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Weil er erst von seiner Freundin abließ, als diese in Tränen ausbracht, ist ein 34-Jähriger aus Recklinghausen wegen sexueller Nötigung zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Sexuelle Nötigung

Aus Kabbelei werden acht Monate auf Bewährung

  • Jörn Hartwich
    vonJörn Hartwich
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Erst wurde gekabbelt, dann kam Gewalt ins Spiel: Vor rund einem Jahr hat sich ein Mann (34) aus Recklinghausen über das „Nein“ seiner Partnerin hinweggesetzt. Am Dienstag ist er am Amtsgericht verurteilt worden.

Die Strafe: acht Monate Haft auf Bewährung wegen sexueller Nötigung. Was allerdings seltsam ist: Die beiden führen bis heute eine On-Off-Beziehung.

„Er kann superlieb sein“, sagte die vier Jahre jüngere Frau den Richtern. Weil er keine Bleibe mehr gehabt habe, habe sie ihn in den vergangenen acht Monaten sogar bei sich wohnen lassen. Trotzdem wolle sie nach wie vor, dass er bestraft wird. „Er soll einen Denkzettel erhalten“, so die 34-Jährige. „Ich möchte mich einfach wehren können.“

Opfer lässt Angeklagten nach der Tat bei sich wohnen

Der Angeklagte wollte auch gar nicht bestreiten, dass er seine Freundin in seinem Elternhaus Am Quellberg massiv bedrängt und sie auch festgehalten hat. Als sie „runter von mir“ rief, hatte er ihr sogar noch zugeraunt: „Ich lass‘ dich nicht los.“ Erst als sie in Tränen ausbrauch, ließ er von ihr ab.

„Ich war erregt“, sagte er den Richtern. Aber er sei eigentlich nicht so ein Mensch. „Ich nehme mir nicht einfach, was ich will.“ Als er gemerkt habe, dass alles „in die falsche Richtung“ laufe, habe er ja auch sofort von seiner Freundin abgelassen.

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