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Ganz schön dicht: Die Fahrbahn der Maybachstraße (M.) ist durch die Bäume gar nicht zu erkennen. Links ist die Maybacher Heide zu erkennen.

Maybachstraße

Bäume bleiben vorerst unangetastet

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RECKLINGHAUSEN - Die Baumschützer, die in der ersten Jahreshälfte gegen die Fällung der geschützten Baumallee an der Maybachstraße mobil gemacht haben, können zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Die ganze Sache wird zunächst einmal verschoben, die Bäume bleiben stehen - vorerst.

Konkret bedeutet dies: Der Ausschuss für Verkehr, Feuerwehr und Tiefbau wird in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 19. Oktober, 16 Uhr, Willy-Brandt-Haus, den bereits gefassten Durchführungsbeschluss zum Umbau der Maybachstraße kassieren.

Mit einem entsprechenden Beschlussvorschlag folgt die Verwaltung insbesondere auch einem gemeinsamen Antrag von CDU, FDP und Grünen. Darin hatte das Jamaika-Bündnis gefordert, dass die Stadt sich zunächst auf die Sanierung der Castroper Straße konzentrieren solle. Dieses Projekt wird in großen Teilen aus dem Konjunkturprogramm III finanziert und muss gemäß den Förderbestimmungen spätestens bis Ende 2020 baulich fertiggestellt zu werden.

„Beide Straßen parallel in Angriff zu nehmen, ist unmöglich“, betonte CDU-Fraktionsvize Heinz-Bernd Einck. Die Maybachstraße werde als Umleitungsstrecke benötigt, eine Sperrung hätte außerdem zur Folge, dass die Feuerwehr die vorgeschriebenen Rettungseinsatzzeiten nicht einhalten könne. Er bestätigte, dass die Tiefbauverwaltung mittlerweile ihre Pläne für die Sanierung der Castroper Straße überarbeitet habe. Der ursprüngliche Plan, zunächst den Abschnitt zwischen Dortmunder Straße und Dordrechtring in Angriff zu nehmen, ist verworfen worden. Nun soll zunächst der Abschnitt zwischen Nordseestraße und dem ehemaligen Hotel Wüller lediglich mit einer neuen Asphaltdecke versehen werden. An der Einmündung Maybachstraße ist außerdem der Bau eines Kreisverkehrs vorgesehen. Danach geht es von dort weiter in Richtung Liebfrauenkirche.

Laut Einck wird im Rathaus noch geprüft, ob an der Einmündung Castroper Straße/Hillen/Mittlere Mühle ein kleiner Kreisverkehr gebaut wird. „Der würde für eine Verflüssigung des Verkehrs sorgen und auch die Zufahrtsproblematik zum Lidl-Markt entschärfen“, sagte der CDU-Verkehrsexperte. Fraglich sei jedoch, ob die Stadt die erforderlichen Grundstücke erwerben könne. Geklärt werden müsse auch der Lärmschutz für die Anwohner der Mittleren Mühle sowie die Versetzung eines Trafohäuschens.

Der Umbau der Maybachstraße sei lediglich verschoben. Die Zeit will die Verwaltung nutzen, ein „ganzheitliches Konzept“ zu erarbeiten, bei dem der Erhalt der Bäume sowie die Optimierung des Radverkehrs im Mittelpunkt stehen.

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