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Im Auto vereint, in den Farben getrennt: Cedric Nageler und Michael Kowatz.

Public Viewing

Hupkonzert im Autokino: Ein Hauch von Stadionatmosphäre zum Derby

Bundesliga-Rudelgucken trotz Corona - das geht im Autokino Recklinghausen. Vor allem das Derby zwischen BVB und S04 sorgte für Emotionen - wenn auch ganz unterschiedliche.

  • Rund 200 Zuschauer sahen den Bundesliga-Neustart im Autokino
  • Zur Einstimmung liefen Assauer-Film und Steigerlied
  • Weitere Veranstaltungen sind geplant

Dass es im Autokino Recklinghausen längst nicht nur Spielfilme zu sehen gibt, zeigte schon der Moguai-Auftritt vor kurzem. Mit dem Neustart der Bundesliga-Saison erweiterte das Autokino auf dem Saatbruch nun sein Programm für Fußballfans. 

Die Samstagskonferenz wurde live auf der 100 Quadratmeter großen Leinwand gezeigt und ungefähr 200 Fußballverrückte schauten dem Spektakel vom Auto aus zu. Vor den Spielen machte das Autokino seinen Namen alle Ehre: Es wurde die Dokumentation „Rudi Assauer. Macher. Mensch. Legende“ auf der Leinwand gezeigt, in der es um das Leben der Hertener Ruhrpott-Legende geht. 

Kapelle spielt Steigerlied

Gleich danach sorgte eine Kapelle für einen Hauch von Stadionstimmung in Recklinghausen. Sie spielte das Steigerlied. „Es ist fast wie im Stadion. Aber nur fast“, grinst ein Schalke-Fan aus Recklinghausen. Besonders das Derby zwischen dem BVB und Schalke, welches als Teil der Samstagskonferenz gezeigt wurde, lockte viele Zuschauer in das Autokino auf dem Palmkirmesgelände. 

Christian Rohling und Sarah Duczkowski aus Recklinghausen schauten sich die Spiele erstmals vom Auto aus an. Sonst verfolgen sie die Spiele der Schalker vor dem heimischen Fernseher oder selten im Stadion. "Hier die Bundesliga zu verfolgen ist mal ganz was anderes,“ schwärmte Sarah Duczkowski.

Weitere Veranstaltungen geplant

Nicht in jedem Auto herrschte Einigkeit: Denn die beiden Recklinghäuser Michael Kowatz und Cedric Nageler waren zwar im Fahrzeug vereint, aber in den Farben getrennt. "Es macht auf jeden Fall viel Spaß,“ sagte der Dortmund-Fan Cedric Nageler. Kein Wunder, hatte er beim 4:0-Sieg des BVB doch allen Grund zur Freude - ganz im Gegensatz zum Schalker Michael Kowatz. Bei jedem Tor erklang ein kurzes Hupkonzert auf dem Platz.

Auch für „Autokino-Macher“ Mirko Simnovec lagen Freud und Leid eng beieinander. Als Schalke-Fan gab es für ihn im Derby wenig zu lachen. Mit der Resonanz des kurzfristig zustande gekommenen „Rudelguckens“ war er aber sichtlich zufrieden. Weitere Veranstaltungen, wie der Auftritt von Matze Knop, der erste Auto-Zirkus und eine 90er Party mit Oli P. sind bereits geplant. 

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