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Mieter Mario Sendrowski kann nicht mehr in seine Wohnung in Recklinghausen.

Gerichtsprozess

Mieter stand ohne Wohnung da - jetzt erwirkt er einen Vergleich vor Gericht

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Ein Mieter aus Recklinghausen stand plötzlich ohne Wohnung da. Jetzt erwirkte er vor dem Amtsgericht einen Vergleich und erhält eine Abfindung.

Update, Freitag 5. Juli

Ein Ende der Auseinandersetzung um das Entmieten einer Wohnung an der Reinersstraße 5 in Recklinghausen durch das Unbrauchbarmachen mit Abrissarbeiten zeichnet sich ab: Am Amtsgericht Recklinghausen sollte es eigentlich in einem Verfahren um eine weitere einstweilige Verfügung darum gehen, dass Vermieterin Mechthild M. aus Marl das Gebäude so instand setzt, dass ihr Mieter Mario Sendrowski wieder ungefährdet in seine Wohnung kommt. Stattdessen hat man sich auf einen Vergleich geeinigt: Der 46-Jährige zieht gegen eine 7500-Euro-Abfindung aus. Sendrowski: „Ich will nur noch weg, woanders neu anfangen.“

Was wir bisher berichteten:

Auf einmal steht Mario Sendrowski mit nichts mehr da: Der Mann ist Mieter einer Dachgeschosswohnung in Recklinghausen. Doch seit Anfang Juni wird im Zechenhaus über und unter ihm abgerissen. An Möbel, Wäsche, Hausrat, Computer oder Geschäftsunterlagen unter der Dachfolie kommt der Recklinghäuser wegen einer Nutzungsunterlassung der Stadt nicht mehr heran: Das Treppenhaus ist unbrauchbar gemacht worden. 

Mario Sendrowski aus Recklinghausen: "Regnet es, sind meine Sachen weg."

Dabei hat er einen Mietvertrag für 84 Quadratmeter. Trotzdem steht er nun enteignet auf der Straße: „Regnet es, sind meine Sachen weg.“ Sein Frust auf die Behörden ist riesig: „Alle sagen nur: Kann man nichts machen.“ 

Stadt Recklinghausen und Polizei: nicht zuständig

Ein dutzend Mal hat er die Polizei alarmiert, seit es mit den Abrissarbeiten an der Reinersstraße 5 losging und zum Beispiel die Haustür demoliert und mit lautem Knall im Flur landete. Streifenwagen kamen und fuhren wieder: In Zivilangelegenheiten nicht zuständig. 

Die Stadt Recklinghausen hat mit zwei Kontrollen am 11. Juni (mit Nutzungsuntersagung) und am 27. Juni die Sache bauordnungsrechtlich abgearbeitet. Kein Geländer, kein Wohnen. Für Weiteres ist die Stadt vorerst: Nicht zuständig. Ob das Wohnungsaufsichtsgesetz NRW rechtliche Optionen bietet, ist offen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie im E-Paper und der Print-Ausgabe der der Tageszeitungen des Medienhauses Bauer. 

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