Neubaugebiet Paulusanger in Recklinghausen aus der Vogelperspektive
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Wohin mit all den Autos? In das Neubaugebiet Paulusanger in Recklinghausen könnten bis zu 550 Menschen einziehen. Die Verkehrsregelung ist noch ungeklärt.

Politik vertagt Entscheidung

Häuser im Neubaugebiet Paulusanger in Recklinghausen wachsen - und damit die Verkehrsprobleme

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Wenn alle Häuser im Neubaugebiet Paulusanger in Recklinghausen fertig sind, können hier bis 550 Menschen leben. Aber wie soll der Verkehr ins bzw. aus dem Wohngebiet geregelt werden? Darüber sind sich Politik und Verwaltung noch uneinig.

In der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses ging es um die künftige Verkehrssituation auf dem Paulusanger in Recklinghausen. Klar ist, dass der Durchgangsverkehr von der Herner Straße zur Kemnastraße und auch in Gegenrichtung unterbunden werden soll. Doch wie genau das umgesetzt werden soll, steht bislang nicht fest.

Stadt Recklinghausen will Verkehrsfluss gleichmäßig verteilen

Der Technische Beigeordnete Norbert Höving berichtete im Verkehrsausschuss von Gesprächen der Verwaltung mit den Menschen, die bereits am Paulusanger wohnen. Nach dem Termin ist die Verwaltung zur Überzeugung gelangt: Hinter den beiden Kopfbauten an der Kemnastraße (der eine entsteht gerade, der andere folgt in Kürze) sollen Poller das Durchfahren verhindern. Ein Jahr lang wolle man sich das anschauen und dann bewerten, ob es sich bewährt. Ein Poller am Ostcharweg allerdings hat in den vergangenen Monaten für jede Menge Ärger gesorgt

Laut Norbert Höving werden in den Kopfbauten 97 Wohneinheiten für rund 250 Bewohner entstehen, die dann über die Kemnastraße an- und abfahren sollen. In den anderen Gebäuden auf dem Paulusanger gebe es nach Ende der Bauphase rund 110 Wohneinheiten für 250 bis 300 Menschen. Sie sollen über die Herner Straße an- und abfahren. „Der Verkehrsfluss würde also gleichmäßig verteilt“, so Dezernent Höving.

Auch an die Radfahrer in Recklinghausen soll gedacht werden

Widerspruch gegen diesen Vorschlag gab es von der CDU. Die Unionspolitiker forderten die Verwaltung auf, eine Einbahnstraßenlösung zu prüfen. Die Stadt stimmte dem zu, die Entscheidung wurde daraufhin vertagt. Und auch an die Radfahrer unter den Paulusanger-Bewohner soll stärker gedacht werden. Sebastian Ohler von den Grünen fragte nach, ob ausreichend Platz für Fahrradabstellanlagen sei. Das Planungsbüro, das die Außenanlagen am Paulusanger gestaltet, wird dies überprüfen. Der Verkehrsausschuss kommt am 10. Dezember 2020 wieder zusammen - dann allerdings, bedingt durch die Kommunalwahl, in neuer Besetzung. Ein anderes Neubaugebiet in Recklinghausen war zuletzt wegen möglicher Bodenverseuchung in die Schlagzeilen geraten.

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