Mundschutz, Haube, Einmalkittel und Einmalhandschuhe, die Schwester Swetlana Welter vom Elisabeth-Krankenhaus übergezogen hat, sind bei Fällen wie dem Virus 2019-nCoV unerlässlich.
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Mundschutz, Haube, Einmalkittel und Einmalhandschuhe, die Schwester Swetlana Welter vom Elisabeth-Krankenhaus übergezogen hat, sind bei Fällen wie dem Virus 2019-nCoV unerlässlich.

Aktueller Stand bei den Krankenhäusern

Ist der neue Coronavirus eine Gefahr für Recklinghausen? Das sagen die Experten

  • Alina Meyer
    vonAlina Meyer
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Noch hat es der neue Coronavirus nicht bis nach Recklinghausen geschafft. Wenn es allerdings so wäre, wären die drei Krankenhäuser vorbereitet.

  • Der stellvertretende Ärztliche Direktor, eine stellvertretende Pflegedienstleitung und eine ärztliche Leitung der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beruhigen die Recklinghäuser beim Thema Coronavirus.
  • Pandemie-Pläne sind seit der Schweine- und Vogelgrippe im Klinikum Vest überarbeitet worden. Im Elisabeth-Krankenhaus sind nach Bekanntgabe des Virus Schutzmaterialien aufgestockt worden.
  • Im Prosper greifen bei Infektionslagen direkt zahlreiche Schutzmechanismen wie die Unterbringung des Patienten in einem Isolierzimmer.

Hartnäckig hat sich der neue Coronavirus mit der Bezeichnung "2019-nCoV" in die Köpfe besorgter Bürger eingenistet - auch in Recklinghausen. Dafür gibt es laut der drei Krankenhäuser aber nicht unbedingt einen Grund, bis auf die durch die Medien oftmals beschriebene Lage im mehr als 8000 Kilometer entfernten Wuhan in China.

In Recklinghausen besteht kein Grund für übertriebene Panik

„Einen Grund für übertriebene Panik besteht meiner Ansicht nach nicht“, sagt etwa Jens Geiseler, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Klinikum Vest. Er nimmt besorgten Bürgern die Angst, indem er erklärt, dass die Pandemie-Pläne im Klinikum Vest seit der Schweinegrippe- (2009) und der Vogelgrippe-Epidemie (2005) längst überarbeitet worden sind. „Wenn es zu einem kritischen Ausbruch käme, sind wir vorbereitet", sagt Geiseler.

Im Elisabeth-Krankenhaus sieht es ähnlich aus. Nachdem das Ausmaß des Virus bekannt geworden ist, hat man dort den Vorrat an Schutzmaterialien aufgestockt, teilt Doris Lübke-Ohloff, Hygienefachkraft und stellvertretende Pflegedienstleitung des Krankenhauses auf Nachfrage mit. Außerdem sind alle Mitarbeiter geschult und auf den aktuellen Stand gebracht worden.

Im Prosper in Recklinghausen greifen viele Schutzmechanismen

Ebenso im Prosper würden laut Nicole Vogelsang, ärztliche Leitung der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, bei Infektionslagen grundsätzlich zahlreiche Schutzmechanismen auf allen Ebenen des Hauses getroffen. So wird der Patient bei ungeklärter Krankheitslage zunächst in einem Isolierzimmer behandelt.

Das Robert-Koch-Institut warnt weiterhin, dass sowohl mit einem Import von weiteren Einzelfällen als auch von einzelnen Übertragungen innerhalb von Deutschland gerechnet werden müsse. Ein Essener Virologe äußert sich jetzt zu einem potenziellen Coronavirus-Ausbruch in der Region rund um Recklinghausen.

Hier erfahren Sie, was die Symptome der Lungenkrankheit sind.

Nicht nur in China, auch in anderen Ländern wurden bereits Fälle gemeldet wie etwa in Thailand, Südkorea und nun auch in Deutschland.

Das Coronavirus droht sich auszubreiten. In China gab es schon viele Todesfälle. So bereitet sich der Münchner Flughafen vor. Auch wegen der vielen unbekannten Variablen verbreiten sich primär im Internet mittlerweile etliche Verschwörungstheorien über das Coronavirus. Einen Überblick finden Sie hier.

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