Sicherheit auf der Straße: Darauf sollten Fahrradfahrer achten

Fahrradfahren zählt in Deutschland zu den beliebtesten Hobbys. Es verbindet die aktive Bewegung mit dem Aufenthalt an der frischen Luft, fördert einen gesunden Herz-Kreislauf und sorgt bei regelmäßiger Ausübung für mehr Ausdauer. Darüber hinaus avanciert das Rad auch immer mehr zum bevorzugten Fortbewegungsmittel im Alltag als Alternative zum Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Dadurch gesellen sich stetig neue Radfahrer zum täglichen Berufsverkehr. Dass das nicht immer harmonisch verläuft, zeigen die Unfallstatistiken in Dortmund, Recklinghausen und Co. Im Juni kam es daher am Tag der Verkehrssicherheit zu einer Debatte unter Verkehrsexperten, Stadtplanern und Politikern, um das Fahrradfahren sicherer zu gestalten. Worauf Radfahrer unbedingt achten sollten, um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, verrät dieser Beitrag.

Die richtige Ausstattung schützt den Fahrradfahrer

Lange, milde Sommertage sowie konstante Temperaturen sorgen dafür, dass . Das führt zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und nicht alle Radfahrer achten dabei auf die eigene Sicherheit. Diese ist nur gewährleistet, wenn die richtige Ausstattung auf jeder Tour aufgesetzt und angelegt wird. Ein grundlegendes Accessoire ist der Fahrradhelm. Dieser sorgt dafür, dass der Kopf bei einem Sturz geschützt ist. Nicht jeder Fahrradfahrer trägt einen Helm. Die Gründe sind facettenreich, häufig geht es aber um die Optik. Online , die sowohl die Sicherheit auf der Straße gewährleisten als auch optisch einen guten Eindruck machen. Die Sicherheitsbestimmungen sind bei Herren- und Damen-Modellen gleich, während das Design variabel an den eigenen Geschmack angepasst werden kann. Um einen geeigneten Fahrradhelm zu finden, ist es wichtig, auf folgende Eigenschaften zu achten:

  1. Ein gerader Sitz ist lediglich dann gegeben, wenn der Helm weder wackelt noch einengt. Wenn das Kopfband unangenehmen Druck ausübt, ist der Fahrradhelm zu eng.
  2. Belüftungsschlitze sorgen dafür, dass die Kopfhaut durchatmen kann. Das ist sehr wichtig, um eine intensive Bildung von Schweiß und damit ein unangenehm feuchtes Gefühl auf dem Kopf zu vermeiden.
  3. Der Helm schützt nur dann im vollen Umfang, wenn er mit einem effektiven Sicherheitssystem ausgestattet ist. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte MIPS-System. Bei der Herstellung sind mehrere Materialien und Schutzzonen so verarbeitet worden, dass der Kopf bei einem Unfall vor der äußeren Aufprallwirkung geschützt ist und einer Gehirnerschütterung vorgebeugt wird.
Neben dem Helm gehören ebenso atmungsaktive und bequeme Bekleidung, geeignete Schuhe, eine Fahrradpumpe, Flickzeug, ein Schloss, spezielles Werkzeug und ein Ersatzschlauch zur wichtigen Ausrüstung eines Fahrradfahrers.

Das verkehrssichere Fahrrad nach den Bestimmungen der StVO

Laut dem und den Bestimmungen der StVO bestehen Grundregeln, die jedes Fahrrad erfüllen muss, um verkehrssicher zu sein. Um nach der geltenden Straßenverkehrszulassungsordnung auf dem Asphalt fahren zu dürfen, benötigt ein Fahrrad:

  1. Eine gut zu hörende und helltönende Klingel
  2. Zwei Bremsen, die unabhängig voneinander agieren
  3. Zwei Pedale, die rutschfest und festgeschraubt sowie mit gelben Rückstrahlern ausgestattet sind

Des Weiteren ist . Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Druck schaden dem Reifen. Eine Konsequenz ist ein schnellerer Verschleiß und daraus resultierend ein potenzielles Unfallrisiko.

Empfehlenswert ist außerdem eine Standlichtanlage, um auch bei einer Pause in der Dunkelheit gesehen zu werden. Reflektoren an der Fahrradbekleidung und eine Helmlampe erhöhen die Sichtbarkeit ebenfalls.

TIPP-BOX

Neben Bremsen und Klingel gehört die Beleuchtung des Fahrrads zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen, um sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Gemäß StVO sind sowohl ein rotes Rücklicht als auch ein Frontscheinwerfer mit weißem Lichtschein Vorschrift. Zuzüglich sind Reflektoren in den Speichen anzubringen, um die Sichtbarkeit für den seitlichen Verkehr zu gewährleisten. Heute steht auch die mobile Fahrradbeleuchtung im Batterie- oder Akku-Betrieb auf der grünen Liste der Prüfstellen. Wichtig ist, dass die Beleuchtung stets ein Siegel des Kraftfahrt-Bundesamts besitzt.

Sicheres Verhalten auf ausgeschilderten Radwegen und im Straßenverkehr

Grundsätzlich . Auf einem ausgeschilderten Radweg ist es beispielsweise nicht erlaubt, in die entgegengesetzte Fahrtrichtung zu radeln. Gekennzeichnete Wege für Fußgänger und Radfahrer sind gemeinsam zu nutzen. Die Fahrradfahrer nehmen allerdings Rücksicht auf die Fußgänger. Bei getrennten Wegen ist es Radfahrern verboten, beim Überholen die eigene Fahrspur zu verlassen.

Wer einen Zebrastreifen überqueren will, steigt von seinem Rad ab. Ansonsten haben die wartenden Autos hier Vorfahrt. Leider ist die Infrastruktur für Radfahrer nicht in allen Städten im Kreis Recklinghausen und Umgebung gut ausgebaut. Oft ist eine gemeinsame Fahrspur für Autos und Fahrräder gleichermaßen nutzbar. Insbesondere Kreuzungen stellen ein großes Gefahrenpotenzial für Radfahrer dar, weil sie keinerlei „Knautschzone“ haben. „Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“ ist daher wichtiges Mantra für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

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