten, die Kreativität, flexible Entscheidungen und komplexe Abläufe beinhalten, brauchen überwiegend noch immer menschliches Knowhow. Und auch für die Jobs, die aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten von Maschinen übernommen werden, bleiben Arbeitskräfte aus Fleisch und Blut zumindest im Hintergrund erforderlich. Maschinen müssen programmiert, geführt und repariert werden.

Roboter sind in unserer Welt unter extremen Bedingungen unersetzbar, wie zum Beispiel bei Weltraummissionen ohne Rückkehr, nach Chemieunfällen in Kernkraftwerken und überall sonst, wo es für Menschen zu gefährlich ist.

Kollege Roboter ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, kann aber durchaus seine Vorzüge für alle haben. Nicht gegeneinander, sondern miteinander ist wichtig - und was man daraus macht.

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