Sonnenschirm und Liegestühle am Strand von Phuket in Thailand.
+
Ob es einen Oster-Urlaub 2021 trotz Corona-Pandemie geben wird, steht in den Sternen.

Corona-Pandemie

Oster-Urlaub 2021 gestrichen? Ministerpräsident sieht keine Chance für Reisen – Branche empört

An Ostern begeben sich normalerweise viele Deutsche auf Reisen. 2021 könnte das aufgrund der Corona-Pandemie ganz anders aussehen. Gibt es keine Chance auf Urlaub?

„Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen. Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zu „Bild am Sonntag“. „Zu große Mobilität etwa durch Reiseverkehr und Tourismus bereits im April ist Gift. Wir würden alles zerstören, was wir seit Mitte Dezember erreicht haben“, erklärte er weiterhin. Unterstützung erhielt er von dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir in diesem Jahr Osterurlaub machen können. Wir müssen die Osterwochen nutzen, mit möglichst geringen Kontakten die noch immer drohende dritte Welle mit den gefährlichen Mutationen abzuwenden. Ich wäre schon froh, wenn wir es ohne dritte Welle bis Ostern überhaupt schaffen“, erklärte dieser dem Nachrichten-Portal „Welt“.

Oster-Urlaub 2021: Reisen über die Feiertage nicht möglich?

Heißt das etwa, dass der Oster-Urlaub 2021* komplett ins Wasser fallen muss? Was Lockerungen zum Osterfest angeht, so möchte sich die Bundesregierung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Wie der Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin erklärte, spreche „vieles dafür, dass wir jetzt erstmal die Entwicklung der nächsten Wochen abwarten und dann bewerten, welche Lockerungen zu welchem Zeitpunkt möglich sind.“ Allerdings arbeite die Regierung daran, Ostern 2021 wieder zu einem ganz anderen Fest zu machen als 2020. Die Lage entwickle sich mit Blick auf die Neuinfektionen und die Zahl der intensivmedizinischen Behandlungen positiv, „aber diese Lage ist noch unsicher“. Gerade die Ausbreitung der Mutationen machen der Regierung Sorgen.

Auch interessant: Mallorca-Urlaub dieses Jahr mit Corona-Impfpass? Balearen wollen schon bald wieder Touristen begrüßen.

Corona 2021: Reise-Branche empört über Aussagen zu Oster-Urlaub

Die Reise-Branche zeigt sich entsetzt über Kretschmers Absage für den Oster-Urlaub: „Nachdem wir letzte Woche bei dem Beschluss schon nicht erwähnt wurden, jetzt mit solchen Äußerungen hier für Verunsicherung und existenzielle Nöte zu sorgen, ist völlig inakzeptabel. Darüber hinaus ist es auch rechtlich fragwürdig“, sagte Ingrid Hartges, Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, unter anderem dem Sender n-tv. Das Infektionsschutzgesetz erlaube Schließungen nur für jeweils vier Wochen. „Wir erwarten eine konkrete Öffnungsperspektive. Wir sind seit dem 2. November geschlossen. So geht es definitiv nicht.“

Auch Göran Holst, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbandes, kann solche pauschalen Aussagen nicht verstehen: „Es findet eine Gleichbehandlung statt, obwohl es unterschiedliche Sachverhalte sind!“, erklärte er laut RTL. Es solle seiner Meinung nach ein deutlicher Unterschied zwischen den einzelnen Unterkunftsformen gemacht werden, schließlich seien die Gegebenheiten beispielsweise in Hotels ganz anders als in Ferienwohnungen. „Bei einer Ferienwohnung hab ich keinen Frühstücksraum, wo sich Menschen begegnen, ich hab keinen Fahrstuhl, wo sich Menschen begegnen, höchstens wie in einem normalen Wohngebäude. Und das heißt, abstrakt betrachtet ist die Gefahr viel, viel geringer, dass ich mich anstecke und darum ist unser Appell: Erlaubt einen früheren Urlaub in Ferienwohnungen als in anderen Unterkunftsformen!“

Ob an Ostern wieder normal verreist werden kann, steht wohl noch in den Sternen. Allerdings machte zumindest Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, Hoffnung darauf, dass der Reisebetrieb zu Pfingsten langsam wieder in Fahrt kommen könnte. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Sind Reisen bald wieder möglich? Was Bund und Länder beim Corona-Gipfel beschlossen haben.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Urlaub umbuchen und stornieren – das sind die aktuellen Regeln der Reiseveranstalter
Urlaub umbuchen und stornieren – das sind die aktuellen Regeln der Reiseveranstalter
Urlaub umbuchen und stornieren – das sind die aktuellen Regeln der Reiseveranstalter
Erstes Urlaubsland will Quarantäne-freie Einreise erlauben – auch für Touristen, die nicht geimpft sind
Erstes Urlaubsland will Quarantäne-freie Einreise erlauben – auch für Touristen, die nicht geimpft sind
Erstes Urlaubsland will Quarantäne-freie Einreise erlauben – auch für Touristen, die nicht geimpft sind

Kommentare