Raser in deutschen Städten: Verschärftes Eingreifen soll die Szene abschrecken

Viele Menschen sind zu schnell auf den Straßen unterwegs. Dadurch erhöht sich das Unfallrisiko, was zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer führt. Aus diesem Grund sollen die Strafen nun verschärft werden, um das Rasen in Deutschland zu reduzieren. Je nach Geschwindigkeitsüberschreitung fallen bereits erhebliche Strafen an. Wie diese aussehen und wie sich die Anzahl der Unfälle im Straßenverkehr entwickelt hat, zeigt dieser Beitrag.

Die Strafen für das Rasen – abhängig von der Geschwindigkeitsüberschreitung

Wer beim zu schnellen Fahren erwischt wird, muss zum Teil tief in die Tasche greifen, wie unter https://www.bussgeldkatalog.de/geschwindigkeit/ ersichtlich wird. Bei einer innerörtlichen Geschwindigkeitsübertretung von 31 – 40 km/h sind nicht nur 160 Euro zu bezahlen, sondern darüber hinaus warten auch ein einmonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg auf den Raser.

Ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 61 km/h gibt es zwei Punkte in Flensburg, höhere Geldstrafen und ein Fahrverbot von drei Monaten. Das Benutzen eines Tempomaten oder ein prüfender Blick auf den Tacho kann daher sinnvoll sein.

Bei Verstößen außerhalb von geschlossenen Ortschaften gibt es ebenso strenge Bestrafungen. Bei einer Geschwindigkeitsübertretung von über 70 km/h fällt ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro an. Außerdem gibt es drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Punkte in Flensburg und deren Folgen für den Führerscheinbesitzer

Die schlimmste Folge der Punkte in Flensburg kann ein Entzug des Führerscheins sein. Dies bedeutet für den Verkehrsteilnehmer nicht nur den Verlust der Mobilität, sondern auch hohe Kosten. Die Kosten entstehend aufgrund der verpflichtenden Teilnahme an einem Fahreignungsseminar.

Wer weniger als acht Punkte in Flensburg hat, kann weiterhin Auto fahren, muss jedoch aufpassen, dass keine weiteren Punkte hinzukommen. Die Strafen für Punkte in Flensburg sind aktuell die Folgenden:

  1. Ein bis drei Punkte: Eintragung in das Fahreignungsregister
  2. Vier bis fünf Punkte: Kostenpflichtige und schriftliche Ermahnung. Ein Punkt kann durch die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar abgebaut werden. Dies ist jedoch nur einmal innerhalb von fünf Jahren möglich.
  3. Sechs bis sieben Punkte: Verwarnung mit Zusatzkosten

Die Entwicklung der Unfälle im Straßenverkehr seit 2010

Die Anzahl an Unfällen mit Personenschäden ist zwischen den Jahren 2010 und 2017 leicht gestiegen. Aufgrund des schnellen Eingreifens bei Unfällen und der guten medizinischen Versorgung in Deutschland ist die Zahl der Unfalltoten jedoch um fast 13 Prozent gesunken.

Das Statistische Bundesamt hat die Zahl der Unfälle genauer aufgeschlüsselt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der Unfälle im Straßenverkehr seit 2010.

Ereignis/Jahr

2010

2017

Unfälle mit Verletzten/Getöteten

288297

302656

Verletzte

3771170

390312

Getötete

3648

3180

Mit einer angemessenen Geschwindigkeit hätten 36319 Unfälle (zwölf Prozent) im Jahr 2017 verhindert werden können. Etwa 763 Menschen sind im Jahr 2017 aufgrund von Autofahrern mit überhöhter Geschwindigkeit gestorben. Das verdeutlicht, dass unbedingt eingegriffen werden muss, um Raser abzuschrecken.

Aktuelle Maßnahmen gegen Raser: Blitzer, Hinweise und Tempodisplays

In ganz Deutschland gibt es bereits etliche Maßnahmen gegen Raser. Das vermehrte Aufstellen von Blitzern wird von vielen Gemeinden unterstützt und hat einen positiven Effekt auf die Geschwindigkeit der Autofahrer. Auf vielen Fahrbahnen befinden sich übergroße Hinweise auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit, die auch von älteren Menschen nicht zu übersehen sind. Erfolgreich eingesetzt werden auch die Tempodisplays. Beim Einhalten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit erscheint ein grüner Smiley, der dazu animiert, die Verkehrsvorschriften einzuhalten. Wer zu schnell fährt, bekommt ein trauriges Gesicht angezeigt.

In Recklinghausen gibt es ebenso Entwicklungen gegen Raser. Die Langener Fahrgasse besitzt beispielsweise jetzt eine Markierung auf der Fahrbahn, die auf die Geschwindigkeit hinweist. Trotz der Hinweise und dem Durchführen von Radarmessungen fahren noch viele Autofahrer zu schnell, was eine hohe Unfallgefahr darstellt. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Rasens sind daher im Gespräch.

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