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PayPal gibt Investment in Blockchain Unternehmen bekannt

Es war zwar nur eine Frage der Zeit, am Ende war es aber dann doch überraschend: Der Online-Bezahldienst PayPal hat nun erstmals Geld in die Blockchain-Technologie gesteckt. Wie nun bekannt wurde, hat PayPal im Zuge der ersten Investitionsrunde in das Start-up Cambridge Blockchain investiert. Aktuell befasst sich das noch recht junge Unternehmen mit der Entwicklung digitaler Identitätsmanagement-Software, die sodann Betrieben zur Verfügung gestellt werden soll.

Wird die Beteiligung von ? Dieser befindet sich seit Anfang des Jahres wieder auf einem Höhenflug - aktuelle Prognosen besagen sogar, der Bitcoin könnte gegen Jahresende wieder im Bereich der 20.000 US Dollar liegen. Es gibt sogar Experten wie auch Analysten, die der Meinung sind, der Bitcoin könnte sogar stärker als im Jahr 2017 werden und sogar die 50.000 US Dollar-Grenze knacken.

Prognosen sind jedoch immer mit Vorsicht zu genießen - es gibt nämlich keine Garantie, dass der Preis des Bitcoin auch tatsächlich steigen wird.

Weiß man eigentlich, was mit den eigenen Daten passiert?

Cambridge Blockchain, gegründet im Jahr 2015, hat in einer offiziellen Mitteilung mitgeteilt, nun mit PayPal einen Unterstützer gefunden zu haben. In der ersten Finanzierungsrunde konnte man den Online-Bezahldienstleister für sich gewinnen und darf sich nun über eine Beteiligung freuen. Das Start-up bietet aktuell eine sogenannte digitale Identity-Unternehmenssoftware für Betriebe an, die vorwiegend in der Finanzbranche zum Einsatz kommen soll. Mit der Software soll es möglich sein, den Einzelpersonen wieder etwas mehr Kontrolle über ihre Identitätsdaten zu geben. Denn die letzten Jahre haben gezeigt, dass immer weniger Menschen wissen, was überhaupt mit ihren Daten passiert.

Das beste Beispiel? Der Skandal rund um Cambridge Analytica. Was nur immer hinter vorgehaltener Hand vermutet wurde, war plötzlich die traurige Gewissheit: Daten wurden dahingehend genutzt, um Menschen zu manipulieren. Die Datenanalysefirma hat nämlich Daten und sodann Mikro-Targeting betrieben. Somit wurden unzählige Facebook-Nutzer mit für sie passende Werbebotschaften wie Nachrichten versorgt. Das Ziel derartiger Aktionen? Wahlen sollen beeinflusst werden. Das ist auch, mit Blick auf den US Präsidentschaftswahlkampf, gelungen.

Das Start-up erhielt 3,5 Millionen US Dollar

Derzeit arbeiten 15 Personen bei Cambridge Blockchain, wobei sich diese auf mehrere Standorte aufteilen: Das Start-up hat nämlich Niederlassungen in Beijing, Nordamerika sowie auch in Paris.

Matthew Commons, der Cambridge Blockchain-CEO, hat sich ebenfalls zu der PayPal-Beteiligung geäußert: „Unser Service macht es möglich, dass man digitale Identitäten formen kann, während aber der Nutzer die Kontrolle über seine eigenen Daten behält. Ja, wir sind froh, dass wir jetzt von Seiten PayPals einen Vertrauensvorschuss bekommen haben.“ Der Mitteilung von Cambridge Blockchain konnte zudem auch entnommen werden, dass man demnächst die Vorzüge der Blockchain mit der Off Chain-Lösung für Identitätsdaten verbinden wolle. Das bedeutet, die Kunden sollen die Möglichkeit bekommen, sodann selbstständig die eigenen Daten verwalten zu können.

Keine Informationen gibt es jedoch darüber, wie viel Geld nun von geflossen ist. Einzig und allein die Informationen der US Börsenaufsichtsbehörde geben einen Einblick, dass das Start-up in den letzten Monaten um die 3,5 Millionen US Dollar von Investoren erhielt. Neben PayPal investierten nämlich auch Omidyar Network, Foxconns HCM Capital, die Digital Currency Group, Future Perfect Ventures und auch Partech Partners. Das heißt, die Summe, die von Seiten PayPals in Cambridge Blockchain geflossen ist, scheint wohl geringer als gedacht ausgefallen zu sein. Wobei es hier wohl gar nicht um die tatsächliche Höhe der Investitionssumme geht, sondern in erster Linie um den symbolischen Wert.

Ein Sprecher von PayPal hat sich gegenüber CoinDesk dahingehend geäußert, dass man deshalb in das Start-up investiert hätte, da es sich um ein Unternehmen handle, dass die digitalen Identitäten so einsetzen würde, sodass auch Finanzdienstleistungsunternehmen davon profitieren könnten. „Es geht am Ende um eine Kooperation, damit auch wir die Blockchain-Technologie nutzen können“, so der Sprecher.

Der Online-Bezahldienst hat sich aber nicht erst jetzt mit der Blockchain-Technologie befasst. Im Mai 2018 hat PayPal ein Patent für ein neuartiges Transaktionssystem eingereicht, mit dem die Transaktionsraten für digitale Währungen beschleunigt werden soll.

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