Raucherentwöhnung: Entzugsphasen und reversible Gesundheitseffekte

Ein Viertel der Raucher, die bereits im Jugendalter mit dem Rauchen begonnen haben, stirbt zwischen 35 und 69 Jahren. Ein weiteres Viertel mit ca. 70 Jahren. Neben einem stark erhöhten Krebsrisiko ist die COPD (Chronic obstructiv pulmonary disease) weltweit die viert platzierte Todesursache, mit steigender Tendenz. Nach Angaben von sind rund 90 Prozent der Erkrankungsfälle auf das Rauchen zurückzuführen. Eine Raucherentwöhnung kann entsprechend als eine lebensverlängernde Maßnahme angesehen werden. Doch trotz dieses Wissens kann es manchen Rauchern schwerfallen den Schritt zu wagen, da der Entzug als große Herausforderung erscheint.

Entzugsphasen

Der Entzug lässt sich in bestimmte Abschnitte einteilen, die bei jedem Raucher auftreten. definiert diese Phasen anhand der verbrachten Tage nach Rauchstoppbeginn wie folgt:

3-4 Tage

: Das Nikotin ist weitgehend abgebaut und die Acetylcholinrezeptoren sind wieder freier für den Botenstoff Endorphin, bleiben aber noch ca. drei Wochen verändert.

5-20 Tage

: Es tritt eine Glücksphase ein, mit Stolz auf Erfolg verbunden.

10-20 Tage

: Viele Ex-Raucher verspüren eine traurige Stimmung. Das liegt am Abfallstoff Nornikotin.

ca.30 Tage

: Nach ungefähr einem Monat scheint der Raucher seine Sucht überstanden zu haben und befindet sich in einer euphorischen Phase.

60-160 Tage

: Erfolgt für ein paar Tage ein weiterer Schub von Nornikotin, der zu Schmacht führt, als wäre die letzte Zigarette erst einige Minuten her.

Die körperliche Abhängigkeit ist spätestens und endgültig danach überstanden, jedoch kann die psychische Abhängigkeit ein Leben lang bleiben. Körperliche und psychische Entzugserscheinungen

Begleitet werden die Entzugsphasen durch klinische Symptome physischer und psychischer Natur. Die körperlichen Symptome erreichen ihren Höhepunkt meistens am zweiten Tag nach Rauchstopp. Die psychischen Symptome können in abgemilderter Form jedoch länger anhalten. Alle genannten Entzugserscheinungen können aber müssen nicht auftreten.

Die positiven Aspekte des Nikotinstopps sind jedoch weitaus größer. Denn neben dem Nikotin werden mit dem Rauch einer Zigarette unzählige weitere Giftstoffe aufgenommen.

Reversible Gesundheitseffekte 

Schon 20-30 Minuten nach der letzten Zigarette normalisieren sich Puls und Blutdruck. Die Durchblutung wird besser. Acht Stunden danach sinkt der Kohlenmonoxid Spiegel im Blut, das Hämoglobin kann mehr Sauerstoff transportieren. Der schlechte Atemgeruch lässt nach. 24 Stunden später beginnt das Herzinfarktrisiko zu sinken. Nach 48 Stunden werden die Geschmacks- und Geruchsrezeptoren empfindlicher. Drei Tage ohne Zigarette haben einen gegen Null tendierenden Nikotinspiegel im Blut zur Folge und die Atmung verbessert sich. Nach zwei bis drei Wochen steigt die Stamina, der Blutkreislauf stabilisiert sich und der Abtransport der Teerstoffe beginnt.

Zwischen dem ersten und dem neunten Monat legt sich der Husten, die Kurzatmigkeit wird weniger, chronisch entzündete Nasennebenhöhlen erholen sich, der Schleimabbau funktioniert besser und die Lungenflimmerhäarchen regenerieren sich. Außerdem kann sich die Lunge von Fremdstoffen reinigen. Das Herzinfarktrisiko liegt nach einem Jahr nur noch bei der Hälfte eines Rauchers. Das Krebsrisiko für Lunge, Mund, Luft-und Speiseröhre sinkt nach fünf Jahren um 50%. 10 Jahre rauchfrei lassen das Lungenkrebsrisiko auf Normalniveau fallen. Nach 15 Jahren ist das Herzinfarktrisiko gleich eines Nichtrauchers.

Den Entzug vorbereiten

Ob kalter Entzug oder Entzug mit Hilfsmitteln ist individuell zu entscheiden. Nikotin wird unterschiedlich schnell abgebaut. Das ist abhängig von genetischer Disposition und Umweltfaktoren. Studien zeigen, dass eine Pille, die den Nikotinabbau verzögert und so den Entzug fast beschwerdefrei gestalten lässt, Menschen mit schnellem Nikotinabbau hilft. Die Rückschläge durch Nornikotin treten jedoch trotzdem häufig auf. Nikotinpflaster, Sprays oder Kaugummis können weitere Hilfen sein. Sie geben reines Nikotin ab, jedoch ohne die Giftstoffe einer Zigarette und unter dem Wert dessen, was Raucher sich täglich mit Zigaretten zuführen.

Das Raucherentwöhnungsportal gibt zusätzlich folgende Tipps:

Ein neues Hobby baut Selbstbewusstsein auf und begleitet den Umbau des Belohnungszentrums im Gehirn zurück auf körpereigene Botenstoffe. Der Entzug ist dank Präparaten und einigen Kniffen schnell überstanden. Die gesundheitlichen und sozialen Errungenschaften überwiegen in jedem Fall.

©Fresnel/ ©

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