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Ob auf dem Smartphone, am Laptop oder PC, fast jeder hat schon einmal im Internet eingekauft.

Die Zeit verstreicht bis zur Kaufentscheidung in Online-Shops

Der Trend des Online-Shopping ist ungebrochen. Um das Konsumentenverhalten der Online-Käufer zu verstehen, gibt es eine Reihe von Kennzahlen. Sehr wichtig ist dabei die Zeit, die vom ersten Betrachten des Produktes bis hin zum Klick auf den Kaufen-Button verstreicht. Wie lange braucht ein Konsument also, um sich für ein Produkt zu entscheiden?

Mittlerweile kaufen laut dem Statistischen Bundesamt mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland im Internet ein. Dabei sind nicht nur die jüngeren Generationen Kunden der Online-Shops. 89 Prozent der über 65-jährigen Internetnutzer haben im vergangenen Jahr im Internet eingekauft. Somit hat so ziemlich jede mündige Bevölkerungsgruppe den Einkauf teilweise auf das World Wide Web verlagert. Das ist auch nicht verwunderlich, denn es bringt einige Vorteile mit sich. Es geht schnell und ist bequem, man muss das Haus nicht verlassen. Beispielsweise gibt es sogar Ersatzteile fürs Auto. Am häufigsten wird jedoch Kleidung im Internet gekauft. Laut dem Marktforschungsinstitut Mintel wurden folgende Artikel von den deutschen Verbrauchern im Internet bestellt:

  1. Kleidung und Schuhe: 64 Prozent
  2. Eintrittskarten u. Ä.: 36 Prozent
  3. Kleinelektronik: 33 Prozent
  4. Pflegeprodukte: 32 Prozent
  5. Großelektronik: 28 Prozent
  6. Digitale Unterhaltung: 24 Prozent
  7. Spielzeug: 23 Prozent
  8. Lebensmittel: 22 Prozent

Beim Online-Shopping wird nicht lange gezögert

Das Kaufverhalten bei Online-Shops wurde in verschiedenen Studien erforscht. Die Berliner Produktsuchmaschine LadenZeile.de hat beispielsweise die Zeit bis zur Kaufentscheidung der europäischen Verbraucher untersucht. Wie lange benötigt ein Verbraucher, bis er den Kaufen-Button betätigt? Das ist laut der Studie nicht nur abhängig vom Artikel, sondern auch von der Nationalität. In Deutschland vergeht beispielsweise in der Regel nur eine Stunde bis zur Kaufentscheidung. Vor allem bei Kleidung geht es relativ schnell. Über Hosen, Jacken und T-Shirts wird meist nur kurz nachgedacht und dann bestellt. Das ist in fast allen europäischen Ländern gleich. Das mag auch an der einfachen Prozedur für den Umtausch liegen.

Die kostenlosen Rücksendungen sind für Online-Shopper in Deutschland besonders wichtig. Mehr als die Hälfte aller Verbraucher gibt an, dass die freien Retouren wichtig seien. Damit ist dieses Merkmal von Online-Shops das wichtigste. Expressversand ist hingegen nicht für die meisten nur ein willkommener Zusatz. Nur etwa elf Prozent der deutschen Bevölkerung sieht den Expressversand als sehr wichtig an. Retouren und Expressversand tragen allerdings zu einer deutlich erhöhten Belastung für die Paketdienste bei, so dass auch die Regierung sich veranlasst sieht, in Zukunft neue Gesetze zu verfassen, um die Paketboten besserzustellen. Vor allem die .

In Spanien geht die Kleiderbestellung besonders schnell. Die Spanier überlegen selten länger als eine halbe Stunde. Am schnellsten geht es aber bei Sonnenbrillen und Parfum. Hier wird selten länger als eine Viertelstunde überlegt. Am meisten Zeit lassen sich die modebewussten Franzosen: Bis eine Jeans gekauft wird, vergehen hier schon einmal 20 Stunden. Wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass bei Möbeln bei allen Europäern am längsten überlegt wird. Bevor ein neues Sofa, Tische oder Stühle im Internet bestellt werden, überlegen die Verbraucher in der Regel mehr als einen Tag. Da es sich um eine langfristige und teure Investition handelt, denken die Verbraucher lieber länger nach.

Am schwierigsten ist übrigens offensichtlich die Entscheidung für ein Cocktailkleid. Frauen in Deutschland nehmen sich für die Kaufentscheidung eines schicken Abendkleides durchschnittlich 27 Tage Zeit. Aber nicht nur bei der Abendgarderobe sollte man überlegt handeln. Es gibt immer wieder Fake-Shops, so dass man sein sollte.

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