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Naturschutz- und Landschaftswart Volker Hardt ist besorgt, weil der Breitenbrucher Bach komplett ausgetrocknet ist.

Folge des trockenen Sommers

Den Bächen in Recklinghausen geht das Wasser aus - Amphibien werden "obdachlos"

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Ein verregnetes Wochenende reicht nicht, um auszugleichen, was die lange Trockenheit angerichtet hat: Viele Bäche in Recklinghausen sind ausgetrocknet, Amphibien sind bedroht.

Landschaftswart Volker Hardt schlägt Alarm. Der Breitenbrucher Bach im Becklemer Busch existiert bereits nicht mehr. „Im Frühjahr war hier noch ein fließendes Gewässer“, sagt der 75-Jährige. Vor allem die Tiere leiden darunter. Amphibien kämpfen in vereinzelten Pfützen im Bachbett um ihr Überleben.

Stadtverwaltung Recklinghausen wiegelt ab

Auch der Suderwicher Bach fließt längst nicht mehr. Wer von der Henrichenburger Straße aus unter der A2 hindurch in die Brandheide fährt, sieht neben der Regenrückhalteanlage der Autobahnmeisterei ein stehendes Gewässer. Die Stadtverwaltung Recklinghausen sieht im Gegensatz zum Landschaftswart aber keine Gefahr: „In den regenarmen Monaten des Sommers fallen die kleineren Bäche in Recklinghausen (mit Ausnahme des Hellbachs und des Quellbachs) immer mal wieder trocken“, heißt es auf Anfrage.

Emschergenossenschaft sieht globale Erwärmung

Die Fachleute der Emschergenossenschaft sprechen hingegen von der Folge einer globalen Erwärmung. Auch Breuskes Mühlenbach und Hellbach in Recklinghausen haben nur noch wenig Wasser, sind aber noch nicht komplett ausgetrocknet. Mit der Initiative „Wasser in der Stadt von morgen“ will die Emschergenossenschaft Projekte fördern, damit kostbares Regenwasser nicht in der Kanalisation landet, sondern im Boden versickern kann und so den Grundwasserspiegel heben. Auch soll Regenwasser in renaturierte Gewässer wie den Hellbach eingeleitet werden. 

Trockenheit und Dürre haben auch an Straßenbäumen und Wälder Schaden angerichtet.

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