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Rasenpflege - wann geht es im Frühjahr wieder los?

Wer im Sommer einen schönen und guten Rasen bestaunen möchte, hat viel Arbeit vor sich. Nicht allein akkurat geschnittene englische Rasenflächen benötigen Pflege, auch der Spielrasen im heimischen Garten verwildert, wenn er nicht ausreichend bedacht wird.

Vielfach kann beinahe schon behauptet werden, dass der Gartenrasen ein ganzjähriges Arbeitsthema ist. Nach dem Jahreswechsel ist jedoch noch ein wenig Zeit, um Luft zu holen und sich auf die Strapazen der sommerlichen Pflege einzustellen. Aber wann geht es wirklich los mit der Gartenarbeit und welche Arbeiten stehen zuerst an? Dieser Artikel gibt Auskunft. 

Rasenpflege im Winter - was ist zu tun? 

Die eigentliche Winterpflege beginnt bereits im Herbst. Während im September neue Rasenflächen geschaffen werden und im Oktober ein letzter Schnitt durchgeführt wird, heißt es im November, Laub und Baumabfälle vom Rasen zu entfernen. Das ist wichtig, denn unter dem Laub können sich Krankheiten entwickeln, zudem bekommt das Gras nicht ausreichend Sauerstoff. Sollte es im November doch noch einmal warm werden und der Rasen einen Wachstumsschub haben, darf er ein weiteres Mal geschnitten werden. 

In den Monaten zwischen Dezember und Februar benötigt der Rasen recht wenig Aufmerksamkeit. Die Gräser befinden sich in einer Winterruhe. Dennoch gibt es einige Regeln, die dem Gras helfen, gut ins Frühjahr zu starten:

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Frost - bei Frost sollte der Rasen ebenso wenig betreten werden wie bei extrem feuchtem Wetter. Die Grasnarbe kann beschädigt werden und gefrorenes Gras bricht leicht ab.

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Schnee - häufig wird Schnee von den Gehwegen direkt auf den Rasen geschippt. Das ist wenig empfehlenswert, denn nicht nur benötigt aufgeschütteter Schnee lange, bis er taut, er verhindert auch, dass Sauerstoff an den Rasen gelangt. Liegt zu lange Schnee in größerer Höhe auf dem Rasen, wird er gelblich.

Ab wann die eigentliche Rasenpflege im Frühjahr beginnt, hängt massiv von der Witterung ab. Startet der Rasen bereits im März mit dem Wachstum, kann über das Düngen nachgedacht werden. Je nach Beanspruchung und Wachstum des Grases empfehlen sich verschiedene Düngemittel:

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Starterdünger - nach einem sehr langen und harten Winter lohnt es sich, Starterdünger aufzubringen. Dieses Mittel hilft dem Gras, sich zu regenerieren.

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Dünger mit Eisen - liegt der Rasen im Schatten oder tritt allgemein viel Moos auf, unterdrückt ein Dünger mit einem höheren Eisenanteil das Mooswachstum.

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Gewöhnlicher Dünger - simpler Standarddünger empfiehlt sich hingegen bei allen Rasenflächen, die im Winter kaum Schaden genommen haben und nicht großartig gefordert werden.

Nach der Düngung darf der Rasen das erste Mal im Jahr gemäht werden. Dabei darf das Schnittgut übrigens auf dem Rasen verbleiben und muss nicht entfernt werden. 

Wann muss der Rasen wieder gemäht werden? 

Wie bereits erwähnt, erfolgt der erste Schnitt, nachdem der Rasen gedüngt wurde. Wird auf das Aufbringen von Dünger verzichtet, reicht es aus, den ersten Wachstumsschub abzuwarten. Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch nicht mit dem Mähen, sondern nach dem dritten Schnitt. Jetzt heißt es, für Luft zu sorgen: der Rasen wird vertikutiert. Hierbei wird der Boden aufgelockert. Löwenzahn, Gänseblumen und weitere Unkräuter werden hierbei entfernt. Es ist allerdings wichtig, dass die Wurzeln von Löwenzahn aus dem Boden herausgearbeitet werden. 

Ist der Rasen stark von Klee befallen, ist das Vertikutieren zu unterlassen. Anderenfalls verteilen sich die Pflanzen nur noch weiter auf der Fläche und bilden Wurzeln aus. 

Für Nachsaaten oder Neuaussaaten ist der Mai ein geeigneter Monat. Sobald die Bodentemperatur dauerhaft bei mehr als zehn Grad Celsius liegt, dürfen die Samen ausgebracht werden. Die Temperatur eignet sich gleichfalls zur Bekämpfung von Unkräutern.

Was sollte beim Rasenmähen beachtet werden? 

Es kann doch nicht schwer sein, den Rasen zu mähen? In der Tat geschehen etliche Fehler, die dem Gras Schaden zufügen. Jeder kennt gelbe Rasenflächen, Flächen, auf denen die Erde durchscheint oder auf der das Gras nur sehr schwer wächst. Nicht selten verbergen sich hinter diesen Schäden Fehler, die im Umgang mit dem Rasenmäher gemacht wurden. Damit das nicht geschieht, gilt es, die folgenden Tipps zu beachten:

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Regelmäßig schneiden - in den frühen Sommermonaten muss ein Rasen tatsächlich fast wöchentlich geschnitten werden, um gesund zu wachsen. Zu lange Halme führen zu braunen Stellen im Gras. Sobald der Rasen ungefähr sieben Zentimeter lang ist, muss gemäht werden.

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Gras nicht zu lang wachsen lassen - wachsen die Halme zu lange, trennt der Rasenmäher nur den oberen Teil des Halms ab. Das ist der grüne Teil des Grases, was verbleibt, sind die harten Stümpfe der einzelnen Grashalme, die eine ungesunde braune Farbe haben.

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Nicht zu kurz - insbesondere im Sommer sollte der Rasen nicht zu kurz geschnitten werden, da er nun leichter austrocknet. Eine gute Länge für den Rasen liegt bei ungefähr drei oder vier Zentimetern.

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Schattige Flächen - liegt ein Teil der Wiese im Schatten, sollte hier ein etwas höherer Rasen gewählt werden. Die Halme dürfen ruhig fünf Zentimeter lang wachsen, damit sie mehr Sonnenlicht aufnehmen können.

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Auf einen guten Rasenmäher setzen – Ein guter Rasenmäher sollte über die nötige Leistung verfügen, um sauber mähen zu können. Hier sollten sich Gartenliebhaber überlegen, ob sie lieber auf Elektro- oder Benzinrasenmäher setzen.

Es schadet nicht, bei sehr häufigen Rasenschnitten die Schnittreste auf der Wiese liegen zu lassen. Allerdings ist dies nur bei der Nutzung eines Mulchrasenmähers oder bei wöchentlichen Schnitten empfehlenswert. Der Rasen trocknet nun nicht mehr ganz so schnell bei starker Sonneneinstrahlung aus. Zu lange Halme hingegen dürfen keinesfalls auf dem Gras verbleiben, da das Gras anderenfalls erstickt. 

Übrigens ist es wichtig, dass der Rasenmäher scharfe Messer hat. Sie schneiden direkt durch die Halme, anstatt sie mehr oder weniger nur abzureißen und dabei die Halme zu zerstören. Auch kann die Wurzel Schaden nehmen, wenn das Messer nicht scharf genug ist. 

Fazit - ein schöner Rasen macht Arbeit 

Mit dem simplen Aussäen und einigen Schnitten im Jahr ist es nicht getan, wenn der eigene Rasen eine gesunde grüne Farbe und einen guten Wuchs haben soll. Letztendlich erfordert das Gras beinahe das ganze Jahr über Aufmerksamkeit. Wer die Arbeiten jedoch regelmäßig durchführt, wird nicht nur mit einem wunderbaren Rasen belohnt, sondern wird feststellen, dass die Arbeit leichtfällt. Immerhin ist es bedeutend einfacher, kürzeren Rasen zu schneiden und zu pflegen, als ausgewachsene und bereits umgekippte Gräser.

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