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Sichere Investments: Gibt es das überhaupt?

In Zeiten weltweiter Krisen und stark schwankender Aktienkurse stellt sich der Verbraucher die Frage, ob es überhaupt noch sichere Investments gibt. Die richtige Anlageform hängt zum einen von den persönlichen Wünschen des Nutzers ab und zum anderen von dessen Risikobereitschaft. 

Fakt ist, dass konservative Anlageform für all diejenigen genau das Richtige sind, für die ein besonders geringes Ausfall- oder Verlustrisiko wichtig ist. Anleger jedoch, die sich auf hohe Renditen fokussieren, tragen dafür in der Regel ein höheres Risiko.

Der Goldpreis ist vor allem für die weniger risikofreudigen Anleger sehr interessant. Im Gegensatz dazu sind Derivate vor allem für risikofreudige Anleger eine Überlegung wert.

Diversifikation trägt zur Sicherheit bei
Wenn es darum geht, sein Geld möglichst sicher anzulegen, sollte man auf eine gute Streuung seines Kapitals achten. Diversifikation bedeutet, das Risiko durch die Investition in verschiedene Finanzprodukte zu streuen.

Auch wenn es kein perfektes diversifiziertes Portfolio gibt, so sorgt die Verteilung des eigenen Vermögens auf verschiedene Anlageklassen für eine gewisse Sicherheit, da es die Stabilisierung des eigenen Anlageportfolios erheblich verbessern.

Mit einer solchen Anlagestrategie kann es sein, dass man ähnliche Renditen wie bei reinen Aktieninvestments erzielt. Jedoch ist das Risiko hier nur 1/3 so hoch wie bei einer reinen Aktienanlage.

Rendite und Sicherheit gehen oftmals nicht Hand in Hand
Eine maximale Rendite mit gleichzeitig hoher Sicherheit sind bei Investitionen für gewöhnlich auszuschließen. Das bedeutet, wem an maximaler Sicherheit gelegen ist, der sollte dabei nicht an die höchsten Renditen denken. Bei der „sicheren“ Anlageform sind die Renditen eher niedrig, dafür darf man hier in der Regel mit realistischen Zahlen bei der Wertentwicklung rechnen.

Sichere Geldanlagen
Sehr sichere Anlagen sind beispielsweise ein Sparbuch oder Festgeldkonto. Diese Form der Einlagen ist durch die staatliche Einlagensicherung bis zu einem gewissen Höchstbetrag (derzeit 100.000 Euro) je Institut geschützt.

Eine Faustregel sagt dabei, dass mindestens zwei bis drei Monatsgehälter auf flexiblen Giro- oder Tagesgeldkonten für ausreichend Liquidität bei plötzlich notwendigen gewordenen Investitionen sorgen.

So können Anleger ihre Vermögensanlagen diversifizieren
Im ersten Schritt müssen sich Anleger über Ziele und ihre Möglichkeiten ein klares Bild verschaffen. Was die Streuung des Risikos betrifft, so spielt es hier überhaupt keine Rolle, ob über mehrere Jahre monatlich eine bestimmte Summe zurückgelegt werden soll oder ob es sich um einen Einmalbetrag wie zum Beispiel ein Erbe handelt. Hier gilt es immer auf eine ausgewogene Anlagestruktur zu achten.

Die Vielzahl der Anlageklassen ist recht groß. Dazu zählen:

●     Bankeinlagen, Sparbuch, Festgeld, Tagesgeld

●     Aktien

●     Investmentfonds, Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, ETFs (Indexfonds)

●     Anleihen, Rentenpapiere, festverzinsliche Wertpapiere

●     Rohstoffe, Edelmetalle, Gold

●     Immobilien, Immobilienfonds, REITs

●     Beteiligungen, Sachwerte

●     Crowdlending, Crowdinvesting (Investition in Privatkredite, Unternehmenskredite, Immobilien)

●     Kryptowährungen

So lautet die 3-Schritte-Faustregel zur Diversifikation
Den Grundstock des Vermögens bilden sichere Einlagen, also das Sparbuch, Festgeld oder Tagesgeld.

Kapital- und ertragsbildende Anlageformen gesellen sich für den mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau hinzu. Dabei kann es sich dann um festverzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds, ETFs, Immobilienfonds oder dividendenstarke Aktien handeln.

Für die höhere Gesamtrendite werden dann renditestarke und chancenreiche Kapitalanlagen hinzu. Dabei handelt es sich dann beispielsweise um Aktien, Rohstoffe, Beteiligungen, Crowdinvesting oder Kryptowährungen.

Wichtig ist zudem, dass bei allen Anlageformen immer gezielt Werte aus verschiedenen Regionen und Branchen ausgewählt werden sollten.

Das Klumpenrisiko und was es bedeutet
Klumpenrisiko bedeutet, dass das Anlagekapital in nur ein oder einige wenige Investments gesteckt wird. Anleger, die vor allem auf Sicherheit bedacht sind, neigen dazu, ihr Geld in Immobilien, dem sogenannten Betongold, zu investieren.

Handelt es sich hier um eine selbst genutzte Immobilie, so ist das auch eher unproblematisch, da hier ja immer die Kosten für die Miete gespart werden. Anders kann es sich jedoch verhalten, wenn in Immobilien investiert wird, die ausschließlich der Vermietung dienen. Nicht selten werden hier verschiedene Faktoren nicht ausreichend betrachtet.

Zu diesen Faktoren gehören vor allem der mögliche Mietausfall wegen Leerstand oder die Kosten für Renovierung und Instandhaltung. Die bessere Variante ist hier das Teilinvestment in offene Immobilienfonds oder in Aktien von Immobiliengesellschaften. Hinzu kommt, dass man sich von diesen Anlageformen relativ leicht trennen kann.

Das Klumpenrisiko besteht aber auch dann, wenn sich der Aktienkauf auf nur ein Unternehmen beschränkt oder wenn es sich um Staatsanleihen von nur einem Land handelt. Warum das so ist, machen die negativ Entwicklungen der Energieversorger oder auch des Volkswagen-Konzerns deutlich. Die Energieversorger sind stark durch die Auswirkungen der Pandemie betroffen, da sich die Energieabnahmen drastisch reduziert haben. Der Volkswagen-Konzern leidet noch immer unter dem Abgasskandal. Hier zum Beispiel streut eine Verteilung auf Aktien auf verschiedene Fahrzeughersteller das Risiko deutlich. Das genau bedeutet dann eine Diversifizierung.

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