Hochlarmark

Trickdieb bringt 83-Jährigen um Ersparnisse

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RECKLINGHAUSEN - Ein Trickdieb hat einen 83-jährigen Hochlarmarker um 25.000 Euro erleichtert. Auf dem Parkplatz des Penny-Marktes an der Westfalenstraße hatte der Gauner sein Opfer am Freitagvormittag angesprochen.

Der vertraulich auftretende Mann erschlich sich das Vertrauen des Seniors. Der 83-Jährige glaubte, einen früheren Arbeitskollegen zu erkennen, berichtet die Tochter, die ihren Namen allerdings nicht in der Zeitung lesen möchte. Der Täter bot an, den Hochlarmarker mit seinen Einkaufstaschen nach Hause zu fahren. Schließlich bat der vermeintliche Arbeitskollege den 83-Jährigen, ihm doch seine Wohnung zu zeigen. Der Hochlarmarker willigte ein. Auch vor dem Kleiderschrank im Schlafzimmer machten beide Halt. Dort bewahrte der Rentner seine Ersparnisse in einer Geldkassette auf.

Schließlich merkte der Besucher an, er müsse noch einmal kurz zu seinem Wagen gehen, sein Gastgeber möge doch schon einmal den Kaffee aufsetzen. Der Unbekannte kehrte nie zurück. Die Geldkassette hatte er mitgenommen, sagt die Tochter des Betrugsopfers.

"Täter gehen geschickt vor"

Gemeinsam erstatteten Vater und Tochter eine Anzeige. Die Polizei warnt vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen, von denen in der Regel ältere Menschen betroffen seien. "Anfangs geht es den Tätern stets darum, das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen", sagt Ramona Hörst. "Dabei treten die Betrüger sehr geschickt auf. Viele Opfer glauben, dass die Leute wirklich etwas über einen wüssten, am Ende haben sie ihnen aber alles selbst erzählt."

Der Auftritt als vermeintlicher früherer Arbeitskollege sei eine bekannte Masche. "Manchmal wollen die Täter ihren Opfern dann angeblich hochwertige Jacken verkaufen", warnt Ramona Hörst. Skepsis sei spätestens dann angeraten, wenn das Gespräch auf das Thema Geld kommt.

Angehörige sollten mit Senioren über die gängigen Maschen von Trickbetrügern sprechen. Wer glaubt, einem Trickbetrüger gegenüberzustehen, sollte andere Leute hinzuziehen, gegebenenfalls Angehörige anrufen. Ramona Hörst: "Dann ergreifen die Täter meist schnell die Flucht."

Eine Beschreibung des Hochlarmarker Trickbetrügers liegt nicht vor.

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