Rentenreform 2019: Das bedeutet sie fürs Einkommen

Im November haben Bundestag und Bundesrat die geplanten Änderungen bei der Rente durchgewinkt. Die Kosten für die Reform belaufen sich allein im Jahr 2019 auf 4,1 Milliarden Euro. Wie sich die Reform aufs Gehalt der Verbraucher auswirkt, erklären wir hier.

Beitragskappung bei 20 Prozent

Zentrales Novum der am 1. Januar 2019 in Kraft tretenden Rentenreform ist die doppelte Haltelinie: Das Rentenniveau soll bis 2025 nicht unter 48 Prozent rutschen, die Beiträge die Höhe von 20 Prozent nicht übersteigen.

Zurzeit liegt der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 18,6 Prozent. Er wird vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte beglichen. Sollte der Beitrag auf 20 Prozent steigen, müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 0,7 Prozent pro Monat mehr bezahlen. Ein Arbeitnehmer, der das sogenannte Mediangehalt von 3.133 Euro erhält, hätte dann eine monatliche Mehrbelastung von 21,93 Euro zu tragen.

Gleichzeitig müssen Arbeitnehmer wegen der zu erwartenden Versorgungslücke bei der gesetzlichen Rente zunehmend privat vorsorgen, wenn sie später keine finanziellen Einschnitte durch eine zu niedrige Rente erleben wollen. Das sind Mehrausgaben, die ihre Nettoeinkünfte weiter schmälern. Wer für sich das Optimum bei der Vorsorge herausholen möchte, sollte sich ausführlich beraten lassen – von Finanzberatungsunternehmen wie Swiss Life Select, einem Bankberater oder einem unabhängigen Finanzberater. Finanzdienstleister wie Swiss Life Select bieten zusätzlich Produkte zur Absicherung der Arbeitskraft und zum langfristigen Vermögensaufbau an.

Beitragssenkung bei der Arbeitslosenversicherung

Im Rahmen der Rentenreform sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozent. Die Senkung ist zeitlich begrenzt, ab 2022 soll sie nur noch 0,4 Prozent betragen.

Zurzeit liegt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung bei drei Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich diesen Betrag und zahlen jeweils 1,5 Prozent. Von der Reform profitieren also beide. Bis zum Jahr 2022 zahlen sie nur je 1,25 Prozent, danach 1,3 Prozent. Ein Arbeitnehmer mit dem Mediangehalt von 3.133 Euro spart ab Januar 2019 pro Monat 7,83 Euro, ab 2022 sind es 6,27 Euro.

Erhöhung der Mütterrente

Die Bundesanstalt für Arbeit vergibt auf Basis des persönlichen Einkommens Rentenpunkte, die zur Berechnung der späteren Rente dienen. Mit dem Inkrafttreten der Rentenreform Anfang 2019 erhalten Mütter einen halben Prozentpunkt zusätzlich für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde.

In Westdeutschland hat ein Rentenpunkt zurzeit einen Wert von 32,03 Euro, im Osten der Republik sind es 30,69 Euro. Eine Mutter (West) erhält ab 2019 für jedes vor 1992 geborene Kind eine monatliche Mütterente in Höhe von 16,02 Euro, im Osten sind es 15,35 Euro. Eine Mutter mit drei vor 1992 geborenen Kindern kommt insgesamt auf 48,06 (West) beziehungsweise 46,05 Euro (Ost).

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

SV Hochlar verkauft sich teuer - TuS Haltern im Viertelfinale
SV Hochlar verkauft sich teuer - TuS Haltern im Viertelfinale
Nach Morddrohungen: Trainer und Team des SV Herta ziehen Konsequenzen
Nach Morddrohungen: Trainer und Team des SV Herta ziehen Konsequenzen
Ein Leichtverletzter nach Zimmerbrand an der Forellstraße - drei Straßen gesperrt
Ein Leichtverletzter nach Zimmerbrand an der Forellstraße - drei Straßen gesperrt
Mit "Stinke-Finger" durch den Stau - Polizei stoppt 54-Jährigen
Mit "Stinke-Finger" durch den Stau - Polizei stoppt 54-Jährigen
Bierhoff kontert Hoeneß-Attacke - Bayern-Präsident feuert nächste Pfeile ab
Bierhoff kontert Hoeneß-Attacke - Bayern-Präsident feuert nächste Pfeile ab

Kommentare