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Die Palmkirmes leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

Klima-Debatte

Palmkirmes: So leisten die Schausteller einen Beitrag zum Umweltschutz

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Die Schausteller leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und stellen bei der Palmkirmes künftig auf Ökostrom um.

René Osterhage versteht die Welt nicht mehr: „Ganz ehrlich: Ich bin der Letzte, der unsere Umwelt schädigen möchte. Alle, die mich näher kennen, wissen, wie meine Haltung zu diesen Dingen ist“, erklärt der Profi-Feuerwerker aus Herten. 

Und er ist nicht der Einzige, der sich in dieser Woche von der Diskussion über Sinn und Unsinn eines Feuerwerks zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes entzürnte.

Holger Freitag (Grüne) befeuerte die Diskussion

Schließlich wurde sie noch von Holger Freitag, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen durch die Aussage befeuert, dass „der immense Stromverbrauch“ der Palmkirmes möglicherweise nicht mit den Zielen des Klimaschutzes zu vereinbaren sei. 

Bei Richard Abendroth, dem Vorsitzenden der hiesigen Schaustellervereinigung, schrillen die Alarmglocken: „Ich kann nicht verstehen, dass man so etwas einfach so hinausposaunen kann, wir sind doch schließlich auch ein Werbefaktor für die Stadt. Und von immensem Stromverbrauch kann man gerade im Vergleich zu früheren Jahren überhaupt nicht sprechen. Alle Schausteller haben längst – so weit es möglich ist – auf LED-Beleuchtung umgestellt.“ 

Palmkirmes bezieht künftig zu 100 Prozent Ökostrom

Obendrein beziehe die Palmkirmes ab dem nächsten Jahr ihre Energie „zu 100 Prozent als Ökostrom von Innogy“. Außerdem, so Abendroth weiter, seien alle alten Dieselfahrzeuge entsorgt und durch neuere mit den Schadstoffklassen 5 und 6 ersetzt worden.

René Osterhage weiß, dass das Argument der Umweltbelastung durch den Feinstaub- und CO2-Ausstoß damit nicht entkräftet ist, aber er weiß auch, „dass es dazu keine verlässlichen Messverfahren gibt. 

2018 hätte das Feuerwerk kaum Feinstaub produziert

Er hat errechnet, wie hoch der Feinstaub-Ausstoß beim Eröffnungsfeuerwerk des Weihnachtsmarkts 2018 war: „Demnach hätten wir bei einer Nettoexplosionsstoffmasse von 14,5 kg lediglich 2,9 Gramm Feinstaub produziert.“

Und auch die beiden Feuerwerke auf der Palmkirmes sind für René Osterhage unersetzlich: „Es gibt ja einen guten Grund für diese Feuerwerke. Die Schausteller wollen mehr Besucher auf die Kirmes locken, und das funktioniert ja auch: An den Feuerwerktagen kommen 30 Prozent mehr Leute."

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