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Der Einstieg in die Ausbildung ist eigentlich leicht – wenn man anerkennt, das es ein vollumfänglich „neuer Lebensabschnitt“ ist.

Tipps für Neu-Azubis: Zwischen Körpergesundheit und Work-Life-Balance

Für viele Jugendliche stellt der Ausbildungsberuf den ersten Fulltime-Job dar. Ein ziemlich tiefgreifender Wandel, dem deshalb jenseits der eigentlichen Lernbestrebungen in vielerlei Hinsicht Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.

In wenigen Wochen werden tausende Jugendliche eine umfassende Änderung in ihrem jungen Leben erfahren: Die Schulzeit endet, die Ausbildungszeit beginnt. Damit starten zahlreiche neue Herausforderungen. Mit ihnen kommt auch ein neuer, für viele anstrengenderer Tagesablauf als das, was sie bisher gewohnt waren. Zudem bekommt auch Geld eine weitaus prominentere Rolle. Insgesamt sind angehende Azubis gut beraten, dieser neuen Lebensphase mit Bedacht zu begegnen. Wichtige Tipps dazu liefert der folgende Artikel.

1. Rollen- und Arbeitsverteilung zuhause und mit den Eltern 

Während der Schulzeit haben sich meist feste Muster etabliert. Die Eltern als Berufstätige, der Nachwuchs als Lernende. Vielfach gab es auch mit fortschreitendem Alter der Kinder eine gewisse Arbeitsteilung. Auf beidem nun weiterhin zu beharren, ist kritisch. Tipps zu dieser Situation gehen primär an Eltern. Sie sollten sich bewusst sein, dass der Wechsel von der Schul- in die Ausbildungszeit durchaus einen großen Einschnitt für den Nachwuchs darstellt, vor allem hinsichtlich Arbeitsbelastung und -zeit. Daraus ergeben sich mehrere Ratschläge:

1.

Der heimische Status Quo, soweit es den Neu-Auszubildenden betrifft, sollte überdacht werden. Das kann auch bedeuten, dass jüngeren Geschwistern eine größere Rolle zugedacht wird.

2.

Zumindest im ersten Ausbildungs-Quartal sollte der Nachwuchs von seinen bisherigen häuslichen Aufgaben entbunden werden – auch so wird der Wechsel schon anstrengend genug. Erst wenn der neue Alltag Routine bekommen hat, sollte er wieder mithelfen.

3.

Auch wenn die Vergütung in vielen Ausbildungsberufen noch gering ausfällt, arbeitet auch er nun Vollzeit. Heißt, er sollte als Fast-Erwachsener und voll Berufstätiger angesehen und behandelt werden.

Zum Ausbildungsbeginn sollten die häuslichen Azubi-Pflichten Ruhen dürfen – zugunsten eines besseren Starts in die neue Lebensphase.

Auch sollten Eltern das Thema Kostgeld sorgsam betrachten, wenn die Kinder weiterhin im Haushalt wohnen. Es wäre wenig zweckmäßig, dem Nachwuchs einen Großteil seiner Einkünfte für Kost und Logis zu nehmen – das würde nur Frust produzieren. 

Wohl aber sollten auch Eltern, die genug verdienen, nicht auf eine gewisse Abgabe verzichten – des Erziehungseffekts wegen; nach der Ausbildung wird der Nachwuchs auch niemals sein ganzes Netto für sich haben, sondern davon Miete, Versorgungskosten usw. zahlen müssen.

2. Geld und Finanzen 

Viele Banken werben zwar mit Girokonten für Kinder und Jugendliche, notwendig werden diese jedoch erst mit Ausbildungsbeginn. Allein schon wegen der Gehaltsüberweisung. Die Wahl des passenden Kontos sollte dennoch sorgsam überlegt werden. 

Dabei lautet die wichtigste Regel: „So unkompliziert wie möglich“. Viele Banken werden versuchen, mit dem Konto andere Produkte zu verkaufen – etwa Kreditkarten. Allerdings: Für viele Jugendliche ist selbst ein geringes Ausbildungsgehalt vergleichsweise üppig; viele haben noch nicht gelernt, mit ihrem Geld umzugehen. Alles, was das Ausgeben erleichtert, kann dementsprechend mit Gefahren verbunden sein. Das bedeutet:

1.

Es genügt zunächst ein Girokonto mit Girokarte. Wichtigste Maßgabe: Es sollte kostenlos sein; viele Banken bieten spezielle Modelle für Auszubildende an.

2.

Kein Dispokredit, auch wenn der Azubi bereits volljährig ist und somit einen bekommen könnte. Dispokredite sind einer der bedeutsamsten Gründe, warum Jugendliche in der Schuldenfalle landen.

3.

Keine hochkomplizierten Spar- oder Investmentprodukte. Auch hier genügt ein Festgeld- oder Sparkonto. Zu Anfang sollte es nur darum gehen, einen Sinn für regelmäßiges Sparen zu entwickeln. Für weiterführende Geldanlagen, die vom eigenen Einkommen gedeckt werden sollen, ist nach der Ausbildung noch Zeit.

4.

Vorsicht vor Zahlungsdienstleistern für Internet und Handy. Auch sie machen es gefährlich einfach, unkontrolliert Geld auszugeben.

3. Vorsorge und Absicherung 

Nicht zuletzt wegen der Ausbildungsvergütung sollte nun das Thema Vorsorge zumindest ein wenig in den Fokus rücken.

Passieren kann immer etwas. Selbst, wenn das Risiko bei einem gesunden Jugendlichen nur gering erscheint, sollten sich Auszubildende frühzeitig mit dem mit dem Thema Vorsorge beschäftigen. Zwar ist der Nachwuchs noch bis zum Ende der (ersten) Berufsausbildung über seine Eltern privathaftpflichtversichert. Doch schon mit der Pflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung beginnt nun die Abnabelung. 

Hier lautet die Maßgabe, den individuellen Bedarf genau zu prüfen. Die Liste der Vorsorgeoptionen, die auch schon in jungen Jahren Sinn machen, ist kurz:

1.

Berufseinsteiger werden bei der staatlichen Erwerbsminderungsrente unverhältnismäßig benachteiligt – im ersten Ausbildungsjahr gibt es sie nur nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Schon deshalb ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Ergänzung. Zumal Azubis durch ihre Jugend und Gesundheit in besonderem Maß profitieren, da die Beiträge dann am geringsten sind.

2.

Unfallschutz wird staatlicherseits nur am Ausbildungsort bzw. den damit zusammenhängenden Wegen garantiert. Passiert jenseits davon etwas, entsteht eine Lücke. Zwar benötigen nicht alle Azubis eine Unfallversicherung, wer allerdings „riskante“ Hobbys/Sportarten betreibt (wozu auch Radfahren gehört) sollte darüber nachdenken.

3.

Altersvorsorge kann eigentlich nicht früh genug beginnen. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit für Azubis ist etwa die Riesterrente. Dabei geht es in dieser Lebensphase weniger darum, viel anzusparen, als vielmehr auf lange Einzahlungszeiträume am Ende des Berufslebens zu kommen.

Sofern die Ausbildung eine eigene Wohnung bedingt, macht auch eine Hausratversicherung Sinn. Aber darüber hinaus gilt: Für viele weiteren Punkte ist nach der Ausbildung noch genug Zeit – und mehr Gehalt – vorhanden.

4. Sport als Ausgleich 

Egal welcher Ausbildungsberuf und ganz gleich ob er körperliche oder geistige Anforderungen stellt: Immer ist er eine ungewohnte Strapaze für Körper und Geist. In diesem Sinne sollten auch Jugendliche, die zuvor keinen Sport betrieben haben, nun umdenken. Denn für Berufstätige ist Sport mehr als nur Bewegung um der Fitness Willen; er ist Entspannung – und trainiert gleichzeitig den Körper auch für den Beruf. 

Dennoch sollte der Sport nicht noch zusätzlichen Stress verursachen (siehe nächstes Kapitel). Er sollte spontan, idealerweise allein durchführbar sein. Zudem:

1.

Die Art des Sports sollte zum Beruf passen. Baugewerbe-Azubis müssen andere Körpergruppen kräftigen als die Kollegen in der Buchhaltung. Dafür müssen diese weit mehr auf Kalorienverbrennung achten. Im Zweifelsfall ist hier der Haus- oder Betriebsarzt die sinnvollste Erstanlaufstelle.

2.

Es sollte kein Hochleistungs- bzw. hochintensiv ausgeübter Sport sein. Das wäre wiederum für den Beruf zu kräftezehrend.

3.

Wenn möglich sollte der Sport vor der Arbeit absolviert werden – hinterher fehlt häufig die Motivation. Außerdem kurbelt Frühsporteln Körper und Geist für den Tag an.

4.

Als Ausgleich und zur Entspannung können verschiedene Disziplinen auch nach Feierabend sinnvoll sein.

Auch das ist ein Faktor bei Vorsorge und Absicherung: Wer jetzt lernt, neben dem Beruf für den Beruf Sport zu treiben, begründet so eine vielleicht lebenslange Routine – die der Körper in allen Lebensjahrzehnten danken wird.

5. Freizeitstress vermeiden 

Das Internet-umgangssprachliche „Netflix and chill“ ist für Azubis nicht die schlechteste Freizeitbeschäftigung – zumindest erzeugt es keinen zusätzlichen Stress.

Wenn jeder Tag von acht bis fünf dauert, dabei immer Leistung erbracht werden muss, es keine gemütlichen „Bummelfächer“ mehr gibt, ist ungewohnter Stress nicht weit. Allerdings wird dabei oft vergessen, dass es dem Gehirn egal ist, woher Stress kommt. In diesem Sinne können auch Feierabende und Wochenenden dazu beitragen, zusätzlichen Stress zu produzieren. Eine große Gefahr, denn die heute vielfach durchgetaktete Freizeit kann Berufsstress verstärken und die Ausbildung somit noch anstrengender machen. 

Die größte Gefahr für Azubis lauert darin, zu versuchen, das bisherige (schulisches) Freizeitpensum beizubehalten. Hier sollte als erstes der Hebel angesetzt werden – zunächst konsequent zurückfahren, um mit einer gewissen Vollzeitberufs-Routine neu aufzubauen:

1.

So wenige Fix-Termine wie möglich. Alles in der Freizeit sollte spontan erfolgen können.

2.

Idealerweise deshalb keine Club- und Vereinstätigkeiten.

3.

Feierabende und Wochenenden nicht als Zwang ansehen, jetzt etwas unternehmen, erleben, tun zu müssen.

4.

Sinnvolle Pläne aufstellen: Von wichtigen zu weniger wichtigen zu völlig optionalen Tätigkeiten.

Wichtig ist auch jugendlicher Gruppendruck: Hier sollten Azubis lernen, auf ihr eigenes Bauchgefühl zu hören und nichts mitzumachen, nur, weil die Freunde dazu nötigen.

6. Azubigehalt – und wie man es sinnvoll verwendet 

Wie erwähnt ist die Ausbildungsvergütung, gemessen an der Arbeitszeit, nicht sonderlich üppig. Dennoch wird sie in der Regel das bisherige Taschengeld und etwaige Nebenverdienste meist übersteigen. Auch hier ist Vorsicht geraten, denn mit dem ersten Gehaltseingang werden Anschaffungen in neuen Dimensionen möglich. Eltern können auch hier als Vorbilder fungieren und Hilfestellungen geben. Spätestens mit dem Ausbildungsbeginn sollte dem Nachwuchs das kleine Einmaleins des Gehaltsmanagements vermittelt werden – je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger wird dies. Davon ausgehend:

1.

Sparen sollte sich zur Selbstverständlichkeit entwickeln. Nicht nur für Notwendigkeiten, sondern auch, damit größere Anschaffungen möglich werden.

2.

Kein Verzicht um des Verzichtens Willen. Auch Azubis arbeiten hart für ihr Einkommen. Davon sollten sie sich auch regelmäßig etwas gönnen dürfen.

3.

Keine zu große elterliche Gehaltskontrolle – sonst lernt der Nachwuchs nie einen selbstständigen Umgang damit – dazu gehört es auch, Fehler zu machen.

4.

Kein elterlicher „Euro-Rettungsschirm“. Wenn der Nachwuchs später auf eigenen Beinen steht und das Einkommen nicht genügt, kann er auch nicht auf Hilfe vertrauen.

5.

Höchste Vorsicht bei Verträgen: viele Jugendliche tappen durch Handys, Nullzinsfinanzierungen und Co. in die Schuldenfalle.

Letztendlich ist ein gesunder Mittelweg sinnvoll: Kein zu spartanisches Leben, aber auch keine reinen Spaßkäufe, bei denen die Eltern den Monatsrest überbrücken müssen. Letzteres kann zwar zeitweise notwendig sein; sollte jedoch nicht zum Dauerzustand werden. Die Jugendlichen sollten in den Ausbildungsjahren auch monetäre Unabhängigkeit lernen –

auch Promis tun das

.

7. Der Einstieg in den Betrieb 

Ein simples Notizbuch ist für die ersten Ausbildungsmonate ein wichtiger Helfer – die perfekte Gedankenstütze in vielen Situationen.

Schon der Eintritt in einen neuen Betrieb ist fordernd. Kommt dazu noch ein kompletter Alltagswandel, wird es unter Umständen schnell unübersichtlich. Die ersten Ausbildungswochen sollten deshalb sorgsam angegangen werden – denn es geht zunächst nur darum, im Betrieb, Kollegenkreis, Arbeitsablauf anzukommen. Alles Weitere folgt später. 

Die wichtigste Regel lautet hier „keine Panik“. Die meisten Betriebe haben Azubi-Routine. Dazu gilt:

1.

Schon vor Ausbildungsbeginn Fahrzeiten usw. herausfinden, damit das Timing stimmt; Pünktlichkeit ist nach wie vor sehr wichtig.

2.

Fragen, fragen, fragen. Egal ob Vorgesetzte, Kollegen, Ausbilder oder ältere Azubis. Jeder Wissensbaustein zählt – auch um die menschlichen Eigenheiten seiner Kollegen kennenzulernen.

3.

Notizen machen. Ein Notizbuch ist eine sinnvolle Gedächtnisstütze.

4.

Nicht versuchen, durch überbordende Leistung herauszustechen. Zunächst sollte es nur darum gehen, die Berufs-Basics sicher zu beherrschen.

5.

Finger weg von Klatsch und Tratsch im Unternehmen. Hier sollten sich Neu-Azubis konsequent zurückhalten; zu groß ist das Risiko, dass daraus Probleme entstehen.

Ebenfalls wichtig: Offenheit. Wenn man etwas nicht weiß oder versteht, hilft nur, es zuzugeben – ungleich besser als später dadurch Fehler zu begehen.

8. Für ausreichend Schlaf sorgen 

„Schlaf ist überbewertet“ zumindest denken das viele Jugendliche. Allerdings benötigen selbst ältere Teenagerjahrgänge mehr Stunden Schlaf pro Nacht als etwas ältere Personen – acht bis zehn Stunden, um genau zu sein. Die sollte man sich auch allnächtlich nehmen. Nicht nur aufgrund der reinen Entspannung, sondern vor allem um die vielen neuen Eindrücke verarbeiten zu können. Nur im Schlaf ist unser Gehirn in der Lage, die tagsüber gemachten Verknüpfungen wieder zu lösen und Gelerntes ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Ohne dauerhaft ausreichenden Schlaf wird der Lernerfolg geschmälert und tagsüber leidet die Konzentration. 

Viele Jugendliche haben zum Ausbildungsbeginn eine noch passende Schlafroutine aus der Schulzeit. Der wichtigste Trick besteht deshalb darin, jetzt nichts ohne Not umzukrempeln. Darauf aufbauend:

Herausfinden, wie viel Schlaf man persönlich benötigt – am besten in den freien Wochen vor der Ausbildung zu „normalen“ Zeiten schlafen und einfach messen, nach wie vielen Stunden man erwacht. Entsprechend dann diese Zeit bei der Ausbildung umsetzen.

Einen gleichmäßigen Schlafrhythmus einhalten. Also zu Bett gehen, wenn es Zeit ist, nicht erst wenn die Augen zufallen. Das gilt auch fürs Wochenende.

Zudem ist es nicht die schlechteste Idee, einen Teil des Ausbildungsgehalts aufzuwenden, um sich eine hochwertige Matratze und Kissen anzuschaffen – es ist in jedem Fall eine Investition in die eigene Leistungsfähigkeit und den Ausbildungs-Lernerfolg.

9. Disziplin und Durchhaltewillen trainieren 

Die Änderung des ganzen Alltags ist tiefgreifend, die meisten Jobs haben nicht nur schöne Seiten – und vielleicht gibt es auch Kollegen, die es einem nicht so einfach machen, wie man es sich wünschen würde. Bei manchen Auszubildenden kommt nach den ersten Wochen eine gewisse Ernüchterung: Ist es wirklich das, was ich zumindest die nächsten Jahre tun möchte? Allerdings sollte dabei immer bedacht werden, dass eine abgebrochene Ausbildung immer einen gewissen Makel im Lebenslauf darstellen wird – und vieles, was dazu verführt, lässt sich in Eigenregie beheben. 

Dazu ist es wichtig, sich zunächst klarzumachen, dass kein Betrieb, kein Beruf der Welt perfekt ist. Es ist also nie garantiert, dass es anderswo besser ist. Beim Rest hilft es, sich in Selbstdisziplin zu schulen:

1.

Den Zeitfaktor umdrehen: Die Dauer der Ausbildung ist begrenzt. Danach kann jederzeit der Wechsel in einen anderen Betrieb erfolgen – mit erfolgreichem Ausbildungsnachweis in der Tasche.

2.

Die Hürden als lehrreich ansehen: Je härter der jetzige Job wirkt, desto einfacher wird es einem künftig vorkommen.

3.

Aufgaben und Zeiten in kleine Etappen aufteilen: Der nächste Arbeitstag, die nächste Teilaufgabe. Dadurch erscheint selbst Schweres viel kleiner und beherrschbarer.

4.

Erfolgserlebnisse anerkennen und sich dafür belohnen.

5.

In jeder Aufgabe nach schönen Seiten suchen – selbst das Fegen der Halle, typische Azubi-Arbeit, kann Spaß machen, weil man dabei seinen Gedanken hinterherhängen kann.

Der alte Spruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ mag zwar sehr in die Jahre gekommen sein. In seinem Kern stimmt er jedoch: Die Ausbildung ist nur ein Zwischenschritt ins richtige Arbeitsleben. Sie ist zwar wichtig, aber sie geht vorüber. Der Trick ist es, für die Dauer der Ausbildung durchzuhalten und sich auf die schönen Seiten zu fokussieren.

10. Grundregeln für den ersten Arbeitstag 

Der erste Arbeitstag ist für einige der schwierigste. Abschließend deshalb einige Tipps, um ihn mit gutem Eindruck im Job zu überstehen:

1.

Maximal ausgeschlafen sein.

2.

Möglichst pünktlich sein.

3.

Steuer-ID, Krankenversicherungsnachweis, Sozialversicherungsnummer und Bankverbindung mitbringen.

4.

Lächelnd und freundlich jeden begrüßen, der vorgestellt wird – Neu-Azubis gegenüber ist letztlich jeder ein potenzieller Vorgesetzter.

5.

Grundlegende Fragen zu Zeiten, Pausen, Kleidung, Aufgaben usw. stellen. Jedes Detail zählt. Aber: Keine Fragen im Stil von „an wen wende ich mich, wenn ich Urlaub machen will?“.

6.

Besser etwas over- als underdressed erscheinen.

7.

Jeden so lange siezen, bis das Du angeboten wird.

8.

Zurückhaltung über das eigene Privatleben. Fragen direkt beantworten, aber nicht ausschweifen.

Der Rest besteht sowieso praktisch immer darin, sich durchs Unternehmen führen zu lassen, überall vorgestellt zu werden und klare Ansagen zu bekommen.

Fazit 

Der Ausbildungsbeginn wirft bei vielen eine langjährige Routine durcheinander. Das würde jeden Menschen vor eine Herausforderung stellen. Speziell bei Auszubildenden kommt jedoch noch der Faktor hinzu, dass gleichzeitig völlig neue Alltagsabläufe entstehen, die erfüllt werden wollen. Der Schritt ins Arbeits- und Erwachsenenleben ist deshalb ohne Einschränkung anstrengend und die Schulzeit wird vielfach vermisst.

 Wer die Lage allerdings mit den richtigen Mitteln angeht und nutzt, wird sie nicht nur meistern, sondern daran (er)wachsen – auch das gehört bei jedem Ausbildungsberuf dazu, selbst wenn es nicht auf dem offiziellen Plan steht.

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