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Recklinghausen, Heidestr. Neuer Standort für das Quartiersmanagement Hillerheide, Luftbild: J. Gutzeit

Hillerheide

Stadtteiltreff zieht in ehemalige Apotheke

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RECKLINGHAUSEN - Ob mit dem dekorativen Lastenfahrrad samt Kaffee und Kuchen oder im gemütlichen Treffpunkt: Die neuen alten Stadtteilmanager wollen ganz nah heran an die Menschen auf der Hillerheide.

Die Hillerheide bekommt einen Stadtteiltreff. Ende März eröffnet in der ehemaligen Apotheke an der Heidestraße 6 eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Möglich machen das Monika Wagner-van der Straten und Björn Schmidt-Freistühler von der Caritas.

Im Auftrag der Stadt haben sie als Quartiersmanager bereits mehr als zwei Jahre daran gearbeitet, Leben ins Viertel und die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Mit Erfolg. Nun wurde ihr Vertrag um vier Jahre verlängert – dank verschiedener Bundes- und Landeszuschüsse. Allerdings trägt das Kind jetzt einen anderen Namen: Aus dem Quartiersmanagement Hillerheide wurde das Stadtteilmanagement. Aber das ist den beiden „Kümmerern“ eigentlich egal. Nach der monatelangen Vorarbeit wollen sie jetzt richtig loslegen. Dabei können sie auf viele Mitstreiter setzen. Und natürlich sind weitere herzlich willkommen.

Eine, die sich ehrenamtlich engagiert, ist Anke Sachsenweger. Sie möchte einmal im Monat einen Seniorentanztee im Gertrudis-Pfarrheim organisieren. Darum sucht sie noch Helfer. „Ich habe immer wieder gehört, dass solch ein Angebot fehlt“, sagt sie. Außerdem geplant in den neuen Räumen, die das Team im hinteren Teil als Büro nutzt und Ende März beziehen will: ein Mittagstisch für Anwohner des Stadtteils. Einmal in der Woche kommt dort etwas Warmes auf den Tisch. „Viele Menschen leben allein und vermissen das gemeinsame Essen“, weiß Monika Wagner-van der Straten.

Und weiter geht es im (geplanten) Programm: Lesungen, kleine Konzerte, Filmabende, Spielenachmittage, Workshops „Jung lernt von Alt und umgekehrt“, zudem Infoabende zu Themen, die den Ortsteil betreffen. Und noch viel mehr ist möglich. „Wir sind für alle Ideen offen“, betont Björn Schmidt-Freistühler. Zumal: Jährlich können die Manager die verschiedensten Projekte mit 20.000 Euro unterstützen. Die Menschen sollen anrufen oder einfach vorbeikommen. Denn das Stadtteilbüro ist dann an vier Tagen in der Woche für drei Stunden geöffnet.

Übrigens gibt es noch einen Plan, um die Hillerheider zu erreichen, eben auch die, die etwas entfernt im Wiener Viertel oder auf der Maybacher Heide leben. Monika Wagner-van der Straten und Björn Schmidt-Freistühler möchten mit einem dekorativen Lastenfahrrad vorfahren, um bei einer Tasse Kaffee Kontakte zu knüpfen.

Das Stadtteilmanagement Hillerheide freut sich über jeden, der mithilft. Im neuen Treff oder beim Seniorentanz gibt es genug Gelegenheit dazu. Wer zum Beispiel den Tanztee mit Anke Sachsenweger organisieren möchte, kann sich bei ihr melden: Tel. 01 60 / 93 15 95 83. Ansprechpartner: Wagner-van der Straten, Tel. 01 60 / 6 73 44 91, B. Schmidt-Freistühler, Tel. 01 51 / 50 30 91 98.

Allerdings wollen die „Kümmerer“ nicht ihre bewährten Aktionen aus dem Blick verlieren. Da sind die Feste und die Stadtteilzeitung. Nicht zu vergessen: der beliebte Feierabendmarkt auf dem Gertrudisplatz an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat. Er startet wieder am 21. März, 16 Uhr. 16 Händler haben schon zugesagt. Die Manager suchen aber noch Verkäufer von Brot, Obst, Gemüse und Wurst.

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