Technik-Trends für Radler

Wer bei der Überschrift lediglich an den Hype um diverse E-Bike-Modelle denkt, der vergisst so einige technische Innovationen, die die Welt technik-affiner Radler revolutionieren könnten. Welche Technik-Trends es für Zweiräder gibt, zeigt dieser Beitrag.

E-Bikes. So groß ist der Markt mittlerweile.

60 Millionen Fahrräder touren in Deutschland über die Straße. Zwischen 3,5 und vier Millionen davon sind E-Bikes. Die Nutzung ist unterschiedlich. Bei regulären Pedelecs lässt sich keine Haupt-Nutzergruppe festmachen. S-Pedelecs hingegen – sie fahren bis zu 45 Stundenkilometern, brauchen eine extra Versicherung und es herrscht Helmpflicht – werden tendenziell häufiger von Berufspendlern genutzt. Nachdem regelmäßig Diskussionen über die Sicherheit beim E-Bike-Fahren in den Medien kursieren, zeigte sich: Vor allem das Tunen von E-Bikes ist mit Gefahren verbunden und auch nicht immer legal. Eine Übersicht über geltendes Recht und Gefahren im Zusammenhang mit dem E-Bike-Tunen . Allein die erhöhte Geschwindigkeit der S-Pedelecs gefährdet die Fahrer mit technischer Unterstützung übrigens nicht.

Auf dem Weg zum besseren Radwegenetz. Die technische Datenanalyse kann helfen

Insgesamt 12.000 Kilometer misst das Netz der Radfernwege, das Deutschland durchzieht. Wer einmal quer durch Deutschland radeln will, hat – – 960 Kilometer vor sich. Die Strecke säumen insgesamt 225 radlerfreundliche Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe sowie Kulturelles in Form von sieben UNESCO-Welterbestätten. Doch wie ist es um das übrige Radwegenetz bestellt? Oftmals sehr schlecht, heißt der Tenor der Radfahrer. In der Praxis zeigt sich oft dieses Bild: Passionierte Radler machen sich auf den Weg und bestreiten ihre Tour auf Radwegen in teilweise desolatem Zustand. Sie melden diese an die Städte und Kommunen, die in der Verantwortung stehen. Und mit viel, viel Glück kommt es zum Ortstermin mit Feststellung, was auf dem Radweg zu tun ist. Ausgebessert und aus dem Kopf passiert nun solange nicht mehr auf eben diesem Weg bis die nächste Beschwerde aufläuft. Der aktuell stark digitalisierten Gesellschaft ist diese Form des Datenmanagements wahrlich ein Dorn im Auge. Eine neue Idee, , könnte nun Schule machen. Das Prinzip dabei ist, dass jeder Radler selbst ein Stück der Radstrecke via Datenanalyse dokumentiert. Die TU Dresden hat es sich zum Ziel gesetzt, so die Radverkehrsplanung zu optimieren.

Radler-Apps in der Übersicht

Apps haben heute längst alle Lebensbereiche erobert – auch die Welt der Fahrradfahrer. Die bekanntesten Fahrrad-App-Varianten, , ermöglichen ein Tracking der Fahrroute oder weisen diese via Fahrrad-Routenplan überhaupt erst aus. Die Alternative zur Routen-App ist das Fahrrad-Navi, das – analog zum Auto-Navi – eine klassische Routenplanung vorgibt. Allerdings ist dafür ein extra Gerät nötig. Natürlich gibt’s die gewünschte Routenplanung nicht nur im Bild auf einer Karte, sondern auch mit Sprachansage. Eine Challenge in der Radler-Community ist möglich, wenn die eigenen Daten mit anderen Radler-Daten verglichen werden. Wer das beste Ergebnis, beispielsweise bei der App Strava, auf einer bestimmen Strecke erreicht, kann nach einer neuen Herausforderung suchen. Bei denjenigen, bei denen die sportliche Aktivität beim Radeln im Fokus steht, werden Fahrrad-Apps häufig mit Fitness-Sensoren kombiniert. Vitalfunktionen in Abhängigkeit vom Fahrprofil oder der Wegstrecke zu analysieren, ist eine spannende Angelegenheit und kann auch Auskunft darüber geben, wie es um die Fitness des Radlers bestellt ist. Spezielle Radfahrer-Workouts sowie technische Unterstützung für die Indoor-Cycling-Saison beinhalten die Apps Zwift Mobile und Indoor Cycling Workout. Wer die individuelle Fahrleistung mithilfe von Reifen und Gangverhältnis optimieren möchte, der ist mit der App Bike Gear Calculator gut beraten. Sie ermöglicht den technischen Ansatz der Leistungssteigerung. Auch in punkto Komfort und Bequemlichkeit gibt es mittlerweile technische Helfer: Size my Bike, Bike Fast Fit und Saddle Adjust sorgen für die perfekte Fahrradabstimmung. Auf ihre Kosten kommen auch alle Hobby-Fahrrad-Schrauber. In sogenannten Werkstatt-Apps erhalten die passionierten Radler eine Anleitung, wie sie selbst und in Eigenregie ihr Fahrrad reparieren können. Einfache Tipps, wie sich der Reifendruck prüfen lässt und Reifen richtig aufgepumpt werden, .

Der gute, alte Bordcomputer. Das Tachometer ist (noch) kein Auslaufmodell

Wer jegliche Form von technischer Unterstützung auf dem Smartphone bündelt, der hat den guten, alten Bordcomputer – den Tacho – sicherlich längst vergessen. Warum der Tacho noch immer seine Berechtigung hat – selbst neben Smartphone und Co – liegt an der Zielgruppe. Der Tacho ist bezogen aufs Fahrzeug. Das Smartphone hingegen hat nur seinen Besitzer im Fokus.

Fazit: Technik ja, aber nur mit entsprechendem Sicherheitsequipment

Die meisten technischen Geräte, die Radlerherzen höher schlagen lassen, eint diese Herausforderung: Jedes technische Gerät muss am Fahrrad angebracht werden – egal ob Smartphone, Tacho oder Fahrrad-Navi. Mindestens ebenso wichtig wie die Befestigung des technischen Equipments sind auch die Absicherung dieser sowie die Sicherung des Fahrrads im Allgemeinen. Ein Fahrradschloss gehört zur Grundausstattung. könnte – je nach Wert des Fahrrads – eine sinnvolle Anschaffung sein. Technisches Equipment sollte nie am Fahrrad zurückbleiben, wenn der Besitzer sich vom Drahtesel entfernt. Praktische Taschen ermöglichen es buchstäblich im Handumdrehen das technische Equipment abzunehmen und mitzunehmen. Leider ist das nicht nur für Besitzer möglich, sondern auch für Langfinger. Abbildung 1: pixabay.com © ()

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