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Die Vorteile der Fertigbauweise

Der Traum vom Eigenheim ist nach wie vor einer der großen Lebensträume vieler Menschen. Jährlich gehen tausende davon in Erfüllung, sei es durch Kauf oder Bau einer Immobilie. Bei letzterem ist der Aufwand größer, doch preislich birgt der Bau einige Einsparpotentiale, vor allem durch Eigenleistung.

Der Bau eines Eigenheims wird nach wie vor von der Grundsatzfrage geprägt, ob Fertig- oder Massivbauweise vorzuziehen ist. Viele Vorurteile wie Instabilität, geringe Haltbarkeit oder einheitliches Design halten sich seitens der Fertigbauweise seit Jahrzehnten. Warum das nicht stimmt und warum die Fertigbauweise im Trend liegt:

Fertigbauweise: Das Bauen mit Holz

Wer ein Fertighaus baut, der baut heutzutage ein Haus, welches zu einem überwiegenden Anteil aus Holz besteht. Die Wände, die Decken, das Dach – alles wird aus Holz gebaut, wenngleich die Verkleidungen bzw. der Innenausbau auch andere Materialien einschließen kann. Warum der Begriff „Fertighaus“ so eng an den Holzbau geknüpft ist, zeigt sich bei genauerer Betrachtung dieses Naturwerkstoffs: Holz ist mechanisch ideal für den Hausbau geeignet, da es sowohl über ausreichend Zug- als auch Druckfestigkeit verfügt. Es ist zudem leicht und lässt sich leicht verarbeiten, sogar im Nachhinein sind Änderungen problemlos möglich. Die letztgenannten Vorteile sind die Gründe dafür, dass sich der Bau in eine Produktion in einem Werk auslagern lässt.

Ausblick: Verknüpfung Holz – Fertigbau vielleicht bald aufgehoben?

Tatsächlich gibt es Ansätze, mit denen sich auch die Massivbauweise als Fertighaus anbieten ließe. Der 3D-Druck von Häusern ist hier sehr vielversprechend: Die Fertigung des Hauses wird hier nicht an einen Produktionsstandort verlagert, sondern der industrielle Produktionsstandort kommt in Form eines großen 3D-Druckers zur Baustelle. Bis zur Etablierung solcher Konzepte bleibt das Fertighaus aber ein Synonym für ein Haus in Holzbauweise.

Fertig- bzw. Holzbauweise ökologisch von Vorteil

Damit sind der Fertigbauweise weitere Vorteile zuzuschreiben: Zum Beispiel in Sachen Ökologie. Holz ist als Naturbaustoff ein CO2-Speicher. Wer ein Holzhaus baut, bindet CO2 auf lange Sicht aus der Atmosphäre und sorgt so für den Klimaschutz.

Thermisch ideale Eigenschaften

Neben den mechanischen und den ökologischen Eigenschaften spielen beim Hausbau auch die thermischen Eigenschaften der Baustoffe eine große Rolle. Nicht umsonst braucht es eine Isolierung und zwei- oder gar dreifachverglaste Fenster. Das spart am Ende Heizkosten. Im Gegensatz zu Stein oder Beton hat Holz einen sehr niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten, es wirkt also isolierend. Die eigentliche Isolierung kann daher weniger umfangreich ausfallen. Hinzu kommen positive Auswirkungen auf das Raumklima, speziell im Verbund mit anderen Naturmaterialien wie z.B. einem Lehmputz.

Viele Bauarten und ein hoher Individualisierungsgrad

Das Image der Eintönigkeit ist mit den aktuellen Generationen von Fertighäusern Geschichte. Es gibt Fertighäuser inzwischen nicht nur in vielen verschiedenen Bauarten von Bungalow über Schwedenhaus bis zum Mehrfamilienhaus, Holz- bzw. Fertighäuser können heute auch stärker an die eigenen Wünsche angepasst werden als früher.

Finanziell aus Gesamtsicht vorteilhaft

Wenngleich der Kaufpreis eines Hauses in Fertigbauweise nicht unbedingt günstiger ist als der eines Massivhauses, entsteht in der Regel ein Kostenvorteil aus Gründen der Zeit für das Fertighaus bauen. Die ist beim Fertighaus deutlich geringer. Dass dies auch positive Auswirkungen auf das Stresslevel hat ist einer der vielen guten Nebeneffekte.

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