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Die möglichen Ursachen von Schwindel

Die Ursachen von Schwindel können ebenso vielfältig sein wie die auftretenden Symptome. Abhängig davon, welche Grunderkrankung vorliegt, erfolgt eine individuell auf den Patienten und seinen Leidensdruck abgestimmte Therapie. Wir klären über die möglichen Ursachen von Schwindel auf und zeigen, wie unterschiedlich sich Schwindelgefühle äußern können.

Ursache: gelöste Ohrkristalle

Die ist der gutartige Lagerungsschwindel. Ausgelöst wird dieser durch kleine Kristalle oder Steinchen, die sich im flüssigkeitsgefüllten Gleichgewichtsorgan befinden. Wenn der Betroffene seine Körperhaltung verändert, bewegen sich die Steinchen oder Kristalle in den Bogengängen, wodurch die Sinneszellen an den Wänden gereizt werden. Die Folge: ein akuter, kurzer sowie recht heftiger Schwindelanfall. Dieser kann auch im Liegen auftreten und mit Übelkeit einhergehen. Als hilfreich haben sich spezielle Lagerungsübungen erwiesen.

Ursache: organische Störungen

Auch organische können Schwindel auslösen. Beispiele sind Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr, wie der Menière-Krankheit, oder Entzündungen des Gleichgewichtsnervs. Auch die Folgen von Unfällen und Verletzungen, wie beispielsweise eine Gehirnerschütterung, können ursächlich für Schwindel sein.

Eine weitere Schwindelform ist die vestibuläre Migräne, bei welcher eine Migräne als auslösender Faktor gilt.

Ursache: Schwindel im Alter

Wenn wir älter werden, verändert sich vieles. Sind die dem Alterungsprozess unterworfenen Sinnesorgane als Auslöser für den Schwindel ausfindig zu machen, spricht man vom so genannten Altersschwindel. So können Schwindelsymptome zum Beispiel durch die Verschlechterung der visuellen Kontrolle durch Augenerkrankungen stärker wahrgenommen werden. Auch die Abnahme von Muskelmasse und Muskelkraft, die nicht selten mit einer geringeren Reaktionsfähigkeit sowie einer schlechteren Koordination und Kondition einhergeht, können für Gangunsicherheiten sorgen. Und nicht zuletzt erhöhen auch eine schlechtere Durchblutung des Innenohrs, eine schlechtere Reizverarbeitung im Gehirn sowie eine langsamere Nervenübertragung das Risiko, Schwank- und Drehschwindel zu bekommen.

Ursache: Neben- und Wechselwirkungen von Arzneimitteln

Liest man sich den Beipackzettel von Medikamenten durch, findet man dort meistens relativ viele mögliche Nebenwirkungen. So können Beruhigungs- und Schlafmittel, Antiepileptika, Migräne-Präparate, Muskelentspanner, Antidepressiva, Antibiotika, Medikamente für Herz und Kreislauf sowie harntreibende Mittel (Diuretika) durchaus für Schwindel verantwortlich sein. Bei der Ursachenklärung muss der Arzt auf jeden Fall die aktuelle Medikation des Betroffenen berücksichtigen.

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