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12 Tipps um Ihre Gesundheit zu sichern

Gesundheit ist ein normaler Urzustand, der im Leben der Menschen schon immer mannigfaltigen Bedrohungen ausgesetzt war. Heute kann jeder einzelne mehr gegen diese Bedrohungen tun als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit, und es braucht oft nicht mehr als etwas Aufmerksamkeit, um die Gesundheit besser zu sichern:

Die (altbekannten, oft nicht befolgten) Grundlagen

Unser Körper ist ein höchst leistungsfähiges, kompliziertes, fein abgestimmtes Konstrukt, das über ein hohes Maß an Selbstheilungskräften verfügt (bis zu 80 % jeder Heilung sind auf diese körpereigenen Kräfte zurückzuführen, sagen auch Mediziner). Wenn alle Stoffwechselvorgänge gut funktionieren, steckt der Körper viele Gesundheitsstörungen fast unbemerkt weg - dieses gute Funktionieren wird gefördert, wenn dem Körper folgende "Basics" in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden:

1. Ernährung: Über Essen und Trinken sollten dem Körper täglich die Stoffe zugeführt werden, die für die verschiedenen Stoffwechselvorgänge, "Müll-Entsorgung" und Aufbau neuer Zellen gebraucht werden. Mangelernährung stört das Getriebe und ist heute so unnötig wie ein Kropf (der zu 90 % durch Mangelernährung verursacht wird); mehr dazu siehe Absatz 3.

2. Bewegung: Verschiedenste Stoffwechselvorgänge laufen nur dann ungestört ab, wenn durch Bewegung Reize gesetzt werden. Bewegung wird gebraucht, um den Energiehaushalt im Gleichgewicht zu halten, setzt die Produktion des "Schmieröls" für die Gelenke in Gang, sorgt im Hirnstoffwechsel für Ausschüttung von "Gute-Laune-Hormonen" und setzt noch viele andere Prozesse in Gang.

3. Schlaf: Wenn wir schlafen, ist der Körper schwer beschäftigt - er baut ab, um und auf. Wenn wir zu wenig schlafen, kann er diese wichtige Nachtarbeit nicht vollenden - der Körper wird krankheitsanfälliger.

4. (Präventive) Medizin: Wo auch immer es im Getriebe knackt, stellt unsere Gesellschaft korrektive Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Der moderne Mensch muss sie nur nutzen, ob Vorsorge oder Therapie, auch im seelischen Bereich:

Seelische Gesundheit sichern

Je mehr Menschen und menschliche Entwicklung, desto komplizierter das Leben. Entscheidend ist, die Grundbedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren:

5. Stress vermeiden: Stress macht krank, wie laut offiziellen Untersuchungen fast 50 % der deutschen Arbeitnehmer aus eigener Erfahrung berichten können. Stress lässt sich aber auch in scheinbar aussichtslosen Situationen managen, wenn der Betroffene das Problem erkennt und sich darum kümmert.

6. Persönliche Absicherung: Wichtig, wenn die äußeren Lebensumstände nicht sicher sind oder subjektiv nicht sicher erscheinen, was heutzutage viele Menschen betrifft. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, einem Gefühl der Unsicherheit entgegenzuwirken: Vor oder neben dem schlecht kalkulierbaren Traumjob einen sicheren, immer gebrauchten Beruf erlernen; auf überflüssigen Konsum verzichten und lieber ein eigenes kleines Häuschen erwerben (in der Stadt: in genossenschaftlich organisierte Wohnformen investieren); über eine nicht sehr kostenintensive Risikolebensversicherung sich selbst und die Liebsten absichern ...

7. Leben in der sozialen Gemeinschaft: Der Mensch ist ein soziales Wesen, das in sozialen Gruppen, Gemeinschaften, Gesellschaften leben muss. Einsamkeit macht seelisch und körperlich krank und sollte deshalb vermieden werden. Das ist viel weniger schwer, als es mitunter scheint, denn der "soziale Schmerz" Einsamkeit ist ein Warnsignal wie Hunger, unter dem auch alle anderen Betroffenen leiden.

8. Anregung und Begeisterung: Pflichterfüllung ist gut, und manchen Menschen gibt gerade ihr Leben voller Pflichten einen festen, sicheren Rahmen. Um Krisen gut bewältigen zu können, braucht es mehr: Eine Art seelischer Puffer, über den vor allem Menschen verfügen, deren Leben voll von Anregungen ist und die sich auch Themen widmen, die sie begeistern.

Gute Ernährung: Heute kein Geheimnis mehr

Die tägliche Ernährung ist die wohl wichtigste Basis der Gesundheitssicherung und wirkt bis in den seelischen Bereich hinein. Was gute Ernährung ausmacht, ist inzwischen klar. Ganz kurz zusammengefasst funktioniert sie so:

1. Flüssigkeit ist für die meisten Stoffwechselvorgänge eine wichtige physiologische Grundlage. Es muss dem Körper auch über Wasser, Kräutertee, ungesüßten, mit Wasser verdünnten Obstsaft ohne ungünstige Zusätze zugeführt werden.

2. Unphysiologisch zusammengestellte Fertiggerichte, energiereiche Fake-Lebensmittel ohne Mikronährstoffe (Weißmehl, raffiniertes Öl) und ein Übermaß an körperfremden oder sehr begrenzt gebrauchten Stoffen (Industrie-Zucker, Salz) schaden vermutlich mehr als seltene Pestizid-Rückstände in Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft (die mit den Konventionen gesunder Nahrungsmittelproduktion trotzdem nicht viel zu tun hat).

3. Bio, viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch: Anthropologisch betrachtet ist der Mensch ein Vegetarier, der gelegentlich tierische Beikost zu sich nimmt. In Bio-Produkten stecken nicht nur weniger Schadstoffe, sondern vor allem mehr Nährstoffe. Wenn das Brot aus vollem, traditionell vergorenem Korn, der Reis parboiled und die Nudeln wenigstens zur Hälfte aus Vollkorn sind, reichen knapp 400 g Obst, Gemüse, Kräuter pro Tag und Fleisch von glücklichen, gut genährten Tieren pro Woche für eine gesunde Ernährung.

4. Schwachstellen gezielt angehen: Eine Ernährung, die Punkt 1 bis 3 befolgt, kann heute jeder Mensch, der lange Zutatenlisten finden und meiden kann, im Laden um die Ecke erwerben. Wer mehr für seine Gesundheit tun will, geht weiter: Er lässt alle paar Jahre über Blutwerte die Nährstoffversorgung prüfen, entwickelt ein Gefühl dafür, was sein Appetit anzeigt, sensibilisiert sich für die Schwachstellen des eigenen Körpers und ergänzt seine Nahrung ggf. durch sinnvolle, in die normale Ernährung eingebundene Nahrungsergänzung.

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