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am 02.02.2018 . Foto: Thomas Nowaczyk politische diskussion um beleuchtung auf der neuen bruecke friedrich ebertstrasse ueber die autobahn 2

Friedrich-Ebert-Straße

Beleuchtung auf der neuen Autobahnbrücke fehlt

RECKLINGHAUSEN - Fußgänger und Radfahrer fühlen sich am Abend und in der Nacht auf der neuen Autobahnbrücke über die A2 unsicher. Auf dem gut 60 Meter langen Teilstück der Friedrich-Ebert-Straße fehlt die Beleuchtung.

Auf der Autobahnbrücke ist es dunkel. Davor und dahinter sind Straße und Gehweg ausgeleuchtet. Zuletzt war bei der Debatte im Verkehrsausschuss das Dilemma einer klassischen Patt-Situation deutlich geworden.

Stadt will Seitenmessgeräte installieren

Nun will die Stadtverwaltung bis zur nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am 1. März prüfen, ob eine niedrige Beleuchtung für die seitlichen Fuß- und Radwege der Brücke infrage komme. Auch will die Stadt mit Seitenmessgeräten feststellen, wie viele Fußgänger die Brücke tatsächlich bei Dunkelheit überqueren und ob die Investition von rund 130.000 Euro für eine neue Beleuchtung überhaupt gerechtfertigt ist.

Rückblick: Bereits vor genau zwei Jahren hatte sich ein Anwohner über die unbeleuchteten Gehwege der Brücke beklagt. In der Folge gab es einen Ortstermin und ein Zuschustern von Zuständigkeiten zwischen Stadt, Land und Kreis. Schließlich geschah lange Zeit gar nichts.

Gefahr durch herunterstürzende Laternen

Wie konnte es so weit kommen? Der Verkehrsausschuss hatte sich für das Aufstellen von Standard-Laternen ausgesprochen. Das lehnte der Landesbetrieb Straßen.NRW aber ab. Die Gefahr sei zu groß, dass die Laternen bei einem Unfall auf der Brücke auf die A2 hinunterstürzen und dort einen weiteren verheerenden Unfall auslösen.

Die Verwaltung favorisierte das Wiederanbringen der alten Lichterkette als Alternative. Das lehnte jedoch der Ausschuss wegen der damit verbundenen höheren Kosten ab. „Der größte Teil der 130.000 Euro würde auf die neuen Pfosten entfallen“, sagt der städtische Straßenplaner Axel Fritz. „Wir brauchen da riesige Fundamente.“ Allerdings gebe es keine Pflicht zur Beleuchtung: „Am Westring gibt es zum Beispiel gar keine Laternen.“

Laternen machen an dieser Stelle keinen Sinn

Die Besonderheit an der Friedrich-Ebert-Straße ist aber die: Vor und nach der Brücke ist die Straße beleuchtet. Daher erscheint die unbeleuchtete Brücke umso düsterer. Ausschussmitglied Volker Schäper-Beckenbach (Grüne) regte dieser Umstand zu einem ganz neuen Denkansatz an: „Warum verzichten wir nicht komplett auf die Beleuchtung und sparen das Geld? Das macht an dieser Stelle doch gar keinen Sinn.“

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