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UV-Strahlen im Sommer: Das sollten Sie wissen

Der Sommer ist da! Mit den Temperaturen steigt die Angst vor UV-Strahlung. 2018 misst das BfS schon im April hohe Indexwerte. Wer sich auskennt, vermeidet den Sonnenbrand beim Sommersonnenbad.

Nichts ist angenehmer als Sommersonne auf der Haut. Trotzdem lauert im angenehmen Sonnenbad leider auch der Sonnenbrand. Schuld daran ist die per UV-Index gemessene, elektromagnetische Lichtstrahlung. Diese unsichtbaren UV-Strahlen machen gemeinsam mit sichtbarem Licht und Infrarotstrahlen das Sonnenlicht aus. Experten bezeichnen UV-Strahlen je nach Wellenlänge als UV-C-, UV-B- oder UV-A-Strahlung.

Auf einer anderen Wellenlänge

Weil Licht in den meisten Menschen Wohlbefinden weckt, kommen zur Behandlung von Depression mittlerweile erfolgreich lichttherapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Im Hinblick auf sommerliches Sonnenlicht liegt der Wohlfühleffekt am enthaltenen UV-B-Anteil. Bei Wellenlängen zwischen 290 und 315 Nanometern bildet die menschliche Haut daraus Vitamin D, wodurch der Glückshormonspiegel im Gehirn ansteigt. Außerdem verdicken UV-B-Strahlen die Hornhaut und bräunen den Teint, indem sie die Oberhaut zur Pigmentherstellung anregen.

Die Sonnenbrandgefahr ist bei hoher UV-B-Strahlung ebenso hoch wie bei hoher UV-A-Strahlung. Letztere durchdringt bei Wellenlängen zwischen 380 und 315 Nanometern Ihre Oberhaut und verteilt in der Lederhaut vorhandenes Pigment. Bei Wellenlängen zwischen 280 und 100 Nanometern ist UV-C-Strahlung die kurzwelligste. Dank der Erdatmosphäre kommt hiervon nichts auf dem Erdboden an. Das ist deshalb gut, weil kurzwellige UV-Strahlung am meisten Energie enthält und dadurch die meisten Gefahren birgt.

UV-Schutz in den Zellen

Neben lichtbedingter Hautalterung und negativen Effekten für das Immunsystem trägt die elektromagnetische Sonnenstrahlung das Risiko für Zellmutationen und schwarzen Hautkrebs. Wie risikoreich die Sonne für Sie ist, hängt von Ihrem Hauttypen ab. Das dunkle Hautpigment Eumelanin schützt durch Energieumwandlungsvorgänge vor aggressiver Sonneneinwirkung. Je mehr Ihre Haut davon besitzt, desto weniger Gefahren erwarten Sie beim sommerlichen Sonnenbad.

Unabhängig vom Haupttypen tragen Ihre Horn- und Bindehaut kaum Eumelanin. Deshalb sollten Sie besonders Ihre Augen vor UV-Strahlung schützen. Augen reagieren auf die ultraviolette Strahlung etwa 20 Mal sensibler als der Rest des Körpers. Erst ab einem UV-Schutz von 400 wirken Sonnenbrillen ausreichend. Im Hinblick auf die Haut achten Sie vor jeder Sonnenexposition idealerweise darauf, dass Ihre Sonnencreme gleichzeitig vor UV-B- und UV-A-Strahlung schützt. Eincremen macht im Sommer übrigens nicht nur vor Sonnenbädern Sinn, sondern vor allen Freizeitaktivitäten unter freiem Himmel.

Wie sich UV-Belastung im Klimawandel wandelt

In den vergangenen Jahren beobachten Experten in den Sommermonaten ein erhöhtes Risiko für UV-bedingte Erkrankungen. Der Grund dafür ist der Klimawandel, der mit Ozonveränderungen einhergeht und gleichzeitig viele Menschen zur Verlegung etwaiger Freizeitaktivitäten in den Außenbereich bewegt. Je länger und öfter Sie sich unter freiem Himmel bewegen, desto höherer UV-Belastung setzen Sie sich aus. Von Außenaktivitäten abzuraten, ist in diesem Zusammenhang keine Lösung. Vor wesentlichen Außenaufenthalten tun Sie im Sommer allerdings gut daran, wenn Sie sich beim Bundesamt für Strahlenschutz über die aktuellen Messwerte in Sachen UV-Index informieren. Dadurch können Sie Sonnenschutzmaßnahmen besser planen und von den positiven Effekten der UV-Strahlung profitieren. Neben dem Sonnenstand entscheidet Ihre Lokalisation über die UV-Belastung. Je mehr reflektierende Flächen in der Nähe sind, desto höher die UV-Strahlung.

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