Zahnästhetik: Feste dritte Zähne ohne Behandlungsmarathon

Viele Menschen im fortgeschrittenen Alter kennen das Problem. Man scheut sich vor einem Zahnarztbesuch, obwohl man weiß, dass dieser dringend ansteht. Denn Zahnlücken und lockere, schmerzende Zähne erschweren das Essen, die Verlegenheit wegen unattraktiver Zähne drückt auf die Lebensfreude. Ein herzhaftes Lachen wird unterdrückt, mache Betroffene meiden sogar soziale Kontakte. Wer von einer komplexen Zahnproblematik betroffen ist, für den umfasst die Behandlung normalerweise viele einzelne Zahnarztsitzungen. Oft erfolgt zunächst ein Knochenaufbau im Kiefer, eine langwierige Angelegenheit. Dann werden Kronen und Implantate angefertigt und nacheinander eingesetzt. Die verloren gegangene Lebensqualität schneller zurückzugewinnen, das ermöglicht ein innovativer Ansatz innerhalb der Zahnmedizin. Patienten erhalten feste dritte Zähne an nur einem Tag. Möglich wird das durch Sofortimplantate.

Individueller Ansatz, der Patientenwünsche berücksichtigt

Die neue Behandlungsmethode ist individuell auf den einzelnen Patienten ausgerichtet. Bevor behandelt wird, erfolgt eine präzise Diagnose. Dazu wird eine besondere Röntgenaufnahme erstellt. Kiefer, Knochenstruktur, Zahnwurzeln, Nervenbahnen und Zähne – alles wird in 3D dargestellt. Luca Schlotmann, Leiter der in Dorsten, erklärt die Besonderheit dieses Verfahrens: „Dank neuester Technologie zeigen wir dem Patienten detailliert am Bildschirm, wie das spätere Ergebnis aussehen wird.“ Patienten können zu diesem Zeitpunkt noch Einfluss nehmen. Das wird von den Patienten gewürdigt, denn neben dem optimalen Biss spielt die Zahnästhetik bei dritten Zähnen eine große Rolle. Und dazu gibt es individuelle Vorstellungen und Wünsche. Das „Digital Smile Design“-Verfahren sorgt für Sicherheit auf der Patientenseite. Laut Luca Schlotmann empfiehlt sich die Behandlung „für jemanden, der schon eine Zahnprothese hat und sich damit im Alltag unwohl fühlt. Zum Beispiel beim Essen, Sprechen, Lachen und Küssen. Auch für Menschen mit geschädigten Zähnen, die lange nicht beim Zahnarzt waren. Angst spielt dabei oft eine große Rolle. Sie wissen oft nicht mehr weiter, weil sie auf gar keinen Fall mit einer herausnehmbaren Zahnprothese leben wollen.“

Der OP-Tag: Schon nachmittags mit neuen Zähnen nach Hause gehen

Früh geht es los am OP-Tag. Die Patienten werden um 7 Uhr vom Team begrüßt und in einem kurzen Gespräch über den Ablauf informiert. Anschließend geht es in den OP-Bereich, wo Narkosespezialisten eine leichte Narkose einleiten. Während die Patienten friedlich schlafen, setzen die Zahnärzte die Implantate ein. Je nach Zahnsituation dauert der Eingriff etwa drei bis vier Stunden. Um 12 Uhr befinden sich die Behandelten im Ruheraum, wachen langsam auf, trinken etwas Wasser oder Tee. Der letzte Schritt an diesem Tag ist das Einsetzen der provisorischen Zähne, die im hauseigenen Labor gefertigt werden. Den weiteren Verlauf fasst Klinikleiter Luca Schlotmann zusammen: „Etwa eine Woche nach der Behandlung entfernen wir die Nähte und nehmen eine gründliche Kontrolle des neuen Zahnersatzes vor.“ Nach circa drei Monaten, so Schlotmann weiter, werde dann „nach dem Einheilen der Implantate die endgültige, ästhetisch und funktionell perfekte Versorgung aus Kunststoff oder Keramik in unserem Meisterlabor hergestellt und nach ein oder zwei Anproben eingesetzt.“

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