Die "digitale Schule" soll kommen - auch in Recklinghausen.
+
Die "digitale Schule" soll kommen - auch in Recklinghausen.

Digitalpakt der Bundesregierung

Digitaler Unterricht:  Zehn Schulen in Recklinghausen werden mit Geldern ausgestattet

  • Ulrike Geburek
    vonUlrike Geburek
    schließen

Die Schulen in Recklinghausen sind schlecht aufgestellt, was Digitalisierung angeht. Das hat der Lockdown gezeigt. In zehn Schulen ist aber Besserung in Sicht.

  • Stadt bekommt Gelder aus "Digitalpakt" der Bundesregierung
  • Leiter der Otto-Burrmeister-Realschule sieht Schwachstelle
  • Schüler nehmen digitales Lernen unterschiedlich auf

Detlef Kolbe, Leiter der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, blickt fast schon ein wenig neidisch zu seiner Partnerschule nach Dordrecht. Dort hat jedes Kind ein MacBook und ist mit der Tafel verbunden.

Solch "paradiesische Zustände" wie Detlef Kolbe sie nennt, soll es irgendwann auch in Recklinghausen geben. Denn das Land hat Geld locker gemacht, um zumindest schon mal die Lehrer mit Laptops auszustatten. Die Schüler sollen folgen:

Zehn Schulen in Recklinghausen profitieren

6,2 Millionen Euro stehen Recklinghausen aus dem „Digitalpakt“ der Bundesregierung zur Verfügung. Zunächst einmal profitieren zehn Schulen in der Stadt davon. Welche das sind, ist noch unklar. Lars Trzecinskis Otto-Burrmeister-Realschule jedenfalls fällt nicht darunter.

Dabei besitzt die Schule schon 100 Computer, die sie gemeinsam mit der Auszeichnung „NRW-Talentschule“ bekam. Doch weil das Netz in der Schule zu schwach ist, es Hardware-Lieferengpässe und obendrauf kein WLAN in der Realschule gibt, lagern die Geräte seit Februar 2019 ungenutzt in den Räumen der Stadtverwaltung. 

Digitales Lernen ist kein Allheilmittel

Zudem sei "digitales Lernen" nicht für jedes Kind das "Allheilmittel". Es gebe Schüler, die sich freiwillig im Internet informierten, wenn sie etwas nicht verstanden hätten, andere seien nicht so „technikaffin“. Sein Fazit: „Der Kontakt zum Lehrer muss sein. Es sieht schlecht aus, wenn man nicht dort vorne steht“, so Trzecinski. Nach den Sommerferien müssen die Schüler mit Maske in den Unterricht.

Wie Elmar Sudeick, Leiter der Bernhard-Overberg-Realschule und Norbert Wisniewski, stellvertretender Leiter des Theodor-Heuss-Gymnasiums, zur digitalen Schule stehen, lesen Sie in einem ausführlicheren Bericht in unserem E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Zwei Schulen in Recklinghausen von Coronafällen betroffen - viele Schüler in Quarantäne
Zwei Schulen in Recklinghausen von Coronafällen betroffen - viele Schüler in Quarantäne
Zwei Schulen in Recklinghausen von Coronafällen betroffen - viele Schüler in Quarantäne
Andreas Becker (SPD) zieht nach „katastrophalem Wahlergebnis" die Konsequenzen
Andreas Becker (SPD) zieht nach „katastrophalem Wahlergebnis" die Konsequenzen
Andreas Becker (SPD) zieht nach „katastrophalem Wahlergebnis" die Konsequenzen
Trotz Corona werden bei „RE leuchtet“ 2020 Rekorde gebrochen
Trotz Corona werden bei „RE leuchtet“ 2020 Rekorde gebrochen
Trotz Corona werden bei „RE leuchtet“ 2020 Rekorde gebrochen
Vierter Versuch: Termine für Zeugenvernehmung Marvins stehen fest
Vierter Versuch: Termine für Zeugenvernehmung Marvins stehen fest
Vierter Versuch: Termine für Zeugenvernehmung Marvins stehen fest
300 Elektro-Roller stehen ab Montag in Recklinghausen parat - so funktioniert das Angebot
300 Elektro-Roller stehen ab Montag in Recklinghausen parat - so funktioniert das Angebot
300 Elektro-Roller stehen ab Montag in Recklinghausen parat - so funktioniert das Angebot

Kommentare