Vor Herbstferien in NRW

Corona in Dänemark: Grenzen sind für deutsche Urlauber dicht

Immer mehr Teile Europas werden zum Corona-Risikogebiet. Auch Dänemark ist betroffen. Jetzt sind die Grenzen für Urlauber dicht.

  • Das Coronavirus* breitet sich in Dänemark rasant aus.
  • Jetzt hat sich die dänische Regierung entschlossen vor Reisen nach Deutschland zu warnen.
  • Das gilt im Umkehrschluss auch für deutsche Urlauber - die Grenzen sind zu.

Update vom 22. Oktober, 16.37 Uhr: Schocknachricht aus Dänemark! Die Grenzen sind für deutsche Urlauber dicht. Aufgrund der hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus dürfen Deutsche ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Urlaubsreisen sind damit nicht mehr erlaubt.

Land Dänemark
HauptstadtKopenhagen
Bevölkerung5,806 Millionen (2019)
WährungDänische Krone

Dänemark hatte zuletzt ein Rekordhoch an Neuinfektionen gemeldet, von Mittwoch bis heute wurden 760 neue Fälle registriert. Die Regierung denkt über schärfere Regeln im Land nach, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. „Ich bin zunehmend besorgt.“

Die Pandemie breite sich rasch in ganz Europa aus, das nun zum Epizentrum geworden sei. . Dänemark rät ebenso von Reisen nach Deutschland ab. Ausnahmen gibt es für die Grenzregion Schleswig Holstein.

Risikogebiete in Dänemark: Corona-Zahlen steigen - Auswirkungen für Touristen aus Deutschland

[Erstmeldung vom 8. Oktober] Kopenhagen - Neue Reisewarnungen, neue Risikogebiete, wieder stark steigende Infektionszahlen mit dem Coronavirus* - und betroffen sind immer mehr beliebte Urlaubsziele der Deutschen. So hat es nach den Niederlanden und Österreich jetzt auch Dänemark getroffen. Die Reisewarnung umfasst Hovedstaden um die Hauptstadt Kopenhagen. Dazu zählt auch die beliebte Ferieninsel Bornholm. Was heißt das jetzt für Urlauber?

Es war die wohl umfangreichste Ausweitung der Risikogebiete seit der Aufhebung der generellen Reisewarnung für die EU und den grenzkontrollfreien Schengen-Raum im Juni. Fast alle Nachbarländer von Deutschland haben jetzt Regionen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet einstuft, berichtet wa.de*. Das Auswärtige Amt warnt offiziell vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in diese Regionen. Zuerst waren es die Niederlande mit den vor allem für NRW-Urlauber beliebten Provinzen Nord- und Südholland, dann Österreichs Hauptstadt Wien.

Jetzt sind auf einen Schlag alle Nachbarländer bis auf Polen und Luxemburg betroffen. In den Ballungsräumen breitet sich das Coronavirus besonders stark aus. In Dänemark ist daher nun auch Hovedstaden um die Hauptstadt Kopenhagen und mit der beliebten Ferieninsel Bornholm die erste Region, die als Risikogebiet ausgewiesen wurde. In Kopenhagen allein lebt mehr als ein Fünftel der dänischen Gesamtbevölkerung. Laut Auswärtigem Amt beträgt beträgt die Inzidenz in der Region mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Nach Angaben der Johns Hopkins University lag die Inzidenz in ganz Dänemark zuletzt bei 60,5.

Region in Dänemark jetzt Risikogebiet: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss in der Regel 14 Tage in Quarantäne. Durch die Einstufung als Corona-Risikogebiet müssen sich deutsche Urlauber nach ihrer Rückkehr aus der betroffenen Region in Dänemark 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann in Quarantäne bleiben, bis das Ergebnis da ist.

Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Das zuständige Gesundheitsamt überwacht die Quarantänepflicht. Sie gilt nicht, wenn jemand nur durch ein Risikogebiet gereist ist und sich dort nicht aufgehalten hat.

Neue Reisewarnungen vor den Herbstferien: Neben Dänemark auch weitere EU-Länder betroffen

Die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen bremsen nun auch wieder den Reiseverkehr in Europa. Seit Mittwochabend sind zahlreiche Urlaubsländer und Grenzregionen von einer Reisewarnung durch die deutsche Bundesregierung betroffen. Neben Dänemark hat es die Niederlande erneut getroffen. Hier gilt jetzt neben Nord- und Südholland auch die Provinz Utrecht als Risikogebiet. Und auch für Österreich gilt eine neue Reisewarnung: Das Bundesland Vorarlberg im Westen des Landes gilt jetzt als Risikogebiet.

Außerdem kamen die Hauptstädte Portugals und Irlands, sowie Risikogebiete in Frankreich, Kroatien, Slowenien, Rumänien und Ungarn hinzu. Es sind nun Regionen in 14 von 27 EU-Staaten zumindest teilweise wieder betroffen. Spanien wurde schon vor Wochen sogar komplett als Risikogebiet ausgewiesen. - *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder

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