Tipps wie man als Daytrader den Markt schlagen kann

Jeder Anleger von Aktien, Devisen oder Hebelprodukten möchte besser sein als der Markt. Auch wenn es sehr schwer ist den Markt langfristig zu schlagen, so ist es doch möglich.

Die Gruppe von Investoren, die sich diesem Ziel verschrieben haben sind insbesondere die Daytrader. Ihre Handelsstrategie bezieht sich zeitlich auf einen Tag, das heißt, dass alle Handelspositionen zum Handelsschluss wieder geschlossen werden. Somit wird jedes Risiko von Kursverlusten über Nacht ausgeschlossen. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen bleiben Positionen am Handelsende des Tages offen. Damit ein Daytrader den Markt übertrifft, bedarf es verschiedener Faktoren. Nur wenn diese konsequent eingehalten werden, kann er den Markt übertreffen.

Wissen über Wirtschaftszusammenhänge, Börsenhandel, und Wertpapiere sammeln

Trader ist kein erlernbarer Beruf, dennoch bedarf es wie bei allen Berufen oder erfolgreichen Tätigkeiten eines bestimmten Wissens. Erfolgreiche Börsenanleger müssen über ein hohes Maß an Fachwissen verfügen. Wichtig sind Informationen über die konjunkturelle Situation und deren Veränderungen. Kenntnisse der politischen Situationen sind sehr wichtig. Sie beeinflussen die tagtägliche Wirtschaft ich hohem Maße. Informationen zu den Unternehmen, deren Aktien an den Börsen gehandelt werden, sind unerlässlich. Sie bilden die Grundlage für die zukünftigen Kurschancen. Damit der Daytrader den Markt schlagen kann, muss er über all diese Informationen verfügen. In dem digitalen Zeitalter ist die Schnelligkeit der Marktinformationen entscheidend. Er muss sicherstellen, dass er möglichst schnell an die Informationen kommt. Hierzu ist die Nutzung eines Börsenticker eine gute Voraussetzung. Auch die Nutzung von Fachportalen wie ist sehr hilfreich.

Anfangs kleine Positionen eingehen und Strategie festlegen

Neben den theoretischen Kenntnissen bedarf es praktischer Erfahrung. Angehende Daytrader sollten anfangs nur kleinere Positionen eingehen. Damit wird das Verlustrisiko reduziert. Mit zunehmender Erfahrung können höhere Positionen eingegangen werden. Aber auch für erfahrene Daytrader kann es oftmals ratsam sein, je nach bestehender Unsicherheit geringere Positionen einzugehen. Erfahrene Trader wissen, dass man das Handelsvolumen bei Verlusten reduzieren sollte. So können hohe Kursverluste vermieden werden. Bei steigenden Kursen sollte das Handelsvolumen erhöht werden. Dies bezeichnet man mit „dem Markt folgen“.

Ebenfalls wichtig ist eine Streuung des Kapitals auf mehrere Positionen. Gerade Anfänger machen den Fehler, dass sie auf einige wenige Werte setzen. Bei negativer Kursentwicklung ist das Verlustrisiko dann sehr hoch.

Zu Beginn der Tätigkeit und auch zwischendurch ist es sehr wichtig eine Strategie zu erstellen bzw. diese gegebenenfalls zu überarbeiten. Kein Mensch ist in der Lage alle Märkte zu überblicken. Daher ist es vorteilhaft sich auf wenige Märkte oder Aktiengattungen zu konzentrieren, beispielsweise nur DAX-Werte oder nur Technologieaktien. Bei einer solchen Beschränkung ist es einfacher ein hohes Wissen aufzubauen und die Märkte zu beobachten. Den Markt zu schlagen ist bei dieser Spezialisierung besser möglich. Die Strategie sollte auch beinhalten, ob auch andere Assets gehandelt werden, beispielsweise Devisen, oder Hebelprodukte. Je breiter die Handelspalette, desto größer muss das Wissen sein über die Einflussfaktoren dieser Produkte sein. Gerade die Hebelprodukte bieten große Chancen, aber auch sehr hohe Risiken. Geschickt eingesetzt können sie dazu beitragen den Markt zu übertreffen.

Den Verlust absichern

Kein Trader ist gegen eine Fehleinschätzung gefeit. In solchen Fällen ist es wichtig ein Verkaufslimit, sog. Stopplimit, zu setzen. Damit lässt sich das Risiko des Verlustes begrenzen. Je höher die Unsicherheit auf steigende Kurse ist, desto wichtiger sind diese Begrenzungslimits. Die Positionen werden dann verkauft, sobald die Kursverluste diese Untergrenzen überschreiten. Treten bei dieser Strategie Kurssteigerungen ein, sollten diese „Stopp-Loss-Grenzen“ angehoben werden. Somit können Kursgewinne abgesichert werden.

Wer den Markt langfristig schlagen will, muss seine Verluste begrenzen. Das geht nur mit konsequent festgelegten Stopp-Loss-Grenzen.

Disziplin bewahren

Erfolgreich wird in jedem Metier nur wer diszipliniert vorgeht. Das gilt besonders für Trader. Er darf seinen Emotionen nicht blind folgen, sondern vielmehr strikt seine Strategie umsetzen. Dies gilt gerade bei Verlustphasen. Langfristige Anleger nehmen vorübergehende Kursverluste in Kauf. Ein solches emotionales Handeln kann für Daytrader große Risiken bedeuten. Hoffnungen auf eine zügige Kurserholung sind konsequent auszuschalten.

Genauso konsequent muss er bei Gewinnen handeln. Auch hier ist konsequent zu verkaufen, sobald das gesetzte Ziel erreicht ist. Gerade hier den richtigen Zeitpunkt zu finden ist sehr schwer. Hoffnungen auf weiter steigende Kurse können dazu führen, dass statt Gewinne Verluste eintreten. Das Setzen von Verkaufslimits erleichtet auch hier die Einhaltung von Disziplin.

Um den Markt zu schlagen darf auch keine Gier entstehen. „Gier frisst Hirn“ so ein bedeutender Börsenspruch. Wenn die Erwartungshaltung zu hoch ist, werden sehr schnell die Risiken ausgeblendet. Eine solche Haltung hat für Daytrader fatale Folgen. Die Gier verleitet zu einem fehlerhaften Handeln, Verluste sind vorprogrammiert.

Beherrschen von Chart-Graphiken

In der Börsenwelt spielt die Chart-Theorie eine sehr wichtige Rolle. Viele Investoren und Trader orientieren sich in ihrem Handeln ausschließlich daran. Der Glaube besteht darin, dass in den aktuellen Kursen alle wesentlichen Informationen enthalten sind. Aus dem historischen Chart lässt sich somit auf die zukünftige Entwicklung schließen. Auch wenn der Daytrader sich nicht ausschließlich auf den Chart verlässt, sollte er die Chart-Theorie anwenden können und verstehen. Um besser zu sein als der Markt , muss er nachvollziehen können wie die Marktteilnehmer denken. Für den chartorientierten Daytrader ist die richtige Interpretation sowieso unumgänglich.

Nicht täglich handeln

Ein Daytrader ist nicht jemand, der täglich handeln muss, sondern ein Trader, der innerhalb eines Tages seine Order glattstellt. Es gibt Tage und Phasen, da herrscht eine derart negative Börsenstimmung, dass ein erfolgreiches Traden fast unmöglich ist. In solchen Phasen sollten keine Börsengeschäfte getätigt werden. Es gilt dann der Grundsatz „ Kein Handel ist besser als ein Handel mit Verlust“. Diese Zeit sollte sinnvoll genutzt werden um Unternehmensmeldungen und Wirtschaftsinformationen zu analysieren. Wenn dann wieder Tage mit aussichtsreichen Kurschancen kommen, sollte desto intensiver gehandelt werden. Auch bei dieser Vorgehensweise ist die notwendige Disziplin erforderlich.

Positive Psyche

Wie bei allem ist eine positive Grundeinstellung sehr wichtig. Die positive Grundhaltung resultiert wesentlich aus den Erfolgen der Vergangenheit. Daher ist es sehr wichtig viele kleine Erfolge zu erzielen. Auch wenn bei den Kursgewinnen nicht der extrem hohe Kursgewinn vorhanden ist. Viel wichtiger für die eigene Psyche des Daytrader ist es zu wissen, dass er in der Vergangenheit sehr häufig Kursgewinne erzielt hat. Übersteigen diese in der Menge deutlich die Kursverluste, erzeugt dies eine positive Grundeinstellung zu seinen Orders. Man darf die positive Grundeinstellung nicht unterschätzen, nur wenn diese vorhanden ist, besteht eine Bereitschaft zum Eingehen von Risiken. Hohe und häufige Kursverluste schränken den Daytrader in seiner eigentlichen Tätigkeit, dem Handeln, sehr stark ein. Die Folge davon ist, dass erfolgversprechende Geschäfte aus Angst nicht eingegangen werden.

Fazit

Daytraden ist ein sehr anstrengendes Geschäft, das hohe Anforderungen und Wissen an die Person stellt. Damit der Erfolg eintritt ist neben dem fachlichen Können die Einhaltung einer eisernen Disziplin erforderlich. Wer gegen dieses Grundprinzip verstößt, wird langfristig keine Erfolg haben und schlechter sein als der Markt. Wer dagegen die vorgenannten Punkte befolgt, der wird den Markt nachhaltig übertreffen. Wie immer im Leben gehört zum Erfolg auch das Glück. Besonders im Börsengeschäft ist das Glück ein wichtiger Helfer zum Erfolg. Aber es gilt der Grundsatz, dass das Glück dem Tüchtigen hold ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Online-Voting: Wer sind die Sportler des Jahres 2019 im Kreis Recklinghausen?
Online-Voting: Wer sind die Sportler des Jahres 2019 im Kreis Recklinghausen?
Recklinghausen lockt mit verkaufsoffenem Sonntag in die Altstadt - und mehr
Recklinghausen lockt mit verkaufsoffenem Sonntag in die Altstadt - und mehr
Weiße Pracht vor dem Rathaus Herten: So lief die  Eröffnung der "Winterwelt"
Weiße Pracht vor dem Rathaus Herten: So lief die  Eröffnung der "Winterwelt"
Pause an dieser Marler Baustelle
Pause an dieser Marler Baustelle
Umweltverband reiste nach Helsinki: Können die Finnen das Kraftwerk stoppen?
Umweltverband reiste nach Helsinki: Können die Finnen das Kraftwerk stoppen?

Kommentare