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Die Corona-Schutzimpfungen in Recklinghausen laufen seit Ende Dezember.

Kostbares Vakzin

Corona in Recklinghausen: Was passiert mit überzähligem Impfstoff?

  • Kathrin Grochowski
    vonKathrin Grochowski
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Nicht immer werden bei den Corona-Schutzimpfungen in Recklinghausen alle Impfdosen aufgebraucht. Doch was passiert mit dem kostbaren Vakzin, das schnell verabreicht werden muss?

Manche Impflinge werden krank, andere machen einen Rückzieher – doch der gekühlte Impfstoff kommt nach Anmeldung abgezählt in die Alten- und Pflegeheime. In „einigen Fällen“, bestätigt das Kreisgesundheitsamt in Recklinghausen, habe es überzählige Impfstoffdosen gegeben. So seien etwa aus einer Ampulle sechs statt der ursprünglich vorgesehenen fünf Dosen entnommen worden. „Wenn bereits aufbereitete Impfdosen verbleiben, gibt es klare Vorgaben des Landes, wie damit umzugehen ist“, sagt Lena Heimers, Sprecherin der Kreisverwaltung.

Klinik-Mitarbeiter in Recklinghausen warten auf Impftermin

Und so warten beispielsweise die Mitarbeiter aus dem Elisabeth-Krankenhaus und dem Prosper-Hospital sowie des Rettungsdienstes weiter auf ihre Corona-Schutzimpfung. Allerdings haben in Recklinghausen auch schon Menschen, die nicht zur ersten Prioritätengruppe gehören, das Vakzin erhalten. So hatte die Residenz am Festspielhaus mitgeteilt, dass dort überzählige Dosen an die Polizisten, die die Aktion begleitet haben, vergeben wurden. Sie wären nach Prioritätenliste erst als dritte Gruppe in einigen Monaten an der Reihe. Und nach Informationen von 24vest.de sollen in mindestens zwei Altenheimen auch (jüngere) Angehörige der Heim- oder Pflegedienstleitung geimpft worden sein.

„Aufbereitete Impfdosen auf keinen Fall vernichten“

Laut eines Schreibens der Landesregierung ist geboten, „,Restimpfdosen‘ Personen anzubieten, die Anspruch auf Schutzimpfung mit höchster Priorität“ gemäß Corona-Impfverordnung haben. Dazu zählen etwa Über-80-Jährige und Menschen, die beruflich engen Kontakt zu Patienten haben. Weiter heißt es vom Land: „Sollte auch nach Ausschöpfung dieser Vorgehensweise die Gefahr des Verfalls einer Impfstoffdosis bestehen, entscheidet das Impfzentrum über die weitere Verwendung.“ Dr. Hermann Geldmann, Leiter des Recklinghäuser Impfzentrums, hat gegenüber Ärzten noch einmal betont, „dass bereits aufbereitete Impfdosen auf keinen Fall vernichtet, sondern an Personen mit Anspruch verimpft werden sollen, zum Beispiel Angehörige, die über 80 Jahre alt sind“. Viele Pflegeeinrichtungen hielten dazu Reservelisten bereit. Sollten gekühlte Ampullen übrig bleiben, sei das Impfzentrum zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Eine beliebige Verteilung soll es nicht geben. Die Kreisverwaltung will stichprobenartig überprüfen, ob die geimpften Personen berechtigt waren.

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