In der Propsteikirche St. Peter findet am 1. August ein ökumenisches Friedensgebet statt.
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In der Propsteikirche St. Peter findet am 1. August ein ökumenisches Friedensgebet statt.

Erster Weltkrieg

Christen beten für den Frieden

  • Ulrike Geburek
    vonUlrike Geburek
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RECKLINGHAUSEN - Rückblick und Ausblick. 100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs: Die Großgemeinde St. Peter und die Altstadtgemeinde laden für Freitag, 1. August, 17 Uhr, zum ökumenischen Friedensgebet in die Petruskirche, Kirchplatz, ein.

Weit weg ist für die meisten Menschen der Ausbruch des Ersten Weltkrieges. 100 Jahre, um genau zu sein. Und trotzdem ist die Angst vor Krieg ganz nah. Gibt es doch momentan einige Krisenherde auf der Welt. „Der Erste Weltkrieg hat das Jahrhundert geprägt. Die Folgen sind sogar noch in der Enkelgeneration spürbar“, sagt Pfarrerin Silke Niemeyer und blickt auf einen Stapel Briefe. Briefe der Cousins ihrer Mutter, die an der Ostfront gefallen sind. „Meine Mutter erzählte, dass in ihrer Familie nicht gelacht wurde“, berichtet die Pfarrerin der evangelischen Altstadtgemeinde weiter.

Mit dieser persönlichen, biografischen Geschichte wird sie den Gottesdienst eröffnen. „Aber wir werden auch politisch“, betont Propst Jürgen Quante und nickt. Der zweite Teil ist der Gegenwart gewidmet. Denn: „Wir haben noch nie so lange Frieden gehabt. Das ist nicht selbstverständlich“, so Quante. Da der Bombenhagel in Israel, dort der Konflikt in der Ostukraine. Die Diskussionen über Auslandseinsätze ohne Parlamentsentscheid, über Drohnen und mehr Geld für Rüstung verdeutlichten die angespannte Lage. „Der Ton gegenüber Russland wird ebenfalls schärfer. Die Menschen bauen wieder Feindbilder auf. Die Differenzierung fehlt“, sagt Silke Niemeyer mit Bedauern. „Manche haben schon den Dritten Weltkrieg gesichtet.“ Viele Männer und Frauen hätten das Gefühl, sie seien völlig machtlos. Die Kirchen wollen gegensteuern, sensibilisieren, reden und beten. So zum Beispiel am Freitag beim gemeinsamen Gottesdienst in St. Peter.

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